Die Professur erforscht molekulare Mechanismen, die die Resilienz von Obstgehölzen – insbesondere des Apfels – gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren steuern. Im Fokus stehen die Interaktionen zwischen Genen, kleinen RNA-Netzwerken, dem Mikrobiom sowie latenten Viren und Viroiden, die als Modulatoren der Pflanzengesundheit und Stressresilienz wirken. Ziel ist es, diese oft übersehenen genetischen und mikrobiellen Elemente zu nutzen, um die Anpassungsfähigkeit von Obstbäumen an sich ändernde Umweltbedingungen zu verbessern.
Durch nationale und internationale Forschungskooperationen werden pflanzenphysiologische Ansätze mit moderner Genomik und RNA-basierten Technologien wie Spray-Induced Gene Silencing verbunden. Durch die Identifikation von Schlüsselfaktoren für Klimaresilienz werden Managementstrategien entwickelt, die sowohl klassische Anbaumethoden als auch innovative, biologische Pflanzenschutzansätze integrieren.
Die Ergebnisse werden in enger Zusammenarbeit mit Züchtungsbetrieben und Erzeugerverbänden sowie mit Hilfe der Geisenheimer Studierenden direkt in die Praxis übertragen, um nachhaltige und klimaresiliente Obstanbausysteme zu fördern.
