Mit iSoBeD setzt die Hochschule Geisenheim ein starkes Zeichen für nachhaltige Landwirtschaft in Zeiten zunehmender Trockenphasen und steigenden Wasserbedarfs. Das Vorhaben bündelt Expertise aus dem Institut für Technik, dem Institut für Weinbau und dem Institut für Gemüsebau, um Bewässerung bedarfsgenau, ressourcenschonend und praxistauglich zu gestalten.
Kern des Projekts ist die Entwicklung digitaler Werkzeuge und KI-Modelle, die mithilfe vernetzter Sensoren und digitaler Bestandsaufnahmen den Wasserbedarf von Kulturen standortspezifisch erfassen. So lassen sich Bewässerungszeitpunkte und -mengen präzise planen – mit dem Ziel, Wasser zu sparen und Erträge zu sichern.
Im Gemüsebau werden Bewässerungsverfahren für eine variable, automatisierte Mengensteuerung optimiert. Standardisierte Protokolle erhöhen dabei die Genauigkeit und machen das Management entlang der gesamten Prozesskette einfacher. Im Weinbau liegt der Fokus auf einer automatisierten Bewässerung von Parzellen und Teilflächen. So soll die Bewirtschaftung landschaftsprägender Steillagen langfristig gesichert werden.
Die neuen Lösungen werden in mehrjährigen Feldversuchen getestet und auf Partnerbetrieben in der Praxis erprobt. Begleitende Transfer-, Vernetzungs- und Informationsangebote sorgen dafür, dass Wissen schnell in die Betriebe gelangt. iSoBeD trägt auf diese Weise maßgeblich zu einem nachhaltigen, digital unterstützten Anbau von Sonderkulturen bei.



