Andreas Kurth

Prof. Dr. Andreas Kurth

Funktion: Stellvertretende Institutsleitung
Organisationseinheit(en):Institut für Wein- und GetränkewirtschaftProfessur für Business Operation
Kontaktdaten:
Tel.: +49 6722 502 491
E-Mail: Andreas.Kurth(at)hs-gm.de
Postanschrift:Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Besucheranschrift: Gebäude 5800
Raum E5
Kreuzweg 25
65366 Geisenheim
Vita

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Promotion im Bereich Finance an der Justus-Liebig-Universität Gießen war Andreas Kurth insgesamt rd. 10 Jahre in der Praxis tätig, u.a. für die Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Er unterstützte und beriet dabei zahlreiche Unternehmen, u.a. bei der Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen, bei der Bewertungen und Bilanzierung von Vermögenswerten und Unternehmensteilen, bei Projekt- und Unternehmensfinanzierungen, bei verschiedenen steuerlichen Fragestellungen sowie bei der Erstellung und Plausibilisierung von Businessplänen. Seit Januar 2015 ist Andreas Kurth ordentlicher Professor an der Hochschule Geisenheim University. Er ist zudem bestellter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und damit Mitglied der Wirtschaftsprüfer- und der Steuerberaterkammer. Zudem ist er Mitglied der American Association of Wine Economics (AAWE) sowie beim Forschungsring des Deutschen Weinbaus (FDW).

Publikationen
Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.04.2024
Projektende: 31.03.2027
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Agri-Photovoltaik (PV) Systeme sind eine innovative Lösung, landwirtschaftliche Flächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Energieerzeugung nutzt. Besonders im Weinbau, wo Land knapp und Wetterrisiken hoch sind, gewinnen sie an Bedeutung. Diese Systeme erhöhen die Flächenproduktivität, indem sie zusätzlich zur Traubenproduktion auch Strom erzeugen, der entweder vor Ort genutzt oder ins Netz eingespeist werden kann. Zudem bieten sie Schutz für Trauben vor Wetterextremen wie Hagel und Sonnenbrand. Basierend auf dem Viti-PV System der Hochschule Geisenheim University zielt das CANOPY Projekt darauf ab, die Wirtschaftlichkeit von Agri-PV Systemen im Weinbau genauer zu untersuchen. Dabei werden nicht nur direkte Kosten betrachtet, sondern auch die indirekten Umweltkosten einbezogen. Durch eine umfassende Kostenbewertung können ökonomische und ökologische Aspekte optimiert und potenzielle Trade-Offs zwischen ihnen identifiziert werden. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen nicht nur helfen, die Implementierung von Viti-PV Systemen zu verbessern, sondern auch Winzer und andere Interessengruppen informieren und ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Sie tragen somit zur Förderung nachhaltiger Praktiken im Weinbau bei.

Projektanfang: 28.02.2020
Projektende: 27.02.2025
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Im Experimentierfeld DIWAKOPTER werden Möglichkeiten der Digitalisierung im Weinbau und Ackerbau unter Nutzung von Multikoptern, vernetzter Sensorik und satellitengestützter Kommunikationskanäle untersucht. Ziele sind die Einführung einer auf geostationären Satelliten basierenden Kommunikationsinfrastruktur und die Einführung der Technik des „Drone-Tracking“ bei Multikopternutzung zur Gewährleistung des autonomen Fluges und der Absicherung anderer Luftverkehrsteilnehmer. Außerdem soll neue Sensorik und Aktorik zur bedarfsorientierten, luftgestützten Applikation von Fungiziden mittels Sprühdrohnen genutzt werden. Ein weiteres Ziel ist die Einführung und wissenschaftliche Untersuchung neuer Verfahren zur bedarfsgerechten, sensorgestützten Nährstoffversorgung aus der Luft unter Berücksichtigung des Pflanzenbedarfs, der Wasserverfügbarkeit sowie der DüngeVO-Obergrenzen. Es soll ein direkter automatisierter Transfer der Sensordaten zum Anwender erfolgen und Produktinformationen sollen für die Konsumenten bereitgestellt werden. Es sollen die Wirtschaftlichkeit der Verfahren, die Investitionsbereitschaft der Anwender und das Interesse der Verbraucher an digital bereitgestellten Informationen zum Produktionsprozess untersucht werden.

Projektanfang: 01.01.2018
Projektende: 31.12.2019
Förderer: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Die historische wirtschaftliche Vorrangstellung der Steillagen ist hauptsächlich durch drei Entwicklungen verloren gegangen. Die Klimaerwärmung hat ermöglicht, dass auch in flacheren Weinbergen eine optimale Traubenreife erreicht werden kann. Im Gegensatz dazu resultiert die geringere Wasserspeicherkapazität der Steillagen sowie der höhere Energieeintrag dieser Flächen dazu, dass sich das Wassermangelstressrisiko deutlich erhöht und zusätzliche Kosten durch Tröpfchenbewässerungsanlagen sowie durch die Bewässerung an sich entstehen.

Vorträge