Parks & Freiflächen

Grüner Campus Geisenheim

Der Hochschulstandort Geisenheim hat vieles zum Thema Grün zu bieten. Neben den zahlreichen Studiengängen rund um das Thema Pflanze und Grünstrukturen, bietet der Campus mit seinen zwei historischen Parks und vielen Pflanzflächen ein breites Angebot zum Thema Grün.

Parks im Klimawandel
In den letzten Jahren waren immer häufiger Wetterextreme, wie lange Trockenperioden im Frühjahr oder im Sommer, Hitzerekorde, extreme Starkregenereignisse, Stürme usw. deutschlandweit zu beobachten.  
Darunter leiden nicht nur wir Menschen sondern auch viele altbewährte Pflanzen. Im folgenden Artikel in Stadt und Grün in der Ausgabe 06/2024 sowie beim Science Walk durch die Parks der Hochschule Geisenheim am 24. Juni 2024 teilen Prof. Dr. Alexander von Birgelen und Stephanie Braun ihre Erkenntnisse und erläutern die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Parkpflege
 

Planung, Entwicklung und Erhalt der Außenanlagen

Die Außenanlagen der Hochschule Geisenheim unterliegen verschiedenen Kompetenzbereichen. Den Überblick über die meisten Grünflächen sowie die Parkanlagen hat die Leitung der Parkpflege aus dem Kompetenzbereich der Professur Pflanzenverwendung. Sie überblickt die grünen Entwicklungen auf dem Hochschulcampus und versucht diese sinnvoll zusammenzuführen. Einzelne Vorhaben und die allgemeine Pflege werden dann, sofern es die Kapazität zulässt, vom Parkpflegeteam übernommen. Größere Vorhaben oder auch fachspezifischere Aufgaben, wie z.B. die regelmäßigen Baumkontrollen und Baumpflegemaßnahmen, werden auch fremd vergeben.

Neben diesen allgemeinen Themen verwalten die verschiedenen Studienbereiche auch einige eigene Projekte, Forschungsflächen und Kompetenzbereiche zum Thema Grün.

Leitung Parkpflegeteam

Manfred Müller
Manfred Müller
Gebäude 6701
Raum 019
Tel. +49 6722 502 543
Manfred.Mueller(at)hs-gm.de Details

Parkpflegeteam

Martina Brendel
Martina Brendel
Gebäude 6701
Raum 019
Tel. +49 6722 502 543
Martina.Brendel(at)hs-gm.de Details
Jochen Lüdcke
Jochen Lüdcke
Gebäude 6701
Raum 019
Tel. +49 6722 502 543
Jochen.Luedcke(at)hs-gm.de Details

Leitung Parkpflege

Alexander von Birgelen
Prof. Dr. Alexander von Birgelen
Gebäude 6701
Raum 107
Tel. +49 6722 502 773
Alexander.Birgelen(at)hs-gm.de Details
Ein Campus mit G-schichte

Die historischen Parkanlagen Monrepospark am Campus Süd und Rudolf-Goethe-Park am Campus Ost sind prägende Elemente und tief mit den Wurzeln des Geisenheimer Hochschulstandorts verknüpft. Mit der Zeit hat sich dort ein vielfältiger und alter Baumbestand entwickelt. Die Parkanlagen und der darin enthaltene Baumbestand sind, wie auch viele Gebäude der Hochschule, denkmalgeschützt. Doch auch hier zeigen sich zunehmend Auswirkungen des Klimawandels. Einst klimatisch sehr begünstigt, entwickelt sich die milde Wärme zu einer sommerlichen Hitze. Das mediterran anmutende Klima entwickelt anhaltende Trockenphasen. Die Zukunft der Hochschulparks muss nun gut durchdacht und genau geplant werden, sodass der alte Baumbestand weitestgehend erhalten, denkmal- und klimagerecht erneuert und resilient entwickelt werden kann. 

Eine spannende Aufgabe.

Mehr zur Historie der Parkanlagen findet sich auf den parkeigenen Inhaltsseiten.

Beete & Pflanzungen

Auf dem gesamten Campus befinden sich Beete und Pflanzungen verschiedenen Alters. So vielfältig wie die Pflanzenauswahl sein kann, so vielfältig ist auch die Funktion von Grünelementen. Pflanzungen können durch ihre Raumwirkung den Raum trennen oder auch verbinden. Mit Blüten, Farben, Strukturen und Texturen kann ein bestimmter Charakter oder eine bestimmte Atmosphäre erzeugt werden. Pflanzen prägen den Raum mit Ihrer Lebendigkeit und auch mit ihrem ökologischen Nutzen, wenn Mensch und Tier von ihnen profitieren.

 

Die Fähigkeiten zur Planung mit Pflanzen wird in verschiedenen Fächern thematisiert und angeschnitten. Die Professur Pflanzenverwendung hat sich diesem Thema voll und ganz angenommen. Sie entwickelt bestehende und entwirft neue Grünelemente auf dem Gelände der Hochschule Geisenheim. Viele Beete dienen zudem der Lehre und sind als Schaubeete angelegt.

Professur Pflanzenverwendung

Alexander von Birgelen
Prof. Dr. Alexander von Birgelen
Gebäude 6701
Raum 107
Tel. +49 6722 502 773
Alexander.Birgelen(at)hs-gm.de Details
Habitatbäume - altes Holz, neues Leben

Der Hochschulstandort hat sich dem Erhalt alter, besonderer Habitatbäume verschrieben. Klar, Parkanlagen sollten attraktiv, vital und gut gepflegt sein. Absterbende oder bereits tote Bäume gehören scheinbar nicht in das Bild hinein. Doch diese alten "Habitatbäume" bieten besonders viel Lebensraum für die unterschiedlichsten Lebewesen - beginnend bei Vögeln und Fledermäusen, die in Baumhöhlen nisten bis hin zu besonderen Käferarten, die sich das Holz aneignen. Durch die Zersetzungsprozesse sind Habitatbäume und Tothölzer möglicherweise in ihrer Stabilität eingeschränkt und werden daher besonders sorgfältig im Auge behalten und geprüft.

Doch nicht alle Habitatbäume sind am absterben oder bereits Totholz. Auch gesunde Bäume können besondere Lebensräume bieten - daher finden sich im Park Habitatbäume mit einer Plakette ausgezeichnet. Die wichtigsten Exemplare werden hier erläutert.

Kompetenzbereich Baumschule & Gehölzphysiologie

Jörg Kunz
Dr. Jörg Kunz
Gebäude 1000
Raum 318
Tel. +49 6722 502 538
Joerg.Kunz(at)hs-gm.de Details

Informationen zu den einzelnen Parks, Pflanzungen und Plänen finden Sie, wenn Sie auf einen der untenstehenden Teilbereiche der Außenanlagen klicken.

Die Parks & Freiflächen sind in zwei große Bereiche unterteilt:

Der zentrale Campus liegt östlich oberhalb der Bahnlinie. Wesentliche Grünstrukturen sind hier neben dem historischen Rudolf-Goethe-Park oftmals repräsentative Beete und Randbepflanzungen.

Der südliche Campus liegt unterhalb der Bahnlinie und wird im Wesentlichen durch den historischen Monrepospark und dessen Beete geprägt.


Neues aus den Fachbereichen

News

Spannende Forschung „Made in Geisenheim“ begeistert über 1.500 Besucherinnen und Besucher

Nachts im Gewächshaus... die Weihnachtsbaumtomate lockte das Interesse zahlreicher Besucherinnen und Besucher; Bildquelle: Tina Kissinger

Hochschule Geisenheim öffnete erstmals im Rahmen der European Researchers’ Night ihren Campus – Wissenschaft zum Anfassen, Mitmachen und Entdecken

Was steckt in unseren Lebensmitteln und Getränken? Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus? Wie können digitale Technologien Wein- und Gartenbau verändern? Und was haben Roboter-Assistenzhunde auf einer Baustelle zu suchen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es am Freitag, 25. September 2026, bei der ersten Langen Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim. Mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Forschung hautnah zu erleben, selbst aktiv zu werden und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

Forschung zum Anfassen für Groß und Klein

Unter dem Motto „Spannende Forschung Made in Geisenheim“ verwandelte sich der Campus von 17 bis 22 Uhr in einen lebendigen Ort des Austauschs. In fünf Zonen zwischen Zentralcampus, Forschungseinrichtungen und Gewächshäusern erwarteten die Gäste rund 50 Stationen mit interaktiven Aktionen, Führungen, Vorträgen und Demonstrationen. Ob digitale Reben, Roboter-Assistenzhunde auf der Baustelle, Campusführungen zu Fuß und mit dem Fahrrad oder Saft-Selbstbaukästen – die Vielfalt der Hochschule und ihrer Forschung war an diesem Abend unmittelbar erlebbar.

Besonders begeistert zeigte sich das junge Publikum. Bei einer Kinderuni-Rallye konnten Kinder den Campus spielerisch erkunden und an verschiedenen Stationen Stempel sammeln. Ein Highlight war die Möglichkeit, ein eigenes Getränk zu entwickeln: An mehreren Laborstationen konnten die jungen Forschenden ihre Kreationen selbst mischen, dabei Süßung, Säuerung, Farbe, Aroma und Karbonisierung ausprobieren und anschließend verkosten. Auch der Vortrag von Prof. Dr. Michael Hagemann und seiner Tochter Emma zum Thema „Ist die Nektarine nur ein nackter Pfirsich?“ stieß auf großes Interesse.

Prof. Dr. Annette Reineke, Vizepräsidentin Forschung, betont die Bedeutung des direkten Austauschs mit der Gesellschaft: „Unsere Forschung entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Praxis Lösungen für die Herausforderungen in den Bereichen Wein und Getränken, Lebensmittel, Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Bei der Langen Nacht möchten wir zeigen, woran wir arbeiten, und mit Menschen aller Generationen dazu ins Gespräch kommen.“

Im Rahmen der Begrüßung nutzte Hochschulpräsident Prof. Dr. habil. Karl H. Mühling die Gelegenheit, Prof. Dr. Annette Reineke zugleich aus ihrem Amt als Vizepräsidentin Forschung zu verabschieden und ihr für ihr langjähriges Engagement zu danken. Seit 2017 hat sie das Ressort Forschung maßgeblich geprägt und wichtige Impulse gesetzt. Zum 1. Oktober 2026 folgt Prof. Dr. Katrin Kahlen auf sie.

Prof. Mühling zeigte sich begeistert von der Resonanz: „Die Lange Nacht zeigt, wie vielfältig an unserer Hochschule Geisenheim geforscht wird. Ich freue mich, dass heute so viele Menschen zu uns kamen, um unsere Lösungen, unsere Forschenden und ihre Arbeit kennenzulernen und persönlich zu erleben.“

Wissenstransfer und europäische Vernetzung

Der Wissenstransfer stand im Mittelpunkt des Abends. Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in Forschung, die ihren Alltag unmittelbar berührt – von Lebensmitteln und Getränken über Wein- und Gartenbau bis hin zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Landschaftsarchitektur. Gleichzeitig bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten, direkt mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen.

Auch die internationale Zusammenarbeit der Hochschule wurde sichtbar. Im European Corner konnten Besucherinnen und Besucher Projekte und Partnerschaften kennenlernen, die Geisenheim mit Hochschulen und Regionen in ganz Europa verbinden. Dabei wurde deutlich, welchen Beitrag internationale Forschungskooperationen zur gemeinsamen Bearbeitung von Herausforderungen wie Ernährung, Landwirtschaft, Klimaanpassung und nachhaltiger Entwicklung leisten.

Für eine besondere Atmosphäre sorgten die illuminierten Hochschulgebäude und Gewächshäuser, die Weinberge und Forschungsflächen sowie der sternenklare Himmel mit Vollmond. Live-Musik auf der Campuswiese, Speisen und Getränke sowie die Weine und Sekte des Hochschulweinguts rundeten das Programm ab. Auch zahlreiche Alumni fanden den Weg zurück nach Geisenheim und nutzten den Abend für Begegnungen und Wiedersehen.

Öffentlicher Höhepunkt der Agri Food Week

Die Lange Nacht der Wissenschaft bildete zugleich den öffentlichen Höhepunkt einer ganzen Themenwoche an der Hochschule Geisenheim: der Agri Food Week vom 22. bis 25. September 2026 rund um nachhaltigere Ernährungssysteme. Die neue Themenwoche ist im Rahmen der Mitarbeit der Hochschule Geisenheim in der EU-Allianz EU-GIFT entstanden.

Mit ihrem vielfältigen Programm brachte die Agri Food Week Schülerinnen und Schüler, Studieninteressierte, Studierende, Forschende, Fachleute aus der Praxis und die breite Öffentlichkeit zusammen. Im Mittelpunkt standen Zukunftsfragen rund um Ernährung, Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung. Den Auftakt bildeten unter anderem die Kinderuni „Expedition zum Saft – Saftari“ und ein neues Schnupperangebot für Erwachsene zum Thema Brauen. Weitere Programmpunkte waren ein Vorlesungsformat für Schülerinnen und Schüler sowie zwei Fachtagungen.

Mit der Langen Nacht der Wissenschaft öffnete sich die Agri Food Week zum Abschluss für die gesamte Region und lud dazu ein, die Zukunft von Ernährung, Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken.

Teil einer europäischen Wissenschaftsnacht

Die Lange Nacht der Wissenschaft wird im Rahmen der European Researchers’ Night veranstaltet. Die Veranstaltungsreihe bringt Wissenschaft und Gesellschaft zusammen und macht Forschung für die Öffentlichkeit erlebbar. Die Hochschule Geisenheim beteiligte sich 2026 erstmals an der Initiative.

Die Veranstaltungsreihe wird durch das EU-Projekt ReNourish unterstützt. Die Beteiligung an der European Researchers’ Night unterstreicht zugleich die internationale Vernetzung der Hochschule und ihren Anspruch, Forschung aktiv in die Gesellschaft zu tragen.

Bürgermeister Christian Aßmann hebt die enge Verbindung von Hochschule und Stadt hervor: „Die Hochschule bringt junge Menschen und neue Ideen in unsere Stadt und trägt ihren Namen weit über den Rheingau hinaus. Die Lange Nacht der Wissenschaft zeigt, wie lebendig diese Verbindung ist – wenn Bürgerinnen und Bürger auf dem Campus Fragen stellen, selbst etwas ausprobieren und mit Forschenden ins Gespräch kommen.“

Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher machte die erste Lange Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim zu einem besonderen Abend für Wissenschaft und Gesellschaft. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, Forschung unmittelbar zu erleben, Fragen zu stellen, selbst aktiv zu werden und mit den Menschen hinter der Forschung ins Gespräch zu kommen.

Die Hochschule Geisenheim bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern, Forschenden, Mitarbeitenden, Partnern und Unterstützenden, die diesen besonderen Abend zu einem lebendigen Fest der Wissenschaft gemacht haben.

Über die EU-GIFT-Initiative: Die Hochschule Geisenheim ist Teil der EU-GIFT Allianz, einem Zusammenschluss von sieben Hochschulen aus Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Ungarn, Rumänien und Deutschland sowie mehr als 30 Partnerorganisationen. EU-GIFT steht für „European University for Geographical Identity as a driver for Food Systems Transition to Sustainability“. Die Allianz fördert die europäische Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Innovation mit besonderem Fokus auf nachhaltige Lebensmittel- und Getränkesysteme sowie regionale Wertschöpfungsketten. Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Weinbau, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Nachhaltigkeit. Durch die Mitarbeit in der Allianz verstärkt die Hochschule Geisenheim ihre Internationalisierung und wird im Verbund zu einer Europäische Hochschule. Mehr: https://www.hs-geisenheim.de/profil/projekte/eu-gift

 

Kategorien: MyHGU-App, Mein-Netzwerk, Veranstaltungen, Dashboard, HOCHSCHULE, EU-GIFT, Presse und Kommunikation, Alumni, FORSCHUNG, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Wein- und Getränkewirtschaft, Urbanen Gartenbau, Technik, Rebenzüchtung, Phytomedizin, Oenologie, Obstbau, Molekulare Pflanzenwissenschaften, Modellierung und Systemanalyse, Mikrobiologie und Biochemie, Lebensmittelsicherheit, Landschaftsplanung und Naturschutz, Landschaftsbau und Vegetationstechnik, Getränkeforschung, Gemüsebau, Frischproduktlogistik, Freiraumplanung, Bodenkunde und Pflanzenernährung, Angewandte Ökologie, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten

Bilderreihe

Gemeinsam eröffneten sie die erste Lange Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim: Bürgermeister Christian Aßmann, Hochschulpräsident Prof. Dr. habil. Karl H. Mühling, die künftige Vizepräsidentin Forschung Prof. Dr. Katrin Kahlen und die bisherige Vizepräsidentin Forschung Prof. Dr. Annette Reineke (v. l. n. r.); Bildquelle: Oliver Plick
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Rückblick

Spannende Forschung „Made in Geisenheim“ begeistert über 1.500 Besucherinnen und Besucher

Nachts im Gewächshaus... die Weihnachtsbaumtomate lockte das Interesse zahlreicher Besucherinnen und Besucher; Bildquelle: Tina Kissinger

Hochschule Geisenheim öffnete erstmals im Rahmen der European Researchers’ Night ihren Campus – Wissenschaft zum Anfassen, Mitmachen und Entdecken

Was steckt in unseren Lebensmitteln und Getränken? Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus? Wie können digitale Technologien Wein- und Gartenbau verändern? Und was haben Roboter-Assistenzhunde auf einer Baustelle zu suchen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es am Freitag, 25. September 2026, bei der ersten Langen Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim. Mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Forschung hautnah zu erleben, selbst aktiv zu werden und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

Forschung zum Anfassen für Groß und Klein

Unter dem Motto „Spannende Forschung Made in Geisenheim“ verwandelte sich der Campus von 17 bis 22 Uhr in einen lebendigen Ort des Austauschs. In fünf Zonen zwischen Zentralcampus, Forschungseinrichtungen und Gewächshäusern erwarteten die Gäste rund 50 Stationen mit interaktiven Aktionen, Führungen, Vorträgen und Demonstrationen. Ob digitale Reben, Roboter-Assistenzhunde auf der Baustelle, Campusführungen zu Fuß und mit dem Fahrrad oder Saft-Selbstbaukästen – die Vielfalt der Hochschule und ihrer Forschung war an diesem Abend unmittelbar erlebbar.

Besonders begeistert zeigte sich das junge Publikum. Bei einer Kinderuni-Rallye konnten Kinder den Campus spielerisch erkunden und an verschiedenen Stationen Stempel sammeln. Ein Highlight war die Möglichkeit, ein eigenes Getränk zu entwickeln: An mehreren Laborstationen konnten die jungen Forschenden ihre Kreationen selbst mischen, dabei Süßung, Säuerung, Farbe, Aroma und Karbonisierung ausprobieren und anschließend verkosten. Auch der Vortrag von Prof. Dr. Michael Hagemann und seiner Tochter Emma zum Thema „Ist die Nektarine nur ein nackter Pfirsich?“ stieß auf großes Interesse.

Prof. Dr. Annette Reineke, Vizepräsidentin Forschung, betont die Bedeutung des direkten Austauschs mit der Gesellschaft: „Unsere Forschung entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Praxis Lösungen für die Herausforderungen in den Bereichen Wein und Getränken, Lebensmittel, Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Bei der Langen Nacht möchten wir zeigen, woran wir arbeiten, und mit Menschen aller Generationen dazu ins Gespräch kommen.“

Im Rahmen der Begrüßung nutzte Hochschulpräsident Prof. Dr. habil. Karl H. Mühling die Gelegenheit, Prof. Dr. Annette Reineke zugleich aus ihrem Amt als Vizepräsidentin Forschung zu verabschieden und ihr für ihr langjähriges Engagement zu danken. Seit 2017 hat sie das Ressort Forschung maßgeblich geprägt und wichtige Impulse gesetzt. Zum 1. Oktober 2026 folgt Prof. Dr. Katrin Kahlen auf sie.

Prof. Mühling zeigte sich begeistert von der Resonanz: „Die Lange Nacht zeigt, wie vielfältig an unserer Hochschule Geisenheim geforscht wird. Ich freue mich, dass heute so viele Menschen zu uns kamen, um unsere Lösungen, unsere Forschenden und ihre Arbeit kennenzulernen und persönlich zu erleben.“

Wissenstransfer und europäische Vernetzung

Der Wissenstransfer stand im Mittelpunkt des Abends. Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in Forschung, die ihren Alltag unmittelbar berührt – von Lebensmitteln und Getränken über Wein- und Gartenbau bis hin zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Landschaftsarchitektur. Gleichzeitig bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten, direkt mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen.

Auch die internationale Zusammenarbeit der Hochschule wurde sichtbar. Im European Corner konnten Besucherinnen und Besucher Projekte und Partnerschaften kennenlernen, die Geisenheim mit Hochschulen und Regionen in ganz Europa verbinden. Dabei wurde deutlich, welchen Beitrag internationale Forschungskooperationen zur gemeinsamen Bearbeitung von Herausforderungen wie Ernährung, Landwirtschaft, Klimaanpassung und nachhaltiger Entwicklung leisten.

Für eine besondere Atmosphäre sorgten die illuminierten Hochschulgebäude und Gewächshäuser, die Weinberge und Forschungsflächen sowie der sternenklare Himmel mit Vollmond. Live-Musik auf der Campuswiese, Speisen und Getränke sowie die Weine und Sekte des Hochschulweinguts rundeten das Programm ab. Auch zahlreiche Alumni fanden den Weg zurück nach Geisenheim und nutzten den Abend für Begegnungen und Wiedersehen.

Öffentlicher Höhepunkt der Agri Food Week

Die Lange Nacht der Wissenschaft bildete zugleich den öffentlichen Höhepunkt einer ganzen Themenwoche an der Hochschule Geisenheim: der Agri Food Week vom 22. bis 25. September 2026 rund um nachhaltigere Ernährungssysteme. Die neue Themenwoche ist im Rahmen der Mitarbeit der Hochschule Geisenheim in der EU-Allianz EU-GIFT entstanden.

Mit ihrem vielfältigen Programm brachte die Agri Food Week Schülerinnen und Schüler, Studieninteressierte, Studierende, Forschende, Fachleute aus der Praxis und die breite Öffentlichkeit zusammen. Im Mittelpunkt standen Zukunftsfragen rund um Ernährung, Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung. Den Auftakt bildeten unter anderem die Kinderuni „Expedition zum Saft – Saftari“ und ein neues Schnupperangebot für Erwachsene zum Thema Brauen. Weitere Programmpunkte waren ein Vorlesungsformat für Schülerinnen und Schüler sowie zwei Fachtagungen.

Mit der Langen Nacht der Wissenschaft öffnete sich die Agri Food Week zum Abschluss für die gesamte Region und lud dazu ein, die Zukunft von Ernährung, Landwirtschaft und Landschaftsentwicklung direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken.

Teil einer europäischen Wissenschaftsnacht

Die Lange Nacht der Wissenschaft wird im Rahmen der European Researchers’ Night veranstaltet. Die Veranstaltungsreihe bringt Wissenschaft und Gesellschaft zusammen und macht Forschung für die Öffentlichkeit erlebbar. Die Hochschule Geisenheim beteiligte sich 2026 erstmals an der Initiative.

Die Veranstaltungsreihe wird durch das EU-Projekt ReNourish unterstützt. Die Beteiligung an der European Researchers’ Night unterstreicht zugleich die internationale Vernetzung der Hochschule und ihren Anspruch, Forschung aktiv in die Gesellschaft zu tragen.

Bürgermeister Christian Aßmann hebt die enge Verbindung von Hochschule und Stadt hervor: „Die Hochschule bringt junge Menschen und neue Ideen in unsere Stadt und trägt ihren Namen weit über den Rheingau hinaus. Die Lange Nacht der Wissenschaft zeigt, wie lebendig diese Verbindung ist – wenn Bürgerinnen und Bürger auf dem Campus Fragen stellen, selbst etwas ausprobieren und mit Forschenden ins Gespräch kommen.“

Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher machte die erste Lange Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim zu einem besonderen Abend für Wissenschaft und Gesellschaft. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, Forschung unmittelbar zu erleben, Fragen zu stellen, selbst aktiv zu werden und mit den Menschen hinter der Forschung ins Gespräch zu kommen.

Die Hochschule Geisenheim bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern, Forschenden, Mitarbeitenden, Partnern und Unterstützenden, die diesen besonderen Abend zu einem lebendigen Fest der Wissenschaft gemacht haben.

Über die EU-GIFT-Initiative: Die Hochschule Geisenheim ist Teil der EU-GIFT Allianz, einem Zusammenschluss von sieben Hochschulen aus Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Ungarn, Rumänien und Deutschland sowie mehr als 30 Partnerorganisationen. EU-GIFT steht für „European University for Geographical Identity as a driver for Food Systems Transition to Sustainability“. Die Allianz fördert die europäische Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Innovation mit besonderem Fokus auf nachhaltige Lebensmittel- und Getränkesysteme sowie regionale Wertschöpfungsketten. Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Weinbau, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Nachhaltigkeit. Durch die Mitarbeit in der Allianz verstärkt die Hochschule Geisenheim ihre Internationalisierung und wird im Verbund zu einer Europäische Hochschule. Mehr: https://www.hs-geisenheim.de/profil/projekte/eu-gift

 

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Bilderreihe

Gemeinsam eröffneten sie die erste Lange Nacht der Wissenschaft an der Hochschule Geisenheim: Bürgermeister Christian Aßmann, Hochschulpräsident Prof. Dr. habil. Karl H. Mühling, die künftige Vizepräsidentin Forschung Prof. Dr. Katrin Kahlen und die bisherige Vizepräsidentin Forschung Prof. Dr. Annette Reineke (v. l. n. r.); Bildquelle: Oliver Plick
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Kennen Sie schon PLANT.ed?

PLANT.ed ist eine Lernplattform der Professur Pflanzenverwendung und stellt einen ersten Anlaufpunkt für Studierende dar, die sich mit der Pflanzenverwendung sowie der Pflanzplanung beschäftigen wollen. Auf der Suche nach geeigneten Informationen zu diesen Themen, kann man sich schnell in den „Untiefen“ einer noch undefinierten Menge und Vielfalt „verlaufen“. PLANT.ed soll einerseits bei der Orientierung im Themenfeld helfen und andererseits Lehrinhalte der verschiedenen Vorlesungen und Seminare unterstützen. PLANT.ed ist auf der Lernplattform ILIAS der Hochschule Geisenheim University verortet und kann von Studierenden und Mitarbeitenden der HGU jederzeit eingesehen werden.