Eckhard Jedicke

Prof. Dr. Eckhard Jedicke

Funktion: Institutsleitung
Organisationseinheit(en):Institut für Landschaftsplanung und NaturschutzProfessur für Landschaftsentwicklung
Gremien: Senat
Beauftragung: KULT
Kontaktdaten:
Tel.: +49 6722 502 760
E-Mail: Eckhard.Jedicke(at)hs-gm.de
Postanschrift:Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Besucheranschrift: Gebäude 7100
Raum 01.05
Rüdesheimerstraße 18
65366 Geisenheim
Publikationen
Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.07.2020
Projektende: 31.12.2023
Förderer: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

In dem Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) stehen prioritäre Wildpflanzenarten für Ernährung und Landwirtschaft (WEL-Arten) im Fokus, die in der Regel keine Zielarten des behördlichen Naturschutzes darstellen. Dennoch wird auch für diese Arten, als Teil der biologischen Vielfalt nach § 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), die dauerhafte Sicherung gefordert. Für den Ausbau eines deutschen Netzwerks genetischer Erhaltungsgebiete sollen bundesweit WEL-Schirmarten und Kandidaten für genetische Erhaltungsgebiete (GenEG) aus WEL-Arten-Hotspots identifiziert sowie GenEG in bestimmten Regionen modellhaft umgesetzt werden. Bei diesem Konzept ist das GenEG nicht mehr auf einzelne Arten ausgerichtet, vielmehr stehen Hotspots von WEL-Arten unterschiedlicher Habitattypen im Fokus. Somit besitzt das MuD gegenüber bislang durchgeführten Projekten (Wildsellerie, Wildapfel, Wildrebe, Grünland), die stets von einem engen Artenspektrum, einer spezifischen Art oder ähnlichen Habitattypen ausgingen, einen erheblich breiteren und grundlegend neuen Ansatz. Weiter sollen - Arbeitsschwerpunkt der Hochschule Geisenheim im Projekt - Empfehlungen zur strukturellen Finanzierung erarbeitet werden, etwa durch Integration von Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen in die Entwicklungspläne für den ländlichen Raum (EPLR) der Bundesländer, mit Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und/oder der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP). Dies sind essenzielle, noch fehlende Komponenten einer In-situ-Erhaltungsstrategie für WEL-Arten. Im Gesamtergebnis entsteht ein GenEG-Auswahlverfahren für prioritäre WEL-Arten, welches ökonomisch effizient ist und in bestehendes Handeln des Naturschutzes und der Agrarfinanzierung integriert werden kann.