Im Mittelpunkt der Vorlesung stand Hagemanns Konzept der Genetischen Ökologie. Dabei wurde deutlich, dass molekulare Netzwerke als unsichtbarer, aber entscheidender Produktionsfaktor verstanden werden können und damit neue Perspektiven für einen innovativen, nachhaltigen und resilienten Obstbau eröffnen. Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Ausführungen zu den Potenzialen RNA-basierter Diagnostik sowie zu neuartigen Pflanzenschutzstrategien. Der Fokus liegt dabei auf anwendungsnahen, nachhaltigen Verfahren; transgene Arbeiten sind im Rahmen der Professur nicht vorgesehen.
Seine wissenschaftliche Arbeit verortet Prof. Hagemann selbst „in der Schnittmenge aus Molekularbiologie, Pflanzenphysiologie und Praxis für nachhaltige und resiliente agrarische Ökosysteme“. Sein Anspruch ist dabei klar formuliert: „gesunde Nahrung für schlaue Köpfe“. Damit steht seine Professur für einen Forschungsansatz, der aktuelle Herausforderungen im Obstbau mit modernen biowissenschaftlichen Methoden und einem konsequenten Praxisbezug verbindet.
Im Anschluss an die Vorlesung bot ein gemeinsamer Rundgang Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zu vertiefenden Gesprächen. Die inspirierenden Impulse und die offene Diskussion machten deutlich, wie wertvoll die neuen wissenschaftlichen Perspektiven für Forschung, Lehre und Praxis an unserer Hochschule sind.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Prof. Hagemann und auf viele gemeinsame Impulse für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Obstbaus.













