Lebensmittelsicherheit (B.Sc.)

Lebensmittelsicherheit (B.Sc.)

Analytik, Technologie, Qualität, Recht

Mach‘ Lebensmittel! Sicher!

Sie haben Freude am Umgang mit Lebensmitteln? Naturwissenschaften – Chemie, Mikrobiologie und Analytik – faszinieren Sie? Sie suchen ein Studium mit hohem Praxisbezug und besten Berufsaussichten? Sie wünschen sich eine interdisziplinäre Ausbildung, die stark praxis- und projektorientiert ist und ein umfassendes Angebot frei wählbarer Module hat, damit Sie Ihre individuellen Interessen und Berufsziele verwirklichen können? Dann passt der Bachelor-Studiengang Lebensmittelsicherheit, den die staatliche Hochschule Geisenheim in Kooperation mit der renommierten privaten Hochschule Fresenius (Idstein) anbietet, genau zu Ihnen.

Der Bachelor-Studiengang Lebensmittelsicherheit vermittelt die Qualifikation, die Aspekte der Lebensmittelsicherheit und die zugehörige Analytik im Zusammenhang mit den Herstellprozessen explizit und umfassend zu betrachten. Deshalb sind die fachlichen Schwerpunkte Analytik, Technologie, Qualität und Recht, insbesondere in den relevanten Produktgruppen pflanzliche Lebensmittel, tierische Lebensmittel, Getränke, Convenience-Lebensmittel sowie Back- und Süßwaren. Sie beschäftigen sich mit den Inhaltsstoffen von Rohwaren, der Beurteilung von Qualitätsmerkmalen von Lebensmitteln, mit Lagerung und Transport, den Anforderungen an die Produzenten sowie mit gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Durch die Kooperation mit der privaten Hochschule Fresenius (Idstein) kann die Hochschule Geisenheim Ihnen eine optimale Ausbildung und (labor)technische Ausstattung in allen Teilbereichen des Studiums anbieten. Beide Hochschulen bündeln ihre Kompetenzen, um Ihnen die erforderlichen Grundkenntnisse aus Naturwissenschaft, Ingenieurwissenschaft und Recht sowie das darauf aufbauende Fachwissen z. B. in Lebensmittelmikrobiologie, instrumenteller Analytik oder Qualitätsmanagement zu vermitteln, um Lebensmittel hinsichtlich ihrer Sicherheit und Qualität in einem Lebensmittelunternehmen zu bewerten. Sie zahlen selbstverständlich nur den regulären Semesterbeitrag der staatlichen Hochschule Geisenheim.

Lernen Sie den Studiengang kennen

Online Open Campus der privaten Hochschule Fresenius in Idstein – Vorstellung des Studiengangs Lebensmittelsicherheit
Termin: 28. Januar 2023
Uhrzeit: tbd
Zum Online Open Campus

Ihre Ansprechpersonen für die Studien- und Vorpraktikumsberatung

Simone Loos-Theisen
Prof. Dr. Simone Loos-Theisen
Gebäude 6601
Raum Erdgeschoss
Tel. +49 6722 502 789
Simone.LoosTheisen(at)hs-gm.de Details
Christian Altenkirch
Christian Altenkirch, B.Sc.
Gebäude 6601
Raum 02
Tel. +49 6722 502 403
Christian.Altenkirch(at)hs-gm.de Details
Fakten, Fristen und Voraussetzungen auf einen Blick
Studienabschluss Bachelor of Science
Regelstudienzeit 6 Semester
Studienbeginn Wintersemester
Zulassungsvoraussetzung Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder gleichwertige anerkannte berufliche Qualifikation („Studieren ohne Abitur“)
Praxisvoraussetzung Studium 12 Wochen Vorpraktikum, davon 6 Wochen bis Studienbeginn bei Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung im selben Jahr
Dualer Variante Möglich
Studienfachberatung Prof. Dr. Simone Loos-Theisen
Vorpraktikumsberatung Christian Altenkirch, B.Sc.
Weiterführendes Studium Lebensmittelsicherheit (M.Sc.)
Bewerbungsfrist Mitte Juni bis 1. September; eine Verlängerung der Frist ist möglich, wenn bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Studienplätze belegt sind. Bitte informieren Sie sich unter (Termine und Fristen), Studienbewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung bis 1. September via uni-assist
Inhalte des Studiums Lebensmittelsicherheit
Eine rothaarige Studierende im Laborkittel schaut durch ein Mikroskop © Hochschule Geisenheim / ppsstudios.com

Das erste Jahr des Studiums steht im Zeichen der Naturwissenschaften: Mathematik, Physik, Verfahrenstechnik, Mikrobiologie und Chemie pauken Studierende dabei nicht nur in Vorlesungen. Sie bringen die Inhalte in den vielfältigen Laborpraktika direkt zur Anwendung. Sie führen Sterilisationsversuche durch, kultivieren Mikroorganismen, sie extrahieren und analysieren einzelne Bestandteile von Lebensmitteln.

Ab dem 2. Studienjahr stehen Praxis und Vernetzung mit Unternehmen im Fokus. Tierische und pflanzliche Lebensmittel, Convenience-Lebensmittel – also Fertigprodukte –, Back- und Süßwaren sowie Getränke bilden die produktorientierten Schwerpunkte, in denen Studierende sich vertiefen können. Die Studierenden produzieren eigenständig viele Lebensmittel wie Frankfurter Würstchen, Salami, Brötchen, rösten selbst Kaffee oder brauen Bier. Dabei betrachten sie immer alle Aspekte der Lebensmittelsicherheit wie HACCP. Sie beschäftigen sich mit den Inhaltsstoffen von Rohwaren, der Beurteilung von Qualitätsmerkmalen von Lebensmitteln, mit Lagerung und Transport, den Anforderungen an die Produzenten sowie mit gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Im 3. Studienjahr bearbeiten die Studierenden im Regelfall in Kooperation mit einem Unternehmen in Fallstudienprojekten einzelne Fragestellungen aus der Lebensmittelwirtschaft selbstständig. So festigen sie ihr individuelles Fach-Profil. Ihr Studium schließen sie nach sechs Semestern mit der Bachelor-Thesis ab.

Dank Praxiserfahrungen und fundierten naturwissenschaftlichen Kenntnissen sind die Absolventinnen und Absolventen fit für den Berufseinstieg. Zu ihren Kompetenzen zählen prozessorientiertes Qualitätsmanagement, wissenschaftliches Arbeiten sowie Fach-Englisch.

Im Studium Lebensmittelsicherheit erwerben die Studierende Kenntnisse, mit denen sie in Prüfungen bei externen Dienstleistern verschiedene berufsrelevante Zertifikate erlangen können. Dazu zählen der Ausbilderschein, der Sachkundenachweis Schädlingsbekämpfung, das Cambridge Zertifikat und der Nachweis über die Befähigung zur Arbeit als Qualitätsbeauftragte/r.

Ein junger Mann im Laborkittel hantiert mit Abklatsch-Proben. © Hochschule Geisenheim / ppsstudios.com
Eine Person macht einen Abstrich am Auslauf eines Stahltanks. © Hochschule Geisenheim / pps-studios.com
Ein Dozent steht mit einer Gruppe Studenten um einen Tisch. Sie schauen sich unterschiedliche, nicht geröstete Kaffeebohnen an. © Hochschule Geisenheim / pps-studios.com

Ein Blick hinter die Kulissen des Studiengangs

Informationen zum Vorpraktikum

Neben der Hochschulzugangsberechtigung müssen Studieninteressierte bei der Einschreibung für das Studium an der Hochschule Geisenheim ein Vorpraktikum nachweisen. Warum? Durch das Vorpraktikum erhalten sie einen wichtigen Einblick in die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für eine Tätigkeit in der Lebensmittelwirtschaft. Ebenso lernen sie den Arbeits- und Produktionsablauf und die Betriebsorganisation im angestrebten Berufsfeld kennen. Dank des Praktikums haben sie erste wichtige Praxiserfahrungen gesammelt und wissen, was im Studium und im Beruf auf sie zukommt.

Die Mindestdauer für das Vollzeitpraktikum in einem ausbildungsberechtigten Unternehmen der Lebensmittelherstellung, -analytik oder -überwachung, dem Groß- und Einzelhandel sowie verwandten Branchen beträgt 12 Wochen.

Ausnahme sind Bewerberinnen und Bewerber, die im gleichen Jahr der Erlangung der Studienberechtigung (z. B. Abitur) ihr Studium beginnen wollen. Sie müssen zur Immatrikulation mindestens 6 Wochen Vorpraktikum nachweisen. Die weiteren 6 Wochen können bis zur Einschreibungsfrist in das dritte Semester nachgewiesen werden. Die Ausbildungsdauer pro Betrieb muss mindestens 4 Wochen am Stück betragen. Das Praktikum soll dazu dienen, technische und organisatorische Abläufe und Strukturen eines Betriebs der Lebensmittelwirtschaft kennen zu lernen.

Ihre Perspektiven nach dem Bachelor-Studium

Künftige Arbeitgeber von Absolventinnen oder Absolventen des Studiengangs Lebensmittelsicherheit sind herstellende und verarbeitende Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft oder Behörden wie BfR, BMEL, BMJV, BVL. Einsatzbereiche sind vor allem das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung. Hinzu kommen der dienstleistende Bereich und der Handel, der mehr und mehr die Qualitätssicherung in den Fokus rückt.

Durch ihre ausgeprägte analytische Ausbildung sind Studierende nach ihrem Abschluss gleichermaßen in der Lage, verschiedenste Tätigkeiten in Laboren oder Forschungseinrichtungen aufzunehmen. Nicht zuletzt sind sie für Aufgaben in der Lebensmittelüberwachung gut qualifiziert.

Die Absolventinnen und Absolventen profitieren beim Berufseinstieg von den Netzwerken, die sie sich dank des hohen Praxisbezugs während ihres Studiums aufgebaut haben.

Wissenschaftliche Vertiefung im Masterstudium

Eine Dozentin steht mit einer Gruppe von Studierenden im Labor. Alle tragen Laborkittel. © Hochschule Geisenheim / pps-studios.com

Das Bachelorstudium befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Fragestellungen nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu lösen; die beste Voraussetzung für ein anschließendes Masterstudium. Der weiterführende Master-Studiengang Lebensmittelsicherheit (M.Sc.) an der Hochschule Geisenheim bereitet Studierende auf Führungspositionen in der Lebensmittelwirtschaft vor. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sind in der Lage Qualitätssicherung und -management in Lebensmittelunternehmen zu organisieren und zu lenken, Produktionsprozesse zu bewerten sowie Präventivmaßnahmen und Prüfstrategien zu entwickeln, um unsichere Lebensmittel im Betrieb zu finden.

Zwei starke Partner: Die Kooperation mit der Hochschule Fresenius, Idstein

Profitieren Sie von einer einmaligen Kooperation

Die Hochschule Geisenheim bietet den Studiengang Lebensmittelsicherheit in Kooperation mit der privaten Hochschule Fresenius in Idstein an. Warum? In Geisenheim profitieren Studierende von der forschungsintensiven und anwendungsbezogenen Lehre, in Idstein von einer hervorragenden Ausstattung in den Bereichen Chemie und Analytik.

Der Stundenplan ist perfekt auf das Studium an zwei Hochschulen ausgelegt: In den ersten Semestern lernen Studierende zwei Tage in der Woche in Idstein und belegen drei Tage die Woche Module an der Hochschule Geisenheim. Die nötige Fahrzeit wird so auf ein Minimum reduziert. Mit dem Semester-Ticket, dessen Kosten mit dem Semesterbeitrag abgegolten sind, können Studierende beide Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln beinahe von überall aus dem Rhein-Main-Gebiet flexibel erreichen.

Keine Studiengebühren, zwei hochkarätige Netzwerke

Die Kurse an der Hochschule Fresenius, die als private Institution normalerweise Gebühren verlangt, sind für Studierende der Hochschule Geisenheim im regulären Semesterbeitrag inklusive. Ein weiterer Vorteil ist der direkte Zugang zu den hochkarätigen Netzwerken, die beide Hochschulen haben; sei es in der Zusammenarbeit mit den Dozentinnen und Dozenten oder mit den starken Partnern aus Wirtschaft und Forschung.

Das Verwaltungsgebäude der Hochschule Geisenheim mit einer Büste des Gründers Eduard von Lade. © Hochschule Geisenheim / Winfried Schönbach
Der Campus der Hochschule Geisenheim
Studierende vor dem modernen Instituts- und Laborgebäude der Hochschule Geisenheim © Hochschule Geisenheim / ppsstudios.com
Der Campus der Hochschule Fresenius, Idstein © Hochschule Fresenius, Idstein
Der Campus der privaten Hochschule Fresenius, Idstein © Hochschule Fresenius

Unser Partner, die private Hochschule Fresenius, Idstein

Idstein ist Sitz des Fachbereichs Chemie und Biologie der privaten Hochschule Fresenius. Es ist eine große Besonderheit, dass eine staatliche und eine private Hochschule gemeinsam einen Studiengang konzipieren und anbieten.

Mehr über den Standort erfahren Sie in den beiden Videos rechts.

Lebensmittel- und Getränkeforschung an der Hochschule Geisenheim

Analytik, Technologie, Qualität, Recht - wir machen Lebensmittel und Getränke sicher

Zum Institut für Lebensmittelsicherheit zählen die Professur für Getränketechnologie, Prof. Dr.-Ing. Bernd Lindemann, und die Professur für Lebensmittelsicherheit, Prof. Dr. Simone Loos-Theisen.

Das Institut für Lebensmittelsicherheit ist in zwei Themenschwerpunkten aktiv:

  1.       Fragestellungen der Sicherheit, der Konformität und der Legalität von Lebensmitteln
  2.       Getränketechnologie mit den Schwerpunkten Brauerei und Kaffeerösterei

Tätigkeiten erstrecken sich von der Entwicklung und Verbesserung von Analysenmethoden, der Untersuchung der Lebensmittelherstellprozesse bis zur Identifizierung von Inhaltsstoffen.

In der Brauereitechnologie wird eine Fülle von Themen bearbeitet, die die Verfahrenstechnik der Bierherstellung, die Analytik von Inhaltsstoffen sowie die Gewinnung und Verwertung von Nebenströmen betreffen. Ein Schwerpunkt bildet die Erforschung der Filtrierbarkeit von Bier.

In der Lebensmittelforschung geht es um die Entwicklung von Schnellnachweismethoden qualitäts- und sicherheitsrelevanter Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Zum Beispiel werden allergieauslösende Proteine von Lebensmitteln im Verlauf unterschiedlichster Herstellverfahren untersucht.

Folgende technische Einrichtungen stehen dem Institut für Forschungsaktivitäten zur Verfügung:

  • Abfüllanlagen für Flaschen und Kegs
  • Backautomat
  • Brauereien (klassisch manuell; halbautomatisch unter GLP-Bedingungen; moderne Läutertechnik – dynamische Siebfiltration)
  • Brennerei
  • Dragiertrommel
  • Dynamische Differenzkalorimetrie
  • Mälzerei
  • Melangeure
  • Nachweismethoden (Immunologie, Lebensmittelmikrobiologie, Proteinchemie)
  • Ölschneckenpresse
  • Perkolatoren
  • Röstereien (Trommelröster, Wirbelschichtröster)
  • Sensorische Analyseeinrichtung
  • Sprühtrocknung

Das Institut ist stark eingebunden in der Lehre in den beiden Studiengängen Lebensmittelsicherheit und Getränketechnologie. Es beinhaltet die Leitung des Studiengangs Lebensmittelsicherheit. 

 

Professur für Lebensmittelsicherheit

Mach‘ Lebensmittel! Sicher!

ist unser Motto sowohl in der Lehre als auch der Forschung der Professur für Lebensmittelsicherheit.

Unsere Forschungsaktivitäten werden meistens in enger Kooperation mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie durchgeführt und liegen in folgenden Themenschwerpunkten:

  • Entwicklung von Nachweismethoden von Lebensmittelallergenen für Produktions- und Produktkontrollen, um die Sicherheit von Allergikern zu verbessern. Unsere Forschung konzentriert sich auf die Verbesserung der Extraktion der allergenen Proteine und der immunologischen Nachweismethoden (z.B. ELISA), insbesondere aus Lebensmitteln, die Haselnuss, Mandeln, Erdnuss oder Gluten enthalten.
  • Diagnostik für Lebensmittelallergene im Hinblick auf Prozesse in der Lebensmittelherstellung zu verbessern
  • Herstellung verschiedener Lebensmittel unter definierten Bedingungen
  • Innovative Produktentwicklung von veganen/vegetarischen oder allergenfreien Produkten, die ressourcen- und umweltschonend im Sinne der Nachhaltigkeit hergestellt werden
  • Untersuchungen zur Technologie und Sensorik von Backwaren, Käse, pflanzlichen Ölen, Kräuter- und Früchtetee sowie von alkaloidhaltigen Lebensmitteln wie Tee, Kakao und Schokolade
  • Untersuchungen von pathogenen Mikroorganismen sowie Verderbniserregern auf ihr Vorkommen in Lebensmitteln zur Erarbeitung von Vermeidungsstrategien
  • Untersuchungen von Kontaminanten zur Qualitätssicherung
  • Molekularbiologische und proteinanalytische Untersuchungen sind ebenso wie thermische Analysen von Rohwaren als auch von prozessierten Lebensmitteln im Fokus

Bildergalerie

Das Studium ist abwechslungsreich, interessant und lehrreich. Natürlich ist es auch anstrengend, aber es macht trotzdem eine Menge Spaß.Natascha, Studentin Lebensmittelsicherheit (B.Sc.)