Monika Christmann

Prof. Dr. Monika Christmann

Funktion: Institutsleitung
Organisationseinheit(en):Institut für OenologieProfessur für Oenologie
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Publikationen
Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.01.2018
Projektende: 31.12.2025
Förderer: Université franco-allemande | Deutsch-Französische Hochschule

Das Klima ist ein entscheidender Faktor für den Anbau landwirtschaftlicher Kulturen, von der Bestimmung der geografischen Anbaueignung bis zu Auswirkungen auf Ertrag und Qualität. Diese starke Verbindung hat die kulturelle und ökonomische Entwicklung von Regionen in der Menschheitsgeschichte bestimmt, regionale Identitäten geschaffen sowie Migration und Siedlungsaktivitäten beeinflusst. Diese Zusammenhänge sind besonders stark beim Anbau von Sonderkulturen ausgeprägt, welche zusammen mit ihren Verarbeitungserzeugnissen ca. 35% der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette weltweit darstellen. Trauben und Wein, aber auch andere Früchte und Gemüsearten sind herausragende Beispiele hierfür. Die klimatischen Veränderungen spielen gerade bei diesen Kulturen eine große Rolle, da nicht nur die Herausforderungen einer nachhaltigen Produktion in teilweise einzigartigen Kulturlandschaften existieren, sondern veränderte Produktionsbedingungen sich auch auf die nachfolgenden Verarbeitungsprozesse und Produktqualität auswirken können. Zudem beeinflusst der Klimawandel das Vorkommen und die Ausbreitung von Pflanzenpathogenen und ihren Vektoren und bedroht damit die Nachhaltigkeit dieser Kulturen. Die Klimafolgenforschung tangiert die unterschiedlichsten Forschungsfachgebiete, von der Meteorologie, Geographie, den Agrar- und Biologiewissenschaften bis hin zur Phytomedizin und Genetik, und durch die betroffenen Verarbeitungsprozesse auch die Mikrobiologie, die Biochemie und die Prozesstechnik sowie die Verbraucherforschung und Marktanalyse. Die Verbindung der Standorte Bordeaux, Geisenheim und Adelaide ist ideal, um diese vielfältigen Fragestellungen und Interaktionen zwischen verschiedenen Themenfeldern im Kontext dreier klimatisch verschiedener Regionen auf beiden Hemisphären abbilden zu können. Die beteiligten Institutionen bilden diese Themenkreise in Lehre- und Forschung ab und haben große Synergiemöglichkeiten durch unterschiedliche Kompetenz- und Forschungsschwerpunkte. Dies bedeutet für die Ausbildung von Nachwuchswissens

Projektanfang: 01.06.2010
Projektende: 31.03.2013
Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Reifeverzögerung sowie die Weinqualität zu untersuchen. Wärmere Witterungsperioden haben die phänologische Entwicklung vieler Pflanzen verändert. Bei der Rebe betrifft dies insbesondere Austrieb, Blüte, Véraison, Reife und folglich auch das Vinifizieren der Weine. Veränderungen der Laubwand können signifikante Unterschiede im Mikroklima und bei der Photosynthese bedingen. Der Zeitpunkt, die Position der Eingriffe am Rebstock und die Intensität der Entblätterungen sind bei den unterschiedlichen Varianten von Bedeutung. Daher wurden Teilentblätterungen zu verschiedenen Zeitpunkten während der Vegetationsperiode im Hinblick auf die Zuckereinlagerungsgeschwindigkeit untersucht. Material und Methoden Die Feldversuche wurden mit den Rebsorten ’Riesling’, ‘Müller-Thurgau’, ‘Weißburgunder’ und ‘Grauburgunder’ in den Versuchsflächen der Hochschule Geisenheim durchgeführt. Die verschiedenen Maßnahmen wurden unmittelbar nach der Blüte implementiert, die unterschiedlichen Schattierungsnetze wurden für den Zeitraum von 32 (2012 und 2013) bis 70 Tage (2011) angebracht. Für die Bestimmung des Wachstums und der Blattflächen wurden verschiedene Verfahren (Spektrale Reflektion) eingesetzt. Für die Bewertung der Traubenqualität wurden verschiedene Reifeparameter (vergl. 2.2.5) wie Einzelbeerengewicht, Dichte, Gesamtsäure, pH-Wert und hefeverfügbarer Stickstoff (α-Aminosäuren: NOPA) jeder Variante analysiert.

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Vorträge