Der DWV begrüßt, dass die Bundespolitik die Frage nach einem sicheren Generationenwechsel in ihrer Dringlichkeit für die Zukunft des Weinbaus anerkennt. Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf erklärte in ihrem Grußwort: „Wir sorgen dafür, dass der Weinbau in Deutschland eine gute Zukunft hat: Mit einer Förderung, die wirklich ankommt, mit spürbarem Abbau überbordender Bürokratie und mit Strategien, die unsere Winzerinnen und Winzern langfristig unterstützen. Für unsere Weinbaubetriebe schaffen wir deshalb Meldepflichten ab, die das Unionsrecht nicht mehr vorschreibt. Zudem haben wir unter der Überschrift ‚Made in Germany‘ eine moderne Agrarexportstrategie vorgelegt. Sie soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, neue Exportmärkte zu erschließen – natürlich auch für unseren deutschen Wein.“
Klimatische und wirtschaftliche Aspekte zukünftiger weinbaulicher Praxis wurden im Rahmen wissenschaftlicher Impulsvorträge beleuchtet. Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, machte deutlich, dass die „prognostizierten klimatischen Veränderungen mit ihren Auswirkungen auf die nächste(n) Generation(en) in der Weinwirtschaft viele internationale, nationale und regionale Herausforderungen beinhalten, die nur gemeinsam durch Forschung, Lehre und Transfer mit dem Berufsstand gemeistert werden können“.
Ebenso wurden Zukunftsprognosen, insbesondere für Familienbetriebe, die eine Hofnachfolge sicherstellen wollen, kritisch diskutiert. Enno Bahrs, Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Hohenheim, gab zu bedenken, dass eine unzureichende Planung der familieneigenen Unternehmensfolge eines der größten Risiken für ein Unternehmen ist und schloss dazu pointiert: „Wer seine Nachfolge nicht regelt, regelt sein Scheitern“.
Die anschließende Podiumsdiskussion bot mit Luise Böhme (DWV-Vizepräsidentin) und Maike Delp (Stellv. BDL-Bundesvorsitzende) der Generation eine Bühne, um die sich der Abend drehte. Was das gesamte Podium und vor allem Delp und Böhme deutlich machten, ist ein Verständnis von Weinbau als generationenübergreifender Arbeit und Wertschöpfung. Das zu schützen, sei auch Aufgabe der Politik, an welche Winzerinnen und Winzer der Gegenwart und der Zukunft appellieren.
Der Deutsche Weinbauverband e.V., kurz DWV, ist die Berufsorganisation der deutschen Winzerinnen und Winzer. Er vertritt die Gesamtinteressen seiner Mitglieder gegenüber internationalen und nationalen Institutionen und Organisationen und setzt sich dafür ein, die beruflichen Belange der deutschen Winzerschaft zu wahren und zu fördern.
Quelle: DWV








