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Weinbaupolitische Fachveranstaltung: „Was bringt die Zukunft – Weinbau für Generationen gestalten“

Keynote „Auswirkungen der Klimaveränderungen für kommende Generationen im Weinbau?“ unseres Hochschulpräsidenten, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz © DWV/Marc-Steffen Unger

Am 26. März 2026 lud der Deutsche Weinbauverband e.V. zu einer weinbaupolitischen Fachveranstaltung ins Haus der Landwirtschaft und Ernährung in Berlin ein. Wie der Veranstaltungstitel „Was bringt die Zukunft – Weinbau für Generationen gestalten“ andeutet, lag der thematische Schwerpunkt beim Generationenwechsel in der Branche. DWV-Präsident Klaus Schneider betonte in seiner Begrüßung, dass der DWV „angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage die Zukunft unseres Weinbaus bewusst in den Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen zur GAP 2028 und der Umsetzung des Weinpakets“ stellt. Es braucht jetzt, so Schneider weiter, einen „klaren strukturellen und strategischen Ansatz für die nächste Generation junger Winzerinnen und Winzer“.

Der DWV begrüßt, dass die Bundespolitik die Frage nach einem sicheren Generationenwechsel in ihrer Dringlichkeit für die Zukunft des Weinbaus anerkennt. Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf erklärte in ihrem Grußwort: „Wir sorgen dafür, dass der Weinbau in Deutschland eine gute Zukunft hat: Mit einer Förderung, die wirklich ankommt, mit spürbarem Abbau überbordender Bürokratie und mit Strategien, die unsere Winzerinnen und Winzern langfristig unterstützen. Für unsere Weinbaubetriebe schaffen wir deshalb Meldepflichten ab, die das Unionsrecht nicht mehr vorschreibt. Zudem haben wir unter der Überschrift ‚Made in Germany‘ eine moderne Agrarexportstrategie vorgelegt. Sie soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, neue Exportmärkte zu erschließen – natürlich auch für unseren deutschen Wein.“

Klimatische und wirtschaftliche Aspekte zukünftiger weinbaulicher Praxis wurden im Rahmen wissenschaftlicher Impulsvorträge beleuchtet. Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, machte deutlich, dass die „prognostizierten klimatischen Veränderungen mit ihren Auswirkungen auf die nächste(n) Generation(en) in der Weinwirtschaft viele internationale, nationale und regionale Herausforderungen beinhalten, die nur gemeinsam durch Forschung, Lehre und Transfer mit dem Berufsstand gemeistert werden können“.

Ebenso wurden Zukunftsprognosen, insbesondere für Familienbetriebe, die eine Hofnachfolge sicherstellen wollen, kritisch diskutiert. Enno Bahrs, Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Hohenheim, gab zu bedenken, dass eine unzureichende Planung der familieneigenen Unternehmensfolge eines der größten Risiken für ein Unternehmen ist und schloss dazu pointiert: „Wer seine Nachfolge nicht regelt, regelt sein Scheitern“.


Die anschließende Podiumsdiskussion bot mit Luise Böhme (DWV-Vizepräsidentin) und Maike Delp (Stellv. BDL-Bundesvorsitzende) der Generation eine Bühne, um die sich der Abend drehte. Was das gesamte Podium und vor allem Delp und Böhme deutlich machten, ist ein Verständnis von Weinbau als generationenübergreifender Arbeit und Wertschöpfung. Das zu schützen, sei auch Aufgabe der Politik, an welche Winzerinnen und Winzer der Gegenwart und der Zukunft appellieren.


Der Deutsche Weinbauverband e.V., kurz DWV, ist die Berufsorganisation der deutschen Winzerinnen und Winzer. Er vertritt die Gesamtinteressen seiner Mitglieder gegenüber internationalen und nationalen Institutionen und Organisationen und setzt sich dafür ein, die beruflichen Belange der deutschen Winzerschaft zu wahren und zu fördern.
Quelle: DWV

Kategorien: MyHGU-App, Mein-Netzwerk, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Wein- und Getränkewirtschaft, Oenologie, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten

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© DWV/Marc-Steffen Unger
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