Baustart an der Hochschule Geisenheim: Erste Maßnahmen zum Jahreswechsel

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Baustart an der Hochschule Geisenheim: Erste Maßnahmen zum Jahreswechsel

Lageplan des geplanten Hörsaalgebäudes und des Logistikgebäudes.

Mit dem Bau von vier neuen Gebäuden stärkt die Hochschule Geisenheim ihre Position als zukunftsfähiger, innovativer Lehr- und Forschungsstandort. Anlässlich der Einleitung der Maßnahmen informierte sie Ende September 2020 die Anwohnerinnen und Anwohner über die bauliche Campus-Entwicklung.

Eine moderne und zukunftsweisende Struktur für alle Hochschulstandorte: Das hat das Land Hessen 2007 als übergeordnetes Ziel formuliert. Die Hochschule Geisenheim erreicht nun, unterstützt vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Bauherr, einen Meilenstein auf dem Weg dahin. Zum Jahreswechsel werden die Baumaßnahmen für vier neue Gebäude auf dem Campus eingeleitet.

„Unsere Institution hat seit ihrer Gründung als eigenständige Hochschule im Jahr 2013 eine sehr positive Entwicklung genommen. Heute lernen, forschen und arbeiten fast 1.800 Studierende und über 500 Mitarbeitende auf unserem grünen Campus. Mit dem Bau eines neuen Hörsaalgebäudes, eines Getränketechnologischen Zentrums sowie den Neubauten für unsere jüngsten Studiengänge Lebensmittellogistik und -management und Lebensmittelsicherheit bilden wir diese Entwicklung nun auch baulich ab“, so Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim.

Er ergänzt: „Die erfolgreiche Durchführung der Bauvorhaben trägt, dank der engen Vernetzung von Lehre und Forschung mit der Praxis, darüber hinaus zur positiven Entwicklung der gesamten Region bei. Wir selbst profilieren uns als attraktiver Arbeitgeber und innovativer Studienstandort. Ich freue mich insbesondere, dass wir Studierenden neben einer weiterhin sehr guten Betreuungsrelation in Zukunft eine noch bessere Ausstattung bieten können, die uns hilft, sie zu Fach- und Führungskräften auszubilden und die Branchen so nachhaltig zu stärken.“

Auftakt für die Baumaßnahmen bilden ab November 2020 Infrastrukturmaßnahmen und die Baufeldfreimachung. Im März folgt der Spatenstich für das Praktikumsgebäude Lebensmittelsicherheit, der Hochbau der weiteren Gebäude startet im Jahresverlauf. Welche Auswirkungen die ersten Maßnahmen auf die Bürgerinnen und Bürger haben, erläuterte der Hochschulpräsident gemeinsam mit Architekt Uwe Pohlmann von der Hochschule Geisenheim sowie Vertreterinnen und Vertretern des LBIH und der Hochschulstadt Geisenheim am 29. September 2020 in einer Anwohnerversammlung.

So macht die Verlegung der Trafostation vom östlichen Teil des Campus‘ zum Zentralen Instituts- und Laborgebäude eine einspurige Sperrung der Von-Lade-Straße südlich der Falterstraße im Zeitraum von Ende November bis voraussichtlich Mitte Dezember nötig; zunächst in Fahrtrichtung Marienthal und im zweiten Abschnitt Richtung Stadtmitte. Um den Verkehrsfluss zu gewährleisten, wird während der vier Wochen eine temporäre Ampelanlage installiert.

Das neue Jahr beginnt mit den Abbrucharbeiten der alten Schlosserei und des ehemaligen Chemielabors entlang der Falterstraße. Um die Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen, wird zunächst eine Lärm- und Staubschutzwand aufgestellt. Dafür wird die Falterstraße bis zum Abschluss der Maßnahmen im Februar für Fahrzeuge voll gesperrt, der Bürgersteig bleibt offen. Im Zuge der Wiederherstellung des Straßenbelags im Anschluss an die Abbruchmaßnahmen wird die derzeitige Fahrbahnengstelle auf rund sechs Meter verbreitert.

Zur Vorbereitung der Baufeldfreimachung sperrt die Hochschule ab November 2020 den Parkplatz an der zentralen Verwaltung. Den Wegfall der 116 Stellplätze hat sie aber bereits kompensiert: Über den Sommer wurden an der Rüdesheimer Straße vor und gegenüber der Villa Monrepos 123 zusätzliche Stellplätze hergestellt. Mit dem Bau des neuen Parkplatzes Falterstraße westlich des Feldfrucht- und Außenlabor des Instituts für Obstbau mit 141 Stellplätzen kann die Hochschule bis 2023 so die gemäß Verkehrskonzept geforderte Anzahl an Stellplätzen bereitstellen.

Den Baumaßnahmen waren intensive Planungen über gut zehn Jahre vorausgegangen. 2016 hatte das Land einen städtebaulichen-freiraumplanerischen Wettbewerb durchgeführt, der unter anderem die enge Verzahnung mit der Hochschulstadt und dem Landschaftsraum in den Fokus rückte. 2017 folgte dann der Realisierungswettbewerb für die vier Gebäude. Die neue bauliche Infrastruktur ermöglicht es der Hochschule künftig, gesamtgesellschaftlich relevante Themen noch umfassender zu erforschen und über Lehre und Weiterbildung in die Praxis zu tragen.

„Bei aller Vorfreude über die künftigen Möglichkeiten, sind wir uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern tragen. Es ist uns ein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger stets transparent über anstehende Maßnahmen zu informieren, damit wir die Herausforderungen, die dieses Großprojekt mit sich bringt, gemeinsam mit ihnen erfolgreich bewältigen können“, betont Schultz.

Kategorien: Campus (er)leben, G-Plant, Bauliche Entwicklung, Nachrichten