Green Office

Was ist das Green Office?

Nachhaltigkeit ist wichtig und es gibt etliche Leitprinzipien und theoretische Rahmen, die erklären, welche Ziele es zu erreichen gilt. Doch wie sieht die Umsetzung solcher großen Ideen aus? Ein besonders wichtiger Faktor, um Veränderung anzustoßen und weiterführen zu können, ist der Abbau von Ungleichheiten und damit das Ermöglichen von Mitbestimmung für alle.

Wir haben uns für den Weg des „Green Office“ entschieden. Hierbei handelt es sich um ein preisgekröntes, ursprünglich studentisches Modell der Universität Maastricht aus dem Jahr 2010.

Ziel ist es, eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Studierenden und Mitarbeitenden zu fördern, die Entwicklung und Durchführung von Nachhaltigkeitsprojekten zu unterstützen, eine bessere Vernetzung zwischen verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen herzustellen und Nachhaltigkeit in den Strukturen der Hochschule zu verfestigen.

An der Hochschule Geisenheim wird das Green Office durch die Leitung der Abteilung Strategische Hochschulentwicklung und Nachhaltigkeit (P1) koordiniert und vor allem von studentischen Hilfskräften belebt.

Auch wenn wir einen konkreten Raum an der Hochschule bewohnen, ist mit dem Green Office mehr ein Arbeitsansatz als ein „echtes“ Büro gemeint. Das Modell sieht vor, die Umstände und Bedürfnisse jeder einzelnen Hochschule zu analysieren und entsprechend anzupassen, so dass der Gedanke, der hinter dem Modell steht, an jeder Institution so gut wie möglich umgesetzt werden kann.

Was bedeutet das nun für die Hochschule Geisenheim? Auf dieser Webseite stellen wir alle unsere konkreten Ziele und Aufgaben, sowie erstellten Materialien und durchgeführten Projekte vor, die diese Frage am besten beantworten kann.

Unsere Ziele und Aufgaben

Aufgaben:

  • Wir schaffen ein Umfeld, in dem Beteiligung erwünscht und möglich ist.
  • Wir ermutigen neues und bestärken bestehendes Engagement.
  • Wir vermitteln zwischen Status- und Interessensgruppen und verknüpfen diese miteinander.
  • Wir liefern Anregungen, Ideen und Materialien fürnachhaltiges Handeln.
  • Wir führen Projekte durch, die u.A. als Startsignal für die Entwicklung weiterer Projekte dienen sollen.
  • Wir fördern und begleiten Zusammenarbeiten von verschiedenen Hochschulangehörigen für die Verwirklichung gemeinsamer Ziele.

Ziele:

  • Mitbestimmung und Beteiligung an hochschulweiten Entscheidungen bezüglich Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Bewusstsein für ganzheitliche Nachhaltigkeit schärfen.
  • Nachhaltigkeit in hochschulrelevanten Bereichen, wie Verwaltung, Lehre, Forschung und Betrieb, verankern.

Kontakt

Tabea Dietrich
Tabea Dietrich
Gebäude 5901
Raum 106
Tel. +49 6722 502 2082
Tabea.Dietrich(at)hs-gm.de Details

Machen Sie mit!

…denn alleine können wir nichts bewirken: DEINE Ideen, IHR Engagement, WIR zusammen – nur so wird unsere Hochschule ein gerechter, lebenswerter und nachhaltiger Ort!

Fehlt irgendwo barrierefreier Zugang zu Ressourcen? Gibt es etwas, was den Hochschulalltag besser machen würde? Gibt es eine Stelle, wo Ressourcen schlauer verteilt werden könnten? Möchten Sie etwas lernen oder eine Plattform erschaffen, wo sie Ihr Wissen mit anderen teilen können? Ob große oder kleine Angelegenheit, vage Idee oder konkrete Vorstellung – wir hören uns alle Vorschläge und Bedürfnisse an und versuchen mit gebündelten Kräften, so gut wie es geht, alle nachhaltigen Entwicklung und Projekte umzusetzen.

Dabei wollen wir Spiel und Spaß nicht vergessen, uns kreativ ausleben und vor allem untereinander kennenlernen. Gemeinsam können wir so viel bewirken!

Melden Sie sich gerne bei uns unter nachhaltigkeit[@]hs-gm.de!

Wir freuen uns auf Sie!

Materialien und Webseiten

Hier finden Sie auf einen Blick die von uns erstellten Materialien und Webseiten. Suchen Sie eine bestimmte, für den Hochschulalltag relevante Checkliste oder möchten Sie kurz nachschauen, ob wir uns schon mit einem bestimmten Thema auseinandergesetzt haben? Hier finden Sie die Antwort!

Projekte an der Hochschule

Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter nachhaltiger Projekte, die gerade an der Hochschule durchgeführt werden oder bereits umgesetzt wurden.  Vielleicht entdecken Sie eine Seite des Campus, die Sie zuvor nicht gekannt haben oder Sie lassen sich zu einer eigenen Initiative inspirieren? Wir freuen uns auf ihr Feedback!

Campus als Lebens- und Lernort für Nachhaltigkeit

Nachhaltige Campuskarte

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Campus auf allen Ebenen nachhaltiger zu gestalten, nachhaltige Projekte anzustoßen und zu fördern. Um die Hochschulangehörigen effizient und ansprechend über nachhaltige Forschungsprojekte, Initiativen und Gruppen an der Hochschule zu informieren, haben wir die nachhaltige Campuskarte entworfen. Zusätzlich dient sie der allgemeinen Orientierung und beinhaltet auch Informationen über z. B. Hörsäle, Bibliothek, Mensa und andere Einrichtungen der HGU. 

Die Karte wird in ausgedruckter Form in den Ersti-Tüten an neue Studierende ausgegeben und kann jeder Zeit von der HGU-Webseite heruntergeladen werden.

Freiluft-Arbeits- und Aufenthaltsräume

Der Campus als Visitenkarte der Hochschule hatte bisher wenige Aufenthaltsbereiche, die den schönen umgebenden Außenanlagen gerecht werden. Studierende beklagten zudem immer wieder fehlende Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten auch im Freien.

Ein Aufenthalts- und Arbeitsplatzangebot draußen in grüner Umgebung fördert das Wohlbefinden, die Konzentration und den Lernerfolg. Auch können gemeinschaftliche Pausen im Freien das Lehr- und Lernklima fördern.

Die neuen Sitzmöbel vor dem Mensagebäude und rund um das Alte Weinfass laden als kommunikative Sitzgruppen zum Austausch und Verweilen ein, während Arbeitsbereiche mit Bank-Tisch-Kombinationen den perfekten Platz für Besprechungen und Lunchpausen bieten.

Mit diesen Maßnahmen schaffen wir mehr Begegnungsorte und fördern so den Austausch zwischen Studierenden und Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Studiengängen und Arbeitsbereichen und ermöglichen das gemeinschaftliche Lernen auf dem Campus. 

Parallel zu den Freiluft-Arbeits- und Aufenthaltsbereichen wurden unter anderem im neuen Hörsaalgebäude, in der Bibliothek und im AStA-Gebäude verschiedene Studierendenräume für konzentriertes Arbeiten sowie für Vernetzung und Austausch geschaffen.

(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz
KORKampagne
(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz

Korken werden seit Jahrhunderten zum Verschließen von Flaschen verwendet. Sie sind ein nachwachsendes Naturprodukt, haben eine gute CO2-Bilanz und lassen sich problemlos recyceln. Jedoch werden immer häufiger Kunststoffkorken oder Schraubverschlüsse verwendet. Das bedroht nicht nur die Korkwirtschaft, sondern auch die Korkeichenwälder, die Kranichen als Überwinterungsquartier und einer Vielzahl anderer bedrohter Pflanzen und Tiere als Lebensraum dienen.

In unserer Korksammelstation können alle Flaschenverschlüsse aus Naturkork abgegeben werden. Damit unterstützen wir die KORKampagne des NABU.

Der NABU sammelt seit 1994 Korken und lässt diese zu Dämmgranulat verarbeiten. Mit dem Erlös werden Kranichschutzprojekte in Spanien – der Heimat der Korkeichen - unterstützt. So hat der NABU schon weit über 700 Tonnen Korken gesammelt!

Werfen Sie Korken nicht in den Hausmüll, sondern bringen Sie sie zu unserer Korksammelstation im Mensagebäude neben der Treppe nach unten.

Seit August 2024 haben wir an der HGU schon 34 kg Korken gesammelt! (Stand: März 2026)

Nähere Informationen zur KORKampagne finden Sie hier.

 

 

Tauschregal

Jede:r kennt es doch: Nach dem Ausrümpeln ist ein kleines Häufchen mit Gegenständen übrig geblieben, die man nicht mehr mag oder braucht, die aber auch zu schade zum Wegwerfen sind. Für diese Dinge haben wir einen Ort: Das Tauschregal im Campusgebäude!

In diesem Regal können Gegenstände wie Kleidung, Dekoartikel, Küchenutensilien und vieles mehr zum Tauschen bereitgestellt oder mitgenommen werden – ganz nach dem Prinzip eines öffentlichen Büchertauschregals (ein solches finden Sier übrigens auch im 1. Stock der Bibliothek!).

 

(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz
Pflanztauschregal
(c) Hochschule Geisenheim/ Maximilian Lange

Dein Fensterbrett quillt über oder du brauchst dringend ein bisschen mehr Natur-Feeling? Dann ist das neue Pflanztauschregal der perfekte Ort für dich! Tausche Stecklinge und Pflanzen ganz einfach mit anderen Studierenden und Mitarbeitenden.

Das Regal und eine genaue Anleitung zum Tauschen befinden sich im Studierendenraum im 1. Stock des Hörsaalgebäudes (Gebäude 5925).

Periodenproduktspender

Gemeinsam mit dem AStA und StuPa möchten wir für das Thema Periodenarmut sensibilisieren.

Periodenarmut bedeutet, sich aus finanziellen Gründen keine Menstruationsprodukte leisten zu können. Stattdessen müssen Betroffene auf Notlösungen wie Toilettenpapier zurückgreifen – mit der Gefahr von Infektionen und der zusätzlichen Last von Beschämung, Stigmatisierung und Ausgrenzung. 

Auch in Deutschland haben Frauen im Vergleich zu Männern erhöhte Ausgaben für ihre Grundbedürfnisse, da Periodenprodukte im Gegensatz zu Toilettenpapier i.d.R. von Arbeitgebern und Bildungsinstitutionen nicht gestellt werden. 

Um Betroffene auch in „plötzlichen Notfällen“ zu unterstützen, finden Sie in den Damen-Toiletten des Mensa-Gebäudes, der Villa Monrepos und des ZIG Periodenproduktspender. Die Spender des StartUps Periodically sind plastikfrei in Deutschland produziert worden und werden mit biozertifizierten Tampons und Binden bestückt. 

(c) Hochschule Geisenheim University / Jule Schlimmer
Fahrrad-Reparatur-Stationen
(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz

Laut einer vom Green Office durchgeführten Umfrage kommen 25% der Hochschulangehörigen mit dem Fahrrad, E-Bike oder Pedelec zur Hochschule. Das finden wir gut und möchten es fördern!

Damit Sie Ihr Fahrrad für den klimaneutralen Weg zum Arbeitsplatz oder zur Vorlesung fit halten können, haben wir Fahrrad-Reparatur-Stationen an den Fahrradständern vor der Aula und der Villa Monrepos installiert.

Die Ausstattung umfasst: Halterung, Luftpumpe, verschiedene Imbus- und Gabelschlüssel, Schraubendreher, sowie Reifenheber.

 

Nachhaltige Veranstaltungsorganisation

Seit 2021 sind hessische Hochschulen verpflichtet, ihre Aufgaben an den Prinzipien nachhaltiger Entwicklung auszurichten (§3 Abs. 4 HessHG). Die Hochschule Geisenheim übernimmt diese Verantwortung im Beschaffungswesen, in der Bewirtschaftung und bei Veranstaltungen.

Im Nachhaltigkeitskonzept haben wir festgelegt, besonders zu Klimaschutz und Biodiversität sowie nachhaltigem Konsum und Kreislaufwirtschaft beizutragen. Dafür entwickeln wir Leitfäden für eine nachhaltige Veranstaltungsorganisation, die schrittweise verbindlich umgesetzt werden.

Als Fairtrade University berücksichtigen wir zudem die entsprechenden Kriterien bei unserer Planung. Grundlage ist unser Verständnis, dass eine intakte Umwelt und Gesellschaft notwendig sind, um langfristig Stabilität zu sichern. Dazu tragen wir Großen wie im Kleinen bei, auch bei der Veranstaltungsorganisation. Zur Übersicht finden Sie unsere Checkliste für Nachhaltige Veranstaltungen unten verlinkt.

(c)Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz
Einseitige Notizbücher
(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz

Im Sinne eines nachhaltigen Reststoffmanagements haben wir an allen wichtigen Druckerstationen (z. B. auch in der Bibliothek) der HGU Sammelbehälter für einseitige Fehldrucke aufgestellt.

Das gesammelte Papier senden wir zur Weiterverarbeitung an die Buchbinderei der JVA Darmstadt. Dort wird es zu einseitigen Notizbüchern gebunden und zu uns zurückgeschickt. Die Notizbücher werden an Hochschulangehörige weitergegeben, z. B. als Beigabe in den Ersti-Tüten oder bei Hochschulveranstaltungen.

In die Sammelbehälter können Sie Papiere geben die…

  • einseitig bedruckt sind
  • keine sensiblen Daten enthalten
  • nicht gefaltet oder zerknittert sind

 

Pilotprojekt: Täschchen aus recycelten Veranstaltungsbannern

Zur Bewerbung von Veranstaltungen an der HGU werden neben Postern auch langlebige, wetterfeste Banner genutzt – allerdings sind sie schwer recycelbar. 

In einem Pilotprojekt haben wir daher alte Banner gesammelt und von der Philipp-Kraft-Stiftung zu handgenähten Täschchen upcyceln lassen. Die Unikate geben wir bei besonderen Aktionen, etwa bei der Ersti-Rallye, an Teilnehmende weiter. 

Die Stiftung fördert Begegnung und Teilhabe von Menschen, die aufgrund ihrer politischen, ethnischen, religiösen oder sonstigen kulturellen Herkunft oder aufgrund ihrer Bildung verfolgt oder benachteiligt werden. 

 

(c) Hochschule Geisenheim / Tabea Dietrich
Nachhaltiges Reststoffmanagement
(c) Hochschule Geisenheim/ Charlotte Rafalski

Organische Reststoffe, also Biomüll, kurz gesagt, entstehen täglich überall. So auch an der Hochschule, ob bei der Pflanzenproduktion, im Labor oder in der Mittagspause.

Viele dieser Reststoffe sind wertvoll, können verarbeitet und weiterverwendet werden, anstatt sie kostenpflichtig zu entsorgen.

Wie wir von den Anfängen mit Kompostierung bei Forschungen zu Wurmfarmen gelandet sind und mehr dazu, wie wir unsere Reststoffe verwerten, können Sie auf unserer Webseite zum Thema Biomasse-Kreislauf erfahren!

Hitzeaktionsplan

Die durch den Klimawandel verursachte globale Erwärmung hat in vielen Regionen der Welt, so auch in Deutschland, eine vermehrte Häufigkeit und Dauer von Hitzeereignissen zur Folge. Hitze kann den menschlichen Organismus gesundheitlich stark belasten. Abhilfe können neben Klimaschutzmaßnahmen gemeinsame Anstrengungen zur Prävention von Hitzeauswirkungen auf Personen schaffen.

Deswegen haben wir zusammen mit den Kolleg:innen der Arbeitssicherheit den Hitzeaktionsplan erarbeitet. Er beinhaltet sowohl kurzfristige, ohne große Investitionen umsetzbare Sofortmaßnahmen als auch langfristige Maßnahmen, die bei der Planung und Umsetzung der (baulichen) Campusentwicklung grundsätzlich berücksichtigt werden sollten. 

Mehr Infos zum Hitzeaktionsplan, sowie kompakte Checklisten mit Sofortmaßnahmen finden Sie über diesen Link:

Gebäudebegrünung
(c) Hochschule Geisenheim/ Maximilian Lange

Im Rahmen des Hitzeaktionsplans und in Kooperation mit der TH Bingen fand im März 2025 eine Summer School zur Dach- und Fassadenbegrünung statt. Studierende entwickelten interdisziplinär Konzepte für die Begrünung ausgewählter Campusgebäude. Die besten Entwürfe wurden prämiert und als Grundlage für eine öffentliche Ausschreibung zur Umsetzung genutzt.

Einige Pflanzungen wurden auch schon durchgeführt, darunter die Living Wall neben dem Eingang zum Müller-Thurgau-Haus. Der erste Teil bestand aus einem von Gartenbau-Studierenden gepflanzten Versuch zur Erforschung unterschiedlicher Substrate. Der Rest der Fassade wurde mit weiteren Stauden ergänzt. Dazu wurde an der Westseite des Gebäudes ein Teil der Fläche für weitere Pflanzungen entsiegelt. Das Projekt befindet sich weiter in Umsetzung. (Stand: Juni 2026)

Bewusstsein bilden

eLearning-Kurs für alle Mitarbeitende: „Was hat Nachhaltigkeit mit meinem Job zu tun?“

eLearning-Kurs für Mitarbeitende

Unter dem Titel „Was hat Nachhaltigkeit mit meinem Job zu tun?“ wurde ein eLearning-Angebot speziell für Mitarbeitende entwickelt. Der Kurs zeigt, wie Nachhaltigkeit an unserer Hochschule umgesetzt wird. Ziel ist es, Wissen über Themen rund um Nachhaltigkeit zu vermitteln, auf konkrete Handlungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag aufmerksam zu machen und Mitarbeitende dazu zu befähigen, die nachhaltige Hochschulentwicklung zu gestalten und zu stärken.

Fortbildung für Dozierende: „Sustainability: Upskilling Lehre“

Fortbildung für Lehrende „Sustainability: Upskilling Lehre“

Diese Fortbildung richtet sich an alle Dozierenden. Sie ermöglicht ihnen die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihrer Lehre. Ziel der Fortbildung (bestehend aus asynchronen eLearning-Modulen und interaktiven Präsenzworkshops auf Anfrage) ist eine bestehende Lehrveranstaltung so aufzubereiten, dass zusätzlich zu fachspezifischer Expertise nachhaltigkeitsrelevante Kompetenzen bei Studierenden gefördert werden können. Sie ist kostenfrei und offen zugänglich.
BNE zielt darauf ab, Kompetenzen wie kritisches und systemisches Denken, Kreativität und Teamarbeit zu fördern, damit Lernende Entscheidungen im Sinne von Nachhaltigkeit treffen können. Aus dem Spektrum der Themen, Methoden und Perspektiven der BNE wurden besonders zentrale Schwerpunkte ausgewählt und auf den Hochschulkontext zugeschnitten: 

  1. Zusammenhänge zwischen Lehrthematik und ganzheitlicher Nachhaltigkeit
  2. Handlungsfähigkeit für Nachhaltigkeit
  3. Vertiefung zur Kompetenzförderung in der BNE

     

Azubi-Firma

Ziel des Projekts ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für Auszubildende aller Abteilungen und Institute praktisch erfahrbar zu machen.
Die Abteilungen und Institute der Hochschule Geisenheim sind Ausbildungsstätten für Azubis in Wein- und Gartenbau, Bibliothek, Labor, Verwaltung, uvm. In diesem Projekt werden die Azubis unterschiedlicher Fachrichtungen miteinander vernetzt. Gemeinsam gewinnen sie neue Perspektiven auf Tätigkeiten außerhalb ihrer eigenen Ausbildung, sowie auf nachhaltige Ressourcennutzung. 

Unter fachlicher Anleitung entwickeln sie in Kooperation mit dem Getränketechnologischen Zentrum (GTZ) eigene Produkte, designen Etiketten, planen und vermarkten. So gewinnen sie unternehmerische und nachhaltigkeitsrelevante Kompetenzen, wie u. a. selbstständig und im Team Entscheidungen zu treffen und ihr eigenes Handeln zu reflektieren.

(c) Hochschule Geisenheim/ Susanne Dietz

Mitbestimmen

Fairtrade University

Seit April 2023 ist die Hochschule Geisenheim offiziell als Fairtrade-University ausgezeichnet – ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer ganzheitlich nachhaltigen Hochschule. Mit dem Titel bekennt sich die Hochschule sichtbar zur Förderung von sozial gerechtem Konsum und unterstützt aktiv den fairen Handel.

Im Rahmen ihrer strategischen Nachhaltigkeitsziele integriert die Hochschule fair gehandelte Produkte in den Alltag auf dem Campus, z. B. durch die nachhaltige Beschaffung, Bildungsaktivitäten oder Kooperationen mit regionalen Initiativen. Dazu gehört auch die Möglichkeit für Zusammenarbeit und Austausch, wie in der Steuerungsgruppe des Fairen Rheingau-Taunus-Kreises.

Alle weiteren Informationen befinden sich auf unserer Fairtrade University-Webseite!

Zusammenarbeit mit StuPa und AStA

Mit rund 1.500 Angehörigen ist die Statusgruppe der Studierenden die größte an der Hochschule Geisenheim. Deshalb ist eine gute Zusammenarbeit mit AStA und StuPa - den wichtigsten Organen der Studierendenvertretung - unverzichtbar für uns. Wir sind im kontinuierlichen Austausch miteinander und organisieren regelmäßig gemeinsame Events und Aktionen. Einige Beispiele dafür sind:

  • monatliche Beiträge im AStA-Newsletter
  • Beschluss zur Fairtrade-Zertifizierung gemeinsam mit StuPa und Senat
  • Periodenproduktspender gemeinsam mit AStA und StuPa
  • Beteiligung am Alten Weinfass, z. B. Weihnachtsmarkt-Fass oder Flohmarkt-Fass
  • gemeinsame Müllsammel-Aktionen mit AStA und RheingauCleanUp
(c) Hochschule Geisenheim/ Nelly Sämann
Vernetzungskongress "Energie durch Synergie"

Gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbüro der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden haben wir im Oktober 2024 einen Vernetzungskongress studentischer Hilfskräfte hessischer Nachhaltigkeitsbüros “Energie durch Synergie” organisiert. 

Mit Moderation und Workshops von netzwerk n wurden an zwei Tagen voller Diskussionen, Ideen und natürlich gemeinsamem Essen Arbeitsgruppen gebildet und Konzepte für effizienten und kontinuierlichen Wissensaustausch zu entwickeln. Ziel war es außerdem den Vernetzungskongress zukünftig mit wechselnden gastgebenden Hochschulen jährlich zu veranstalten. 

Im Mai 2025 fand der zweite “Energie durch Synergie”-Kongress statt - diesmal an der Goethe-Universität Frankfurt unter dem Motto “Resilienz und Nachhaltigkeit an Hochschulen in Krisenzeiten”.

Im Juni 2026 fand zum dritten Mal der Kongress statt, diesmal in Darmstadt und unter dem Motto „Campus im Wandel – Studierende für Nachhaltigkeit“ statt. In mehreren Workshops wurden Themen wie Resilienz gegen rechte Einflussnahme, studentische Versammlungen als Instrument politischer Organisation, die Steigerung studentischer Beteiligung durch gezieltes Marketing sowie die Public Climate School und die Verankerung von Klimabildung an Hochschulen behandelt.