Landschaftsarchitektur (B.Eng.)

Gestalten Sie jetzt die Zukunft!

Sie wollen mit Ihren Ideen die Umwelt gestalten? Natur, Ökologie und Klimaschutz interessieren Sie genauso wie die Frage, wie man Städte noch lebenswerter machen kann? Auch die Arbeit mit Pflanzen, technisches Know-how und Projektmanagement reizen Sie? Dann ist das Bachelor-Studium Landschaftsarchitektur genau das Richtige für Sie. Landschaftsarchitektinnen und -architekten planen und bauen Grünräume – in Kulturlandschaften ebenso wie in urbanen Zentren. Sie bringen die Bedürfnisse von Mensch und Natur in Einklang und sind damit gefragte Spezialisten. Dank der großen Bandbreite ihres Studiums sind sie zugleich Generalisten und in vielen verschiedenen Berufsfeldern einsetzbar.

Die Hochschule Geisenheim bietet Studierenden im Rahmen des Studiums der Landschaftsarchitektur die drei praxisorientierten Vertiefungsrichtungen „Freiraumplanung“, „Garten- und Landschaftsbau“ sowie „Naturschutz und Landschaftsplanung“ an. Das gibt Ihnen die Freiheit, sich Ihren eigenen Interessen entsprechend zu qualifizieren.

Der Campus der Hochschule Geisenheim liegt in einer einzigartigen Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe zum Rhein-Main-Gebiet. Viele „grüne“ Unternehmen, Institutionen und Behörden sind hier ansässig. Geisenheim bildet somit einen hervorragenden Ausgangspunkt für Ihre Karriere.

Ihre Ansprechpartner für die Studien- und Vorpraktikumsberatung

Alexander von Birgelen
Prof. Dr. Alexander von Birgelen
Gebäude 6701
Raum 107
Tel. +49 6722 502 773
Alexander.Birgelen(at)hs-gm.de Details
Alexander Peters
Dipl.-Ing. (FH) Alexander Peters, M.H.Edu
Gebäude 6701
Raum 104
Tel. +49 6722 502 772
Alexander.Peters(at)hs-gm.de Details
Fakten, Fristen und Voraussetzungen auf einen Blick
Studienabschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Regelstudienzeit 7 Semester
Studienbeginn Wintersemester
Zulassungsbeschränkung keine
Praxisvoraussetzung Studium 12 Wochen Vorpraktikum
Praxisanteile Studium Berufspraktisches Semester, Praxisprojekte
Vertiefungsrichtungen Garten- und Landschaftsbau, Freiraumplanung, Naturschutz und Landschaftsplanung
Spezialisierungsoption Berufsschullehrer/-in für Garten- und Landschaftsbau
Weiterführendes Studium Landschaftsarchitektur (M.Sc.), UMSB – Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (M.Eng.)
Studienfachberatung Prof. Dr. Alexander von Birgelen
Fragen zum Vorpraktikum Alexander Peters, M. H. Edu.
Bewerbung ab Mai bis Vorlesungsbeginn Wintersemester, Studienbewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung bis 15. August via uni-assist
Inhalte des Studiums Landschaftsarchitektur

Biotop- und Bodenkunde, Pflanzenverwendung, Entwerfen und Zeichnen, die Geschichte der Gartenkunst und Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau und Vermessung, Kommunikation und Präsentation: Im Bachelor-Studium an der Hochschule Geisenheim lernen Studierende in sieben Semestern alle Facetten der Landschaftsarchitektur kennen.

Kreativität ist dabei ebenso wichtig wie Ökologie, Bautechnik oder Projektmanagement. Die Studieninhalte verbinden Natur, Gesellschaft, Gestaltung und Technik. Dank der drei Vertiefungsrichtungen haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Stärken optimal zu entwickeln.

Vertiefungsrichtung Garten- und Landschaftsbau

Bauabwicklung, Kostenkalkulation, Bauvertragswesen und Grünmanagement stehen in der Vertiefungsrichtung Garten- und Landschaftsbau im Fokus. Den Schwerpunkt bildet die bauliche Umsetzung von Planungen für Gärten, Plätze, Parks oder Spiel- und Sportanlagen. Gelehrt werden Konstruktionsprinzipien, Bautechniken, aber auch Projektorganisation.

Eine enge Vernetzung mit ausführenden Firmen, Herstellern, Auftraggebern und berufsständischen Organisationen sowie eine intensive Ausrichtung auf die Erfordernisse der Bauleitung und der betrieblichen Organisation garantieren realitätsnahe Ausbildungsinhalte und führen zur Ausbildung von Experten für die bauliche Umsetzung von Projekten.

Vertiefungsrichtung Freiraumplanung

In der Vertiefungsrichtung Freiraumplanung beschäftigen sich die Studierenden mit der Entwicklung von Freiräumen im urbanen Bereich. Entwerfen, Baukonstruktion, Pflanzenverwendung und die Auseinandersetzung mit sozialen Aspekten sind wesentliche Inhalte der Lehre. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung städtischer Grünanlagen, aber auch steinern geprägter Freiräume wie Fußgängerzonen oder Stadtplätze sowie von Privatgärten.

Gefragt sind Kreativität, konzeptionelles Denken und Neugierde für gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Auswirklungen auf städtische Räume. Kenntnisse über die sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen an Freiräume im urbanen und ländlichen Raum bilden die Basis für die Entwicklung innovativer Ideen.

Vertiefungsrichtung Naturschutz und Landschaftsplanung

Auf den Schutz der natürlichen Ressourcen und die Sicherung und Entwicklung der biologischen Vielfalt fokussiert diese Vertiefungsrichtung. Das Studium vermittelt Kenntnisse und Methoden, um Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Landschaften, Biotopen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu planen und in die Praxis umzusetzen. Es widmet sich den Umweltmedien Boden und Wasser sowie den Anforderungen des Klimawandels. Gefördert werden vernetztes Denken und eine hohe Kommunikationsfähigkeit.

Ein Studium ohne Vertiefung ist ebenfalls möglich. Dies eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen nach eigenen Interessenschwerpunkten zu kombinieren.

Das Studium ist in allen Vertiefungsrichtungen praxisorientiert. Mit dem berufspraktischen Semester bietet sich den Studierenden die zusätzliche Möglichkeit, in einem Planungsbüro oder Unternehmen ihrer Wahl im In- oder Ausland Einblicke in den späteren Berufsalltag zu gewinnen. Projekte der Landschaftsarchitektur sowie Betriebe und Institutionen lernen sie auch im Rahmen von Exkursionen kennen.

Eine Person vergleicht ein Blatt mit einer Abbildung in einem Buch. © Hochschule Geisenheim
Eine Gruppe von Studierenden macht mit einem Dozenten in einem Park Vermessungsübungen. © Hochschule Geisenheim
Eine Hand coloriert einen Plan mit Bäumen, Plätzen und Spielmöglichkeiten. © Hochschule Geisenheim
Studierende mit Rucksäcken stehen auf einer Wiese mit hohem Gras und betrachten ihre Umgebung. © Hochschule Geisenheim
Ein junger Mann klettert mit professioneller Ausrüstung auf einen Baum. © Hochschule Geisenheim
Informationen zum Vorpraktikum

Bei der Bewerbung zum Studium an der Hochschule Geisenheim müssen Sie neben der Hochschulzugangsberechtigung ein Vorpraktikum nachweisen. Warum? Im Vorpraktikum erlangen Sie erste Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten zu berufspraktischen Anforderungen des Garten- und Landschaftsbaus oder der ausführenden Landschaftspflege. Sie legen damit die Grundlage für Ihr Studium und erhalten frühzeitig Einblicke ins Berufsfeld.

Die Mindestdauer für das Vollzeitpraktikum in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb beträgt 12 Wochen. Die Ausbildungsdauer pro Betrieb muss mindestens 4 bis 6 Wochen betragen. Bewerberinnen und Bewerber, die im gleichen Jahr der Erlangung der Studienberechtigung (z.B. Abitur) ihr Studium beginnen wollen, müssen zur Einschreibung mindestens 6 Wochen ihres Vorpraktikums nachweisen. Die weiteren 6 Wochen können sie bis zur Einschreibungsfrist in das 3. Semester nachweisen.

Beim Vorpraktikum steht das Erlernen praktischer Fertigkeiten im Vordergrund. Während dieses Praktikums sollten Sie Einblicke in die Betriebs- und Büroorganisation erhalten, sich mit der baulichen Realisierung landschaftsarchitektonischer Projekte beschäftigen, Pflanzen, Materialien und Bauweisen kennenlernen oder sich mit Kultur- und Landschaftspflegemaßnahmen auseinandersetzen. Der Umgang mit Geräten und Maschinen des Garten- und Landschaftsbaus und der Landschaftspflege sind weitere Inhalte des Praktikums. Eine abgeschlossene Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau oder eine Gärtnerlehre ersetzt das Vorpraktikum.

Duales Studium Landschaftsarchitektur

Eine Kombination von akademischer und beruflicher Ausbildung

Die Hochschule Geisenheim bietet Interessierten die Möglichkeit eines dualen Studiums: Parallel zur Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau können Studierende den Abschluss „Bachelor of Engineering Landschaftsarchitektur“ in der Vertiefung Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) erwerben. Die Stärke des dualen Studiums besteht neben dem Zeitvorteil auch in der frühen Vernetzung ins Berufsfeld. Die enge Anbindung der Hochschule Geisenheim an das wirtschaftlich florierende Rhein-Main-Gebiet bietet Studierenden beste Möglichkeiten, das duale Studium erfolgreich und effizient zu bewältigen.

Dual Studierende absolvieren zunächst das 1. Ausbildungsjahr im Betrieb und starten dann ihr Studium. Dabei besuchen sie grundlegende Lehrveranstaltungen zu Planung, Technik und Naturschutz. Ihr Fokus im GaLaBau liegt auf dem Bauvertragswesen, der Kalkulation, der Bauabwicklung und dem Grünflächenmanagement.

Zwischen dem 1. und 2. sowie dem 2. und 3. Studiensemester durchlaufen dual Studierende ihre betriebliche Ausbildung weiter in der vorlesungsfreien Zeit. Diese schließen sie im vierten Semester mit der Abschlussprüfung ab. Die Ausbildungszeit wird ihnen für ihr Studium als berufspraktische Zeit anerkannt. Das Studium beenden dual Studierende regulär mit der Bachelor-Thesis im 7. Semester.

Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zum dualen Studium

Gerd Helget
Prof. Dipl.-Ing. Gerd Helget
Gebäude 6701
Raum 10
Tel. +49 6722 502 774
Gerd.Helget(at)hs-gm.de Details
Berufsschullehrer/-in Garten- und Landschaftsbau

Im Studium der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim können sich Interessierte auf eine Tätigkeit als Berufsschullehrerin oder -lehrer vorbereiten. Sie verbinden dafür spannende Inhalte aus dem Garten- und Landschaftsbau mit didaktischen und pädagogischen Modulen. Die Spezialisierung ist für all diejenigen das Richtige, die ihr Wissen über Kalkulation, Planung und Bauabwicklung später weitergeben wollen.

Ihre Perspektiven nach dem Bachelor-Studium

Das Studium der Landschaftsarchitektur verläuft stark praxisorientiert. Studierende beschäftigen sich in den einzelnen Modulen mit aktuellen Fragestellungen und der Planung realitätsnaher Projekte.

Aufgabenbereiche künftiger Freiraumplaner sind die Gestaltung öffentlicher und privater Freiräume von der Bestandsaufnahme über den Entwurf bis hin zu Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe sowie dem Projektmanagement. Im Garten- und Landschaftsbau zählen der Bau und die Unterhaltung von Freianlagen, der Sportplatz-, Wege- und Grünflächenbau sowie die Betriebsleitung und das Finanzmanagement zum Tätigkeitsspektrum. Die nachhaltige Kulturlandschaftsentwicklung, Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie Arten- und Biotopschutz gehören zu den Aufgaben im Bereich Naturschutz und Landschaftsplanung.

Das abwechslungsreiche und breit gefächerte Studium eröffnet vielfältige berufliche Möglichkeiten. Absolventinnen und Absolventen finden ihren Job in:

  • Landschaftsarchitektur- und Planungsbüros
  • Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus
  • Naturschutz- und staatlichen Umweltbehörden
  • Grünflächen- und Stadtplanungsämtern sowie Planungsverbänden
  • Institutionen im Umwelt- und Naturschutzbereich
  • Verbänden und internationalen Organisationen

Vertiefung im Master-Studium

Das Bachelor-Studium befähigt dazu, Planungsaufgaben nach höchsten praktischen Standards zu lösen – die beste Voraussetzung für ein anschließendes Master-Studium. Im Master-Studiengang Landschaftsarchitektur (M.Sc.) vertiefen Studierende praxisorientiert und forschungsbasiert ihre Kenntnisse, wahlweise in den Bereichen Landschaftsentwicklung oder Freiraumentwicklung. Das interdisziplinär angelegte Studium Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (M.Eng.) orientiert sich am Wandel urbaner Räume und den daraus resultierenden Gestaltungsaufgaben.

Die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Geisenheim, Sommersemester 2017 © Hochschule Geisenheim / Winfried Schönbach
Zehn gute Gründe, Landschaftsarchitektur in Geisenheim zu studieren
  1. Als Hybrid zwischen Universität und Fachhochschule bündeln wir die Stärken beider Ausbildungssysteme: Die Befähigung zur Entwicklung zeitgemäßer, konzeptionell und gestalterisch anspruchsvoller Entwürfe und Planungen verbinden wir mit praxisnahen, die Ausführungsplanung, Bauleitung und das Projektmanagement einschließenden Lehrinhalten. Unsere Absolventinnen und Absolventen sind damit fit in allen Aufgabenfeldern der Landschaftsarchitektur, der Freiraum- und Landschaftsplanung.
  2. Die Entwicklung ästhetisch-räumlicher Gestaltungskompetenz ist uns nicht genug: Landschaftsarchitektur muss auch sozial sensibel und gesellschaftlich verantwortungsvoll sein und sie muss Antworten auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit geben.
  3. Studierende in Geisenheim eignen sich profunde Pflanzenkenntnisse an. Diese befähigen sie zur Planung langlebiger, sinnlich ansprechender und atmosphärisch wirkungsvoller Pflanzungen und somit zur Beherrschung eines zentralen Gestaltungsmittels in der Landschaftsarchitektur.
  4. Kulturlandschaften verändern sich heute schnell und tiefgreifend. An der Hochschule Geisenheim University sind neben der Landschaftsarchitektur auch der Weinbau und der urbane Gartenbau vertreten. Eine Zusammenarbeit dieser unterschiedlichen Akteure und die Bündelung ihrer Kompetenzen prädestiniert den Standort Geisenheim für die erfolgreiche Erarbeitung von Konzepten zur nachhaltigen Entwicklung von Kulturlandschaften.
  5. Das Studium in Geisenheim zielt auf eine Ausgewogenheit zwischen Theorie und Praxis. Als Planungsdisziplin vermitteln wir Handlungswissen. Notwendig für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit ist jedoch auch Hintergrund- und Reflexionswissen. Wir ermutigen zu kritischem Denken. Theorie bleibt bei uns nicht „trocken“: durch ihre Vermittlung in engem Zusammenhang mit planerischen Aufgaben kann ihr Mehrwert direkt erfahren werden.
  6. Wir befähigen unsere Absolventinnen und Absolventen zum wissenschaftlichen Arbeiten und eröffnen ihnen die Möglichkeit zur anschließenden Promotion.
  7. Eine familiäre Atmosphäre, kleine Gruppengrößen und der enge Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglichen das Eingehen auf individuelle Interessen und Lernniveaus. Engagierte Professorinnen und Professoren mit unterschiedlichen disziplinären Hintergründen – neben Landschaftsarchitekten gehören auch Geografen, Biologinnen und Bauingenieure zu unserem Team – sind jederzeit ansprechbar und bringen ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung in die Lehre ein.
  8. Die Landschaftsarchitektur in Geisenheim erlebt derzeit einen Generationenwechsel. Langjährige Erfahrung trifft auf neue Energie. Das Besondere unseres Status’ als „Hochschule neuen Typs" begreifen wir als Herausforderung und große Chance.
  9. Der Geisenheimer Campus zeugt von einer mehr als 150 Jahre alten Geschichte der Ausbildung in den Bereichen Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Weinbau. Die Landschaftsarchitektur residiert in der Villa Monrepos, einem neoklassizistischen Bau aus dem 19. Jahrhundert, der von einem Landschaftspark umgeben ist; dahinter fließt der Rhein.
  10. Das Städtchen Geisenheim mag nicht jeder kennen, doch seine Lage ist sehr besonders: Eng beieinander liegen hier die Dynamik der Metropolregion RheinMain, die gewachsene Kulturlandschaft des Rheingaus mit den Weinbergen sowie die ausgedehnten Wälder des Taunus. Nur wenige Kilometer von Geisenheim entfernt erstreckt sich die atemberaubende UNESCO-Welterbe-Landschaft „Oberes Mittelrheintal“.
Forschung im Bereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim

Werke der Landschaftsarchitektur begegnen uns, sobald wir das Haus verlassen

Nachhaltig realisiert und umgesetzt werden die Werke der Landschaftsarchitektur durch umfassende Kenntnisse in den Lehrgebieten Vegetationstechnik, Baubetrieb und Bautechnik im Landschaftsbau.

Lehr- und Forschungsgebiet "Vegetationstechnik":

Innerhalb des Lehr- und Forschungsgebiets "Vegetationstechnik im Landschaftsbau " nimmt die Begrünung bodenferner Standorte eine zentrale Rolle ein. Fragen zur Pflanzenverwendung, der Optimierung von Baustoffen, insbesondere von Substraten, Dränbaustoffen und wurzelfesten Abdichtungen, stehen dabei im Mittelpunkt. Zudem stehen Aspekte zur „Wasserretention von Dachbegrünungen“ und die „Entwicklung physikalischer Methoden zur Kennzeichnung von Substraten und deren Eigenschaften“ im Forschungsfokus.

Lehr- und Forschungsgebiet "Baubetrieb":

Praxisnah werden der Aufbau und die Organisation von ausführenden Unternehmen, die Kostenermittlung auf der Planungsebene und die Kalkulation im Wettbewerb gelehrt. Rechtliche und formale Instrumentarien zur Vergabe und Durchführung von Baumaßnahmen, Betriebswirtschaft und rechtlicher Rahmenbedingungen bilden die Grundlage auf der Führungskräfte den Bau, die Pflege und Unterhaltung von Außenanlagen verantworten.

Lehr- und Forschungsgebiet "Bautechnik":

Im Rahmen realistischer Objektplanungen werden die normativen Vorgaben und Bautechniken für den Bau von Wegen und Plätzen sowie eine intensive Baumaterialkunde vermittelt. Neben Flächenbefestigungen werden Massivbauweisen, wie Treppen- und Mauerbau, Skelettbauweisen und Sonderkonstruktionen wie Bewässerungsanlagen und Schwimmteiche praxisnah gelehrt. 

Wir schauen natürlich auch durch die "grüne Brille"

Das Institut für Landschaftsplanung und Naturschutz befasst sich mit den fachlichen und methodischen Grundlagen im Aufgabenbereich Naturschutz und Landschaftspflege. Im Mittelpunkt steht die Aufgabenwahrnehmung im Zuge der einschlägigen Planungsinstrumente wie der Landschaftsplanung, der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung und der Umweltprüfung, die Sicherung und Entwicklung von Schutzgebieten und das dafür maßgebliche Management in der Landschaftspflege und bei Landnutzungssystemen. Relevante Vorhaben befassen sich mit der passgenauen Anwendung der Instrumentarien und Managementaufgaben in der Praxis und die Weiterentwicklung der Planungsinstrumentarien und Methoden für die Administration. Ein bedeutender Aufgabensektor befasst sich mit Fragen zur Sicherung und Entwicklung der Kulturlandschaften und ihrer bedeutenden Bestandteile. Die Aufgaben zur Sicherung der biologischen Vielfalt und des Biotopverbundes, zum Wasserhaushalt und Gewässerentwicklung, Bodenschutz oder Maßgaben zur Berücksichtigung der Klimaanpassung in der räumlichen Planung bilden weitere wichtige Akzente.

Wir schaffen Raum für mehr Lebensqualität

Freiräume wie Parks, Plätze, Promenaden, historische Gärten und die Spiel- und Aufenthaltsbereiche im Wohnumfeld, aber auch überörtliche Freiraumsysteme und „Grüne Infrastrukturen“ wie Grüngürtel und Regionalparks sind wesentliche Faktoren für die Lebensqualität in urbanen Räumen. Dabei sind Freiräume heute so vielgestaltig und komplex wie nie zuvor: hinsichtlich ihrer Entstehungsprozesse, der involvierten Akteure, der Ansprüche unterschiedlicher Nutzergruppen und der soziokulturellen und ökonomischen Kontexte, in die sie eingebettet sind. Ebenso vielfältig sind die Gestaltungsstile der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur.

Gesellschaftliche Veränderungen wie der ökonomische Strukturwandel, die Alterung der Gesellschaft, Multikulturalisierung und Migration, die Individualisierung und die Ausdifferenzierung der Milieus und Lebensstile, das verstärkte Bedürfnis der Menschen nach Aneignung und Partizipation und nicht zuletzt der Klimawandel stellen die städtische Freiraumplanung gegenwärtig vor große Herausforderungen.

Das Institut für Freiraumentwicklung der Hochschule Geisenheim University befasst sich mit diesen Themen mit besonderem Fokus auf die soziale Nachhaltigkeit und die Leistungsfähigkeit von städtischen Freiräumen als öffentlichen Räumen. Dies umfasst auch Gender- und Altersaspekte. Ebenso gilt unser verstärktes Interesse den Einsatzmöglichkeiten der Pflanze. Die Forschung des Instituts ist anwendungsbezogen und dient der Qualifizierung der Praxis.