PlanG - Das Hochschulmagazin

PlanG - unser Hochschulmagazin (4x im Jahr)

PlanG ist unser Hochschulmagazin und erscheint viermal im Jahr. Als Mitgled der VEG-Geisenheim Alumni Association oder als Einzel- oder Jahresabo (Schutzgebühr 7,50€ pro Ausgabe) wird es Ihnen vierteljährlich bequem nach Hause zugesandt. 

PlanG 04-2017

PlanG 4-2017 Titelfoto
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Liebe Leserinnen und Leser,

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“, so die viel zitierten Worte von Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der USA. Das Zitat hat keineswegs an Aktualität verloren, im Gegenteil: Bildung und Wissen gelten im Informationszeitalter als wichtigstes Kapital. Der Erwerb und die fortwährende Aktualisierung von Wissen sind für unsere Studierenden bedeutsam, die ihre Ressourcen in Form von Geld, Zeit und persönlichem Einsatz in ihre akademische Ausbildung investieren. In diesem Wintersemester haben mit 423 Studienanfängern mehr als je zuvor ein Studium an der Hochschule Geisenheim aufgenommen. Sie alle legen hier den Grundstein für ihre berufliche Karriere. Über den gesamten Berufslebenszyklus hinweg werden sie immer wieder neue Impulse erhalten, die sie dazu motivieren, ihr Wissen fortwährend zu erweitern und so – hoffentlich – mit der Hochschule Geisenheim verbunden zu bleiben. Doch auch die Hochschule ihrerseits muss mehr als bisher in ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Lehre und Verwaltung investieren; nicht zuletzt deshalb, weil Personalentwicklungskonzepte zur Erreichung der strategischen Ziele von hoher Relevanz sind. Für eine ganzheitliche und nachhaltige Personalentwicklung, die auch Querschnittsthemen wie Gesundheit, Diversity, Dual Carreers oder Familienfreundlichkeit umfasst, werden wir die erforderlichen Ressourcen und förderliche Rahmenbedingungen an der Hochschule kurzfristig erweitern. Bei der Personalentwicklung im Verwaltungsbereich geht es vorwiegend um die Gestaltung von Veränderungsprozessen: Relevant sind der Aufbau von Kompetenzen zur Bewältigung neuer Aufgaben, der Umgang mit gestiegener Komplexität und die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses im Hinblick auf die Übernahme von mehr Eigenverantwortung. Aktuell steht die Förderung englischer Sprach- sowie interkultureller Kompetenzen im Fokus der Aktivitäten. Wir als Präsidium sind aber auch gefordert, dem Bereich Lehre im Aufgabenspektrum von Professorinnen und Professoren – die ihre Reputation fast ausschließlich über die Forschung erwerben – adäquat Rechnung zu tragen. Der Wissenschaftsrat fordert in seinem 2017 erschienenen Positionspapier „Strategien für die Hochschullehre“ aus meiner Sicht zu recht, dass in einer Leistungsbeurteilung die Lehrleistung möglichst gleichrangig mit der Forschungsleistung betrachtet werden sollte. Vor diesem Hintergrund muss Personalentwicklung auch Handlungsfelder eröffnen, die dem Erwerb von Kompetenzen für eine nachhaltige Stärkung der Qualität der Lehre dienen. Die Hochschule ist gefragt, unterschiedliche Karrierewege und Qualifizierungsstrategien mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen in den Blick zu nehmen und dabei auch der in zunehmendem Maße interdisziplinären und internationalen Vernetzung von Forschung und Lehre Rechnung zu tragen. Sie wird deshalb für einen kontinuierlichen Ausbau an internen Weiterbildungsangeboten in diesem wie auch in anderen Bereichen sorgen. Dabei finden Führungsthemen genauso wie spezielle fachliche Qualifikationsangebote entsprechende Berücksichtigung – und von all dem profitieren wiederum unsere Studierenden. Nach diesem kleinen Einblick in die internen Entwicklungen am Campus Geisenheim möchte ich Ihr Interesse nun auf die vorliegende Ausgabe von PlanG lenken. Mit den vielfältigen Beiträgen rund um die Hochschule möchten wir wieder lebendige Ausschnitte dessen vermitteln, was hier am Standort passiert und was uns in den Bereichen Forschung, Lehre und Praxis bewegt.

Eine interessante Lektüre und eine frohe Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen

Dipl.-Ing. Marion Waldeck, MBA
Kanzlerin

 

Redaktion

Tina Kissinger
Tina Kissinger, B.Sc.
Gebäude 5901
Raum 2
Tel. +49 6722 502 624
Tina.Kissinger(at)hs-gm.de Details
Alina-Louise Kramer
Alina-Louise Kramer, M.A.
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Robert Lönarz
Dipl.-Ing. (FH) Robert Lönarz
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Heftarchiv Jahrgang 2017

PlanG 04-2017
PlanG 4-2017 Titelfoto
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Liebe Leserinnen und Leser,

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“, so die viel zitierten Worte von Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der USA. Das Zitat hat keineswegs an Aktualität verloren, im Gegenteil: Bildung und Wissen gelten im Informationszeitalter als wichtigstes Kapital. Der Erwerb und die fortwährende Aktualisierung von Wissen sind für unsere Studierenden bedeutsam, die ihre Ressourcen in Form von Geld, Zeit und persönlichem Einsatz in ihre akademische Ausbildung investieren. In diesem Wintersemester haben mit 423 Studienanfängern mehr als je zuvor ein Studium an der Hochschule Geisenheim aufgenommen. Sie alle legen hier den Grundstein für ihre berufliche Karriere. Über den gesamten Berufslebenszyklus hinweg werden sie immer wieder neue Impulse erhalten, die sie dazu motivieren, ihr Wissen fortwährend zu erweitern und so – hoffentlich – mit der Hochschule Geisenheim verbunden zu bleiben. Doch auch die Hochschule ihrerseits muss mehr als bisher in ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Lehre und Verwaltung investieren; nicht zuletzt deshalb, weil Personalentwicklungskonzepte zur Erreichung der strategischen Ziele von hoher Relevanz sind. Für eine ganzheitliche und nachhaltige Personalentwicklung, die auch Querschnittsthemen wie Gesundheit, Diversity, Dual Carreers oder Familienfreundlichkeit umfasst, werden wir die erforderlichen Ressourcen und förderliche Rahmenbedingungen an der Hochschule kurzfristig erweitern. Bei der Personalentwicklung im Verwaltungsbereich geht es vorwiegend um die Gestaltung von Veränderungsprozessen: Relevant sind der Aufbau von Kompetenzen zur Bewältigung neuer Aufgaben, der Umgang mit gestiegener Komplexität und die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses im Hinblick auf die Übernahme von mehr Eigenverantwortung. Aktuell steht die Förderung englischer Sprach- sowie interkultureller Kompetenzen im Fokus der Aktivitäten. Wir als Präsidium sind aber auch gefordert, dem Bereich Lehre im Aufgabenspektrum von Professorinnen und Professoren – die ihre Reputation fast ausschließlich über die Forschung erwerben – adäquat Rechnung zu tragen. Der Wissenschaftsrat fordert in seinem 2017 erschienenen Positionspapier „Strategien für die Hochschullehre“ aus meiner Sicht zu recht, dass in einer Leistungsbeurteilung die Lehrleistung möglichst gleichrangig mit der Forschungsleistung betrachtet werden sollte. Vor diesem Hintergrund muss Personalentwicklung auch Handlungsfelder eröffnen, die dem Erwerb von Kompetenzen für eine nachhaltige Stärkung der Qualität der Lehre dienen. Die Hochschule ist gefragt, unterschiedliche Karrierewege und Qualifizierungsstrategien mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen in den Blick zu nehmen und dabei auch der in zunehmendem Maße interdisziplinären und internationalen Vernetzung von Forschung und Lehre Rechnung zu tragen. Sie wird deshalb für einen kontinuierlichen Ausbau an internen Weiterbildungsangeboten in diesem wie auch in anderen Bereichen sorgen. Dabei finden Führungsthemen genauso wie spezielle fachliche Qualifikationsangebote entsprechende Berücksichtigung – und von all dem profitieren wiederum unsere Studierenden. Nach diesem kleinen Einblick in die internen Entwicklungen am Campus Geisenheim möchte ich Ihr Interesse nun auf die vorliegende Ausgabe von PlanG lenken. Mit den vielfältigen Beiträgen rund um die Hochschule möchten wir wieder lebendige Ausschnitte dessen vermitteln, was hier am Standort passiert und was uns in den Bereichen Forschung, Lehre und Praxis bewegt.

Eine interessante Lektüre und eine frohe Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen

Dipl.-Ing. Marion Waldeck, MBA
Kanzlerin

 

PlanG 03-2017
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Liebe Leserinnen und Leser,
wer die letzten Ausgaben von PlanG verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, wie sich die Themenvielfalt am Standort Geisenheim entwickelt hat. Und diese Entwicklung zur Vor- stellung eines breiten Spektrums von allgemeinen Hoch- schulthemen, vielfältigen Informationen zu Lehre und Studi- um, innovativen Projekten aus Forschung und Entwicklung, aktuellen Inhalten der Weiterbildung, neuen Personalien und Wissenswertem rund um den Campus setzt sich in dieser Ausgabe fort.

Im fünften Jahr nach Hochschulgründung und großen An- strengungen, neue Studiengänge zu etablieren – etwa durch die Rekrutierung neuer Professorinnen und Professoren für die Studiengänge „Logistik und Management Frischprodukte“ oder „Lebensmittelsicherheit“ –, alte Studiengänge und das gesamte Studienumfeld attraktiver zu machen, zeigen sich verstärkt neue Ideen in Forschung und Entwicklung sowie den Netzwerken zu den Themen des Standorts Geisenheim. Als ein Beispiel sei der neue LOEWE-Forschungsschwerpunkt AROMAplus genannt, der in einem wettbewerblichen Verfah- ren für den Standort eingeworben wurde und mit 4,4 Millionen Euro dotiert ist. Ziel ist die Erarbeitung neuer Kenntnisse und Wege zur Gewinnung von Aroma- und funktionalen Inhalts- stoffen aus Reben und Obst durch Mikroorganismen wie Hefe und Pilze. Viele andere zukunftsweisende und praxisrelevan- te Forschungsprojekte werden ebenfalls in diesem Heft be- schrieben.
 
Auch nimmt der Bereich Internationalisierung in vielen Gebie- ten an Wichtigkeit und Umfang zu. Die Etablierung des Deutsch-Französischen Doktorandenkollegs mit der Universi- tät Bordeaux unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule – das erste Kolleg im Bereich der allgemeinen Agrarwissenschaften überhaupt, hier mit Schwerpunkt Wein – ist dafür ebenso Beispiel wie die Ausweitung von Forschungs- themen im Gartenbau auf Problemstellungen in Afrika.

Gleichzeitig versuchen alle Fachgebiete, die Kontakte in die Branchen, zu den Schulen und zur Region zu stärken und ihr „Wissen“ zur Verfügung zu stellen. Beispielhaft sei hier die  Entwicklung von Lehrmaterial zum Ökosystem Weinberg für den Biologieunterricht an Gymnasien in Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Universität Mainz genannt,  der
2.    Geisenheimer Fallstudientag in der Ökonomie, der selbst- erfahrbare Lehrpfad „Baukonstruktionen in der Landschafts- architektur“ oder das von Masterstudierenden entwickelte Konzept für die Freiflächen des St. Vincenzstift, einer Ein- richtung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung oder Lernbehinderung.

Kurz: Sie können sich auf vielfältige Beiträge in dieser Ausgabe freuen.

Prof. Dr. Hans R. Schultz
Präsident der Hochschule Geisenheim

PlanG 02-2017
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DIE WELT VERÄNDERT SICH!

Liebe Alumni,
liebe Leserinnen und Leser,

„Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen!”, sprach vor mehr als zweitausend Jahren Hannibal Barkas, ein karthagischer Stratege, der als einer der größten Feldherren der Antike gilt. Seine Erfolge gründeten auf seinem Vertrauen in die eigene Leistungsstärke und die seines Heeres, verbun- den mit strategischer Weitsicht, Zielstrebigkeit und dem Mut, neue Ideen auch gegen Widerstände durchzusetzen.

Altbekannte Wege zu begehen, ist sicherlich weitaus beque- mer als neue Wege „spuren“ zu müssen und Menschen zu überzeugen, diesen mit einem guten Gefühl zu folgen. Die VEG

– Geisenheim Alumni Association e. V. als 1894 gegründeter Alumni-Verband hat in den vergangenen 123 Jahren mit den verschiedenen Institutionen auf dem Campus immer wieder neue Wege in Geisenheim gestalten können. Viele Jahrzehnte lang war der Begriff „Geisenheimer“, der besonders uns Alum- ni mit sehr vielen Erinnerungen und Stolz erfüllt, auf der gan- zen Welt eine Qualitätsmarke; zumindest dort wo Reben und Obstbäume gepflanzt werden können. Geisenheimer Profes- soren, Absolventinnen und Absolventen waren in Zeiten, in denen Reisen noch größere Abenteuer waren, bereits global unterwegs und haben den hervorragenden Ruf der „Geisen- heimer“ begründet. In vielen Erzählungen älterer Alumni kann man dies eindrucksvoll erleben, wenn man ihnen zuhört. „Ein Geisenheimer im Betrieb und alle Probleme sind gelöst!“, klingt aus einer Erzählung noch in meinem Ohr nach.

Wir wollen, dass damit auch die Gegenwart einfach und deut- lich beschrieben werden kann. Doch das ist eine große Her- ausforderung: Die moderne Welt hat einen neuen Rhythmus aufgenommen, der sehr viel schneller, komplexer, aggressiver und unruhiger ist. Die immer noch sehr junge Hochschule Gei- senheim und auch wir als Alumni-Verband sind deshalb – ganz wie Hannibal – nachdrücklich gefordert, neue Wege zu finden. Wir müssen Antworten finden auf die Fragen unserer Zeit, die

täglich unberechenbarer erscheint. Wir müssen als zielstrebi- ge und bodenständige Menschen, als die wir „Geisenheimer“ uns verstehen, durch gute internationale Forschung und Lehre mit höchstmöglichem Praxisbezug daran arbeiten, die Zu- kunft für uns alle zu sichern. Der Anspruch, Antworten auf of- fene Fragen zu finden – sei in der nachhaltigen Landschafts- entwicklung, der Wahrung von biologischer Vielfalt und Ge- nuss, der Verbesserung von Ernährung und Getränken oder mit Blick auf sich wandelnde Klimaverhältnisse – ist für viele Studierende, Forscherinnen und Forscher eine große Motivati- on, nach Geisenheim kommen.

„Deine Zukunft in der Welt von Morgen“ ist ein Satz, der einen neuen Weg in Geisenheim beschreiben möchte. Die Hoch- schule Geisenheim ist ein besonderer Ort. Im neuen Imagefilm heißt es „Es gibt hier die unterschiedlichsten Menschen in ver- schiedensten Bereichen, aber alle interessieren sich für Natur, Wissenschaft, Technik und Genuss.“ Diese Darstellung be- schreibt eine einmalige Internationalität und Diversität, die die neue Geschichte Geisenheims schreiben kann. Wir als Alum- ni-Verband unterstützen diese Entwicklung gerne weiterhin in einer unabhängigen aber engen Hochschulbeziehung – mit großem Vertrauen in die eigene Stärke, die der Hochschule, ihrer Studierenden und Mitarbeitenden. Mit dieser und weite- ren Ausgaben PlanG bleiben wir alle in lebhafter Verbindung. Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß und Freude beim Lesen die- ser Ausgabe!

Robert Lönarz
Präsident VEG – Geisenheim Alumni Association e.V

PlanG 01-2017
Titelfoto PlanG1-2017
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Liebe Leserinnen und Leser,
 

Kompetenzen für einen erfolgreichen Berufsweg! Die berufliche Zukunft unserer Studierenden liegt uns sehr am Herzen! So ist der Hochschulalltag geprägt von Aktivitäten, die das Studium weiter optimieren und die Studierenden noch besser auf das „Danach“ vorbereiten sollen. Dazu gehört die Bildung einer Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Lehre, große Anstrengungen zur weiteren Internationalisierung der Hochschule sowie ein intensiver Austausch über die notwendigen Kompetenzen, die Absolventinnen und Absolventen in den einzelnen Studiengängen einerseits für einen erfolgreichen Berufsstart, andererseits für die bestmögliche Gestaltung des beruflichen Werdegangs in der näheren und ferneren Zukunft benötigen. Das alles erfordert eine fundierte, zukunftsorientierte Ausbildung mit einer breiten Basis an theoretischen und praktischen Kenntnissen, die unsere Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzen, den vielfältigen Herausforderungen, zum Beispiel den veränderten klimatischen Bedingungen in der Produktion, erfolgreich begegnen zu können. Anstatt statische „Kochrezepte“ zu vermitteln, ist es uns wichtig, eine seriöse akademische Ausbildung anzubieten, die mit vielen praktischen Anteilen gekoppelt ist, anhand derer integrierte Konzepte veranschaulicht werden können. „Praxistauglich“, berufsqualifizierende Ausbildung, Wissenschaft – das ist kein Widerspruch in Geisenheim! Diese Schlagworte bleiben die Leitlinien der Ausbildung in unseren Studiengängen. Sie stehen nicht im Gegensatz zu unserem Anspruch, eine theoretisch fundierte Ausbildung anzubieten, die es nämlich ebenso erlaubt, wenn dieser Wunsch besteht, in einem weiteren Studium, einem Masterstudium, die bereits erworbenen Kenntnisse wissenschaftlich zu vertiefen. Auf der einen Seite war und ist dieser Spagat zwischen Praxis und Wissenschaft die große Herausforderung in Geisenheim. Auf der anderen Seite repräsentiert dieser Spagat das besondere Geisenheimer Lehrprofil – davon profitieren unsere Studierenden in besonderem Maße. Individuelle Lehrverpflichtungen von über einhundert Kolleginnen und Kollegen setzen dieses Profil tagtäglich im Lehrbetrieb um. Durch eine Vielzahl von Lehraufträgen an Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis wird das Lehrangebot ergänzt. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit kurzer Zeit ausschließlich damit beschäftigt, die Zufriedenheit der Studierenden mit unserem Studienangebot zu beleuchten und belastbare Grundlagen für Weiterentwicklungen aufzuzeigen. Ergänzt werden diese Arbeiten durch eine Befragung der Branchen, um parallel eine entsprechende Außensicht auf unser Angebot zu erhalten. Die Synthese aus beidem liefert uns die Basis für Weiterbildungsangebote, Fortbildungen, besondere Zertifikate sowie spezielle Studiengänge im Bereich der branchenspezifischen Erwachsenenbildung. Aktuell kommt in Geisenheim jeder siebte Studierende nicht aus Deutschland. Ein enorm steigender Anteil an Geisenheimer Studierenden nutzt die Studienzeit für einen Auslandsaufenthalt. Hierfür bietet das Angebot an Austauschprogrammen im europäischen und außereuropäischen Ausland eine Vielzahl an Möglichkeiten, die auch finanziell unterstützt werden können. Daher wurde das Portfolio an Sprachenunterricht deutlich erweitert. Auch diese Aspekte steigern die Berufsaussichten und verbessern die beruflichen Kompetenzen unserer Absolventinnen und Absolventen. Das „Kontinuum Hochschule“ ist also geprägt von einer permanenten Anpassung des Lehrangebotes, einer ständigen Evaluierung durch die Studierenden, einem kontinuierlichen Qualitätsmanagement der bestehenden Curricula. Die Hochschule Geisenheim ist mit 1.500 Studierenden eine kleine Hochschule, die den familiären Charakter tagtäglich bewusst lebt. Auf dieser beschriebenen Basis – begleitet von umfangreichen Baumaßnahmen am Campus – werden wir auch zukünftig die Vermittlung vielfältiger Kompetenzen, die zu einem erfolgreichen Berufsstart führen und langfristigen beruflichen Erfolg sichern, zu unserer Herzensangelegenheit machen!

Prof. Dr. Otmar Löhnertz
Vizepräsident Lehre