UMSB – Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (M.Eng.)

Nachhaltige Gestaltung urbaner Räume

In Kooperation mit der Hochschule RheinMain und der Frankfurt University of Applied Sciences bietet die Hochschule Geisenheim den 4-semestrigen Master-Studiengang Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (UMSB) an. Dieser stellt ein einzigartiges Angebot innerhalb der deutschen Hochschullandschaft dar. Er befähigt Studierende, den Wandel urbaner Räume wissenschaftlich fundiert und zukunftsfähig zu gestalten.

Das Angebot ist interdisziplinär: Umweltwissenschaftliches und planungsbezogenes Know-how aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Städtebau und Stadtplanung sowie Naturwissenschaften werden kombiniert mit Kenntnissen und Fähigkeiten aus den Verwaltungswissenschaften und dem Management.

Fakten, Fristen und Voraussetzungen auf einen Blick
Studienabschluss Master of Engineering (M.Eng.)
Regelstudienzeit 4 Semester
Studienbeginn Sommer- und Wintersemester
Zulassungsvoraussetzung B.Eng. Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Architektur oder vergleichbarer Abschluss mit der Note 2,0 und besser
Studienschwerpunkte Landschaftsarchitektur, Verkehr, Ressourcen, Stadtplanung, Wasserwirtschaft und Infrastruktur
Studienorte Geisenheim, Wiesbaden, Frankfurt am Main
Studienfachberatung Prof. Dr. Ilona Leyer
Bewerbung über die Hochschule RheinMain: die allgemeinen Bewerbungsfristen enden für den Studienbeginn im Wintersemester am 15.07. und für den Studienbeginn im Sommersemester am 15.01.
Ihr Ansprechpartner für die Studienberatung
Ilona Leyer
Prof. Dr. Ilona Leyer
Gebäude 1000
Raum 218
Tel. +49 6722 502 463
Ilona.Leyer(at)hs-gm.de Details
Studieninhalte

Das Studium gliedert sich in drei Semester mit Lehrveranstaltungen aus einem Pflicht- und einem Wahlpflichtbereich sowie das abschließende vierte Semester zur Anfertigung der Thesis. Umfang und Inhalte des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs hängen vom gewählten Studienschwerpunkt ab. Hier bestehen breite Wahlmöglichkeiten, die eine individuelle Studiengestaltung ermöglichen.
Der Studiengang bietet folgende Schwerpunkte:  

  1. Landschaftsarchitektur (L) mit den Modulen Stadtökologie, Anwendung umwelt- und naturschutzrelevanter Instrumentarien, ökologische Grundlagen der Freiraumplanung, Kulturlandschaftsentwicklung, Biodiversität und Naturschutz sowie einem Planungsprojekt in der Landschaftsarchitektur
  2. Stadtplanung (S) mit den Modulen Stadtbaugeschichte und Stadttheorie, Wohnungsbau und Siedlungsplanung, Stadtentwicklung und Quartiersplanung, Stadterneuerung und Stadtumbau, soziale und kulturelle Aspekte der Stadtentwicklung sowie dem Projekt Städtebauliches Entwerfen
  3. Verkehr (V) mit den Modulen Verkehr im Ballungsraum, Management von Verkehr und Mobilität sowie Verkehrsentwicklungsplanung
  4. Ressourcen (R) mit den Modulen Ressourcenwirtschaft, Energieversorgung und Kreislaufwirtschaft
  5. Wasserwirtschaft & Infrastruktur
  • mit den Modulen Wasserwirtschaft (W): Wasserwirtschaft, nachhaltige Siedlungswasserwirtschaft, wasserwirtschaftliche Modelle sowie Gewässerentwicklung zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie,
  • mit den Modulen Infrastruktur (I): Wasserversorgung und -entsorgung, Gefahrenabwehr im Ballungsraum sowie Immissionsschutz/Umweltrisiken.
Menschen sitzen auf und neben einem Steinelement in einem grünen Park. © Hochschule Geisenheim
Eine Gruppe Studierender steht vor einer Stellwand mit Plänen und erläutert diese. © Diether von Goddenthow

Im Pflichtbereich belegen Sie abhängig vom gewählten Schwerpunkt vier bis sechs Lehrmodule zum Management. Dort vertiefen Sie Ihr Wissen zu umweltbezogenen Rechtsgrundlagen und erwerben fachübergreifende Schlüsselkompetenzen. Das obligatorische interdisziplinäre Projekt befähigt Sie, disziplinübergreifend zu denken und zu arbeiten.

Alle Module werden einmal im Jahr angeboten. Sie können auch Module aus verschiedenen Schwerpunkten kombinieren; die Regelungen dazu finden sich im Modulhandbuch zum Studiengang.

Berufliche Perspektiven für Absolventinnen und Absolventen

Sie erwerben umfassende Kompetenzen, mit denen Sie die wesentlichen Aufgaben des Umweltmanagements, der Infrastruktur- sowie der Stadt- und Landschaftsplanung professionell bewältigen können. Wichtige Arbeitsfelder sind beispielsweise die Quartiers- und Stadtentwicklung, die Regionalplanung, der Naturschutz, Freiraumsicherung und Grünplanung, Wasserwirtschaft sowie das Ressourcen,- Mobilitäts- und Verkehrsmanagement.

Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs verfügen über ein breites ökonomisches und ökologisches Hintergrundwissen. Sie sind qualifiziert, Planungs- und Managementprojekte zu leiten. Stellen finden sie national und international im kommunalen, öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich, bei Institutionen, Planungs- und Ingenieurbüros, Entwicklungsgesellschaften, Verkehrsverbünden, Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der Energieversorgung und Abfallwirtschaft sowie in Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Eine Parkanlage mit einem Torbogen über einen Kiesweg. © Hochschule Geisenheim

Absolventinnen und Absolventen finden ihren Job in:

  • Städten und Gemeinden im Bereich Stadtplanung und Freuraumplanung
  • Planungbüros im Bereich Stadtplanung und Umweltplanungen, Landschaftsplanung
  • Ingenieurbüros im Bereich Consulting und Projektmanagement
  • Umweltbehörden
  • Institutionen und Verbänden im Umweltbereich

Der Abschluss Master of Engineering befähigt Absolventinnen und Absolventen zum Höheren Dienst in der Verwaltung und eröffnet ihnen den Weg zur Promotion. Studierende mit einem einschlägigen Bachelor-Abschluss gemäß der jeweiligen Kammergesetze sowie den Studienschwerpunkten Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung können später in die Architekten- und Stadtplanerkammer aufgenommen werden.

    Forschung im Bereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim

    Wir schauen natürlich auch durch die "grüne Brille"

    Das Institut für Landschaftsplanung und Naturschutz befasst sich mit den fachlichen und methodischen Grundlagen im Aufgabenbereich Naturschutz und Landschaftspflege. Im Mittelpunkt steht die Aufgabenwahrnehmung im Zuge der einschlägigen Planungsinstrumente wie der Landschaftsplanung, der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung und der Umweltprüfung, die Sicherung und Entwicklung von Schutzgebieten und das dafür maßgebliche Management in der Landschaftspflege und bei Landnutzungssystemen. Relevante Vorhaben befassen sich mit der passgenauen Anwendung der Instrumentarien und Managementaufgaben in der Praxis und die Weiterentwicklung der Planungsinstrumentarien und Methoden für die Administration. Ein bedeutender Aufgabensektor befasst sich mit Fragen zur Sicherung und Entwicklung der Kulturlandschaften und ihrer bedeutenden Bestandteile. Die Aufgaben zur Sicherung der biologischen Vielfalt und des Biotopverbundes, zum Wasserhaushalt und Gewässerentwicklung, Bodenschutz oder Maßgaben zur Berücksichtigung der Klimaanpassung in der räumlichen Planung bilden weitere wichtige Akzente.

    Wir schaffen Raum für mehr Lebensqualität

    Freiräume wie Parks, Plätze, Promenaden, historische Gärten und die Spiel- und Aufenthaltsbereiche im Wohnumfeld, aber auch überörtliche Freiraumsysteme und „Grüne Infrastrukturen“ wie Grüngürtel und Regionalparks sind wesentliche Faktoren für die Lebensqualität in urbanen Räumen. Dabei sind Freiräume heute so vielgestaltig und komplex wie nie zuvor: hinsichtlich ihrer Entstehungsprozesse, der involvierten Akteure, der Ansprüche unterschiedlicher Nutzergruppen und der soziokulturellen und ökonomischen Kontexte, in die sie eingebettet sind. Ebenso vielfältig sind die Gestaltungsstile der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur.

    Gesellschaftliche Veränderungen wie der ökonomische Strukturwandel, die Alterung der Gesellschaft, Multikulturalisierung und Migration, die Individualisierung und die Ausdifferenzierung der Milieus und Lebensstile, das verstärkte Bedürfnis der Menschen nach Aneignung und Partizipation und nicht zuletzt der Klimawandel stellen die städtische Freiraumplanung gegenwärtig vor große Herausforderungen.

    Das Institut für Freiraumentwicklung der Hochschule Geisenheim University befasst sich mit diesen Themen mit besonderem Fokus auf die soziale Nachhaltigkeit und die Leistungsfähigkeit von städtischen Freiräumen als öffentlichen Räumen. Dies umfasst auch Gender- und Altersaspekte. Ebenso gilt unser verstärktes Interesse den Einsatzmöglichkeiten der Pflanze. Die Forschung des Instituts ist anwendungsbezogen und dient der Qualifizierung der Praxis.