Professor Müller-Thurgau-Preis

Der Professor Müller-Thurgau-Preis

Der Professor Müller-Thurgau-Preis wird von der VEG-Geisenheim Alumni Association e.V. als Dank und Anerkennung an Persönlichkeiten verliehen, die sich in vielen Jahren um die Hessische Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst und Gartenbau (Ingenieurschule, Fachhochschule/Forschungsanstalt - heutige Hochschule Geisenheim University) in Geisenheim, insbesondere durch die Erhaltung und Förderung von Lehre oder Forschung bzw. um die Belange ihrer Studierenden außergewöhnlich verdient gemacht haben.

Dr. Hermann Müller - sein Leben und Wirken

"Der Botaniker, Biologe, Phytopatologe, Züchter und Lehrer Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Müller (Thurgau)  war erster Leiter der pflanzenphysiologischen Versuchsstation in Geisenheim. Er hat in dieser Zeit und während seiner späteren Tätigkeit als Gründer und Leiter der Eidgenössischen Versuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Wädenswil (Schweiz) menschliche Impulse gegeben und wissenschaftliche Leistungen vollbracht, die weit über seine Zeit hinauszeichnen. "

Kontakt

Präsident
Dipl-Ing. Robert Lönarz
VEG-Geisenheim Alumni Associtaion e.V.
- Geschäftsstelle -
Von-Lade-Str.1
65366 Geisenheim 
praesident(at)geisenheimer.de

Preisträger

Paul Meuer (2017)
ehem. Vorstandsvorsitzender Rheingauer Volksbank eG

"GEISENHEIM - Mit dem Müller-Thurgau-Preis hat die Alumni-Vereinigung der Hochschule Geisenheim Paul Meuer im Rahmen von Open Campus ausgezeichnet. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Rheingauer Volksbank habe als „Bindeglied zwischen der wissenschaftlichen Einrichtung und den Winzern vor Ort“ agiert, so die Hochschule. Zudem hat Meuer den Rheingauer-Volksbank-Preis für Bachelor-Arbeiten aus dem Fach Weinbau und Oenologie ins Leben gerufen.

Der erste, der in einem Müller-Thurgau-Weg wohnt

Seit 1972 zeichnet die Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG) Persönlichkeiten mit dem Professor-Müller-Thurgau-Preis aus, die sich um die Hochschule besonders verdient gemacht haben. Der 28. Preisträger ist der erste, der in einem Müller-Thurgau-Weg wohnt und nicht aus der Branche kommt: Diplom-Bankbetriebswirt Paul Meuer. Von 2007 bis zu seinem Ruhestand im Sommer 2017 leitete er die Rheingauer Volksbank als Vorstandsvorsitzender. Preisurkunde und Kristallkaraffe übergab ihm VEG-Präsident Robert Lönarz bei der Jahreshauptversammlung im Müller-Thurgau-Haus auf dem Campus. Zuvor würdigte Klaus Schaller, ehemaliger Direktor der Forschungsanstalt, Meuers Verdienste.

Im Haus des Professors Hermann Müller-Thurgau, der in Geisenheim 1882 die nach ihm benannte Rebe züchtete und mit dem Ausbau der kaiserlichen Lehranstalt das Fundament der Hochschule legte, betonte Professor Schaller die gute Wahl der VEG. 1952 in Rüdesheim geboren, schloss Paul Meuer 1974 die Ausbildung zum Bankkaufmann nach dem Abitur in Geisenheim und Wehrdienst in Lorch „exzellent“ ab. Vor und nach dem Studium übernahm er im Wechsel bei der Wiesbadener und Rheingauer Volksbank verantwortungsvolle Funktionen. Dabei habe Meuer die Hochschule vielfältig gefördert, an der zuvor „das Interesse der Bankenwelt nie hoch“ war, sagte Schaller. Der „Wahrer der Region und Identität“ habe erst Forschung und Lehre gefördert, indem er „unprätenziös in Geldangelegenheiten“ beriet und sich dann „mutig“ mit dem „Bankenableger Winzerbedarf“ für den regionalen Handel eingesetzt habe. Zudem habe er den seit 2007 verliehenen und mit 1000 Euro dotierten Preis der Rheingauer Volksbank für herausragend Abschlussarbeiten der Studenten initiiert. Schaller erklärte an Beispielen, wie sie die Weinbau-Praxis von der Züchtung bis zur Betriebsplanung vorantreiben. Der Preis zwinge Dozenten, bei der Sichtung der Arbeiten „Schätze zu heben“ und öffne den ausgezeichneten Absolventen international Türen. Schaller dankte Meuer, wie er über den Ruhestand hinaus den Preis garantierte: „Die Volksbank hat zugesichert, dass er dauerhaft im Spendenportfolio verankert bleibt.“ Schallers und Lönarz’ Lob gab Meuer zurück.

„Den Preis haben wir ja zusammen initiiert“, sagte Meuer und betonte: „Die Hochschule trägt den Namen Rheingau in die ganze Welt.“ Die Leistung in Forschung und Lehre sorge für „herausragende Ergebnisse in der Praxis“. Davon profitierte wiederum nicht nur, aber vor allem der Wein, „von dem unsere Region maßgeblich lebt“, erklärte Meuer die Wechselbeziehung. Er dankte umgekehrt für die „gute, angenehme und intensive Zusammenarbeit“ mit der Hochschule. Den Preis nehme er „stellvertretend für unsere vielen Mitarbeiter an“.Auszug aus Wiesbadener Kurier, 5.9.2017 von Christine Dressler
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/geisenheim/paul-meuer-von-geisenheimer-alumni-mit-mueller-thurgau-preis-ausgezeichnet_18157440.htm