Nachrichten

Wo Stadt und Boden zusammenkommen: Zwei Tage urbane Resilienz in Geisenheim

Blick in den Hörsaal: Rund 120 Teilnehmende verfolgten die Beiträge zur urbanen Resilienz; Bildquelle: Emir Hasanagić

Am 25. und 26. März 2026 wurde die Hochschule Geisenheim für zwei Tage zu einem Ort, an dem sich sehr unterschiedliche Perspektiven auf Stadt und Landschaft begegnet sind. Unter dem Titel „Measuring Urban Resilience – Substrates, Monitoring and Ecosystem Services“ kamen rund 120 Teilnehmende aus Planung, Forschung und Praxis zusammen, um über eine Frage zu sprechen, die viele gerade beschäftigt: Wie lässt sich urbane Resilienz nicht nur denken, sondern tatsächlich verstehen, messen und umsetzen.

Etwa 20 Vorträge und fünf ausstellende Unternehmen gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen – von strukturstabilen Substraten und Pflanzenkohle über Monitoringmethoden bis hin zu konkreten Projekten im urbanen Raum. Themen wie Wurzelraum, Wasserspeicherung, Entsiegelung oder digitale Modelle wurden aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und immer wieder in die Praxis zurückgeführt.

Dabei wurde deutlich, wie eng viele dieser Fragen miteinander verbunden sind. Was im Boden passiert, entscheidet oft darüber, ob Bäume langfristig funktionieren. Und was sich messen lässt, verändert auch die Art, wie geplant wird. Einige Beiträge haben genau dort angesetzt – bei den Grundlagen. Andere haben gezeigt, wie diese Erkenntnisse bereits in konkrete Projekte übersetzt werden, etwa in Stockholm, Frankfurt oder kleineren kommunalen Vorhaben.

Trotz der fachlichen Tiefe lag ein besonderer Fokus auf dem Austausch. Zwischen den Vorträgen, in den Pausen oder am Abend entstanden Gespräche, die oft länger nachgewirkt haben als einzelne Präsentationen. Es ging um Erfahrungen, Zweifel, pragmatische Lösungen – und manchmal auch darum, Dinge neu zu hinterfragen. Die Diskussionen waren offen, teilweise kritisch, aber immer konstruktiv. Die Veranstaltung wurde von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen mit acht Fortbildungspunkten pro Tag anerkannt.

Gleichzeitig markiert die Tagung 2026 einen Abschluss. Sie war die letzte Veranstaltung innerhalb der BMUKN-geförderten Reihe Black2GoGreen. Über die letzten Jahre ist daraus ein Netzwerk entstanden, das weit über einzelne Projekte hinausgeht – getragen von Menschen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen, aber aus unterschiedlichen Richtungen kommen.

Die diesjährige Tagung kann als voller Erfolg gesehen werden. Nicht nur wegen der Inhalte, sondern vor allem wegen der Qualität der Gespräche und der entstandenen Verbindungen. Vieles davon wird über die Veranstaltung hinaus weiterlaufen.

Weitere Informationen zur Tagung sowie zu den einzelnen Vorträgen finden Sie unter:

https://black2gogreen.com/black2gogreen-tagung-2026-measuring-urban-resilience-substrates-monitoring-and-ecosystem-services-25-26-marz-2026-hochschule-geisenheim/ 

 

Kategorien: MyHGU-App, Mein-Netzwerk, Veranstaltungen, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Angewandte Ökologie, Nachrichten

Bilderreihe

Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić
Bildquelle: Emir Hasanagić