Die Professur für Freiraumplanung und ökologische Stadtentwicklung beschäftigt sich mit Grün- und Freiräumen im Kontext der nachhaltigen Transformation urbaner Räume. Insbesondere geht es dabei um Fragen der Planung und Gestaltung der Stadtnatur als Teil einer multifunktionalen und resilienten grünen Infrastruktur, die vielfältige Beiträge für Gesundheit und Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt, Umweltgerechtigkeit, Anpassung an den Klimawandel und die biologische Vielfalt leistet. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert Planungs- und Gestaltungsansätze, die auf einer fundierten Wissensbasis beruhen, welche durch Analyse und Monitoring gewonnen wird. Ebenso entscheidend ist die Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure, um deren Bedürfnisse zu berücksichtigen und Governance-Prozesse so zu gestalten, dass sie gerechte und nachhaltige Transformationen unterstützen.
Die Forschung der Professur ist daher interdisziplinär ausgerichtet und legt besonderen Wert auf den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie forscht über, für und mit Praktikerinnen und Praktikern, die an der Planung, der Gestaltung und dem Management nachhaltiger urbaner Räume beteiligt sind. Dabei werden innovative Konzepte erarbeitet, die sowohl räumlich-physische als auch prozessuale Dimensionen der Freiraumplanung und -gestaltung zusammenführen und wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Anwendung verbinden.
In der Lehre werden die ökologischen Grundlagen der Freiraumplanung auf verschiedenen Ebenen vermittelt – von der Straße über das Quartier und die Stadt bis hin zur Stadtregion. Ein zentrales Anliegen ist es, Studierenden die Fähigkeit zu vermitteln, natur- und sozialwissenschaftliches Wissen zu verstehen und kritisch zu reflektieren. Sie lernen, dieses Wissen auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen zu erheben, und kontextspezifisch in die Planung biologisch vielfältiger, klimaresilienter und inklusiver Freiräume zu integrieren. Zur Unterstützung werden ökologische und planerische Ansätze vorgestellt, die helfen, die Komplexität der Aufgaben zu bewältigen, sowie gestalterische und kommunikative Methoden, die Akzeptanz und Verständnis für eine ökologische Stadtentwicklung fördern.
