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Kulturelles Erbe im Klimawandel: KULT der Hochschule Geisenheim engagiert sich beim Denkmallabor im Fürst-Pückler-Park Branitz

Vom 26. bis 30. Mai 2026 fand im Fürst-Pückler-Park Branitz in Cottbus die Fachveranstaltung „Denkmalpflege und Klimawandel – Denkmallabore zu Zukunftsfragen des Kulturerbeerhalts“ statt. Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim University war durch Dr. Jörn Schultheiß aktiv vertreten. Die mehrtägige Tagung machte deutlich: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe fundamental – und der Handlungsbedarf ist groß.

Kompetenzzentrum historische Gärten im Klimawandel

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim (HGU) und der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) unterstützt das KULT den Aufbau des Kompetenzzentrums historische Gärten im Klimawandel. Dr. Juliane Ribbeck-Lampel von der SFPM und Dr. Jörn Schultheiß präsentierten vor den Studierenden Anlass, aktuellen Stand und die künftigen Entwicklungen dieses zukunftsweisenden Vorhabens.

Podiumsdiskussion zur Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft

Dr. Schultheiß beteiligte sich zudem an einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft oder: Wie kommen wir angesichts des Klimawandels in eine vorsorgende Handlungsfähigkeit?“. Mit einem Eingangsstatement von Dr. Klaus Freytag (Lausitz-Beauftragter des Brandenburgischen Ministerpräsidenten) diskutierten Expertinnen und Experten aus Denkmalpflege, Wissenschaft und Politik – darunter Prof. Dr. Thomas Drachenberg (Landeskonservator Brandenburg), Dr. Stefan Körner (SFPM), Dr. Klaus Freytag (Lausitzbeauftragter) und Doreen Mohaupt (Bürgermeisterin Cottbus) – unter der Moderation von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (TU Dortmund) zentrale Fragen eines vorausschauenden Kulturerbeschutzes.

 

Exkursion ins Lausitzer Braunkohlenrevier

Ein Höhepunkt war eine ausgedehnte Exkursion in die Lausitzer Tagebaulandschaft unter Begleitung der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG). Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland – überwiegend Studierende verschiedener Hochschulen und Universitäten – diskutierten vor Ort Fragen des kulturellen Erbes, regionaler Identität sowie naturschutzfachliche Planungen und Umsetzungen im Kontext des Strukturwandels.

Zentrale Erkenntnisse

Die Veranstaltung, organisiert von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann und gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), hat den dringenden Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen aufgezeigt:

Kulturelles Erbe in Transformationslandschaften: Fragen des kulturellen Erbes spielen eine hoch relevante Rolle beim Umgang mit Transformationslandschaften wie dem Lausitzer Strukturwandelgebiet.

Klimawandel als fundamentale Herausforderung: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe in seinem Kern. Nachhaltige Anpassungsstrategien sind unerlässlich, um Kulturerbe und seine vielfältige gesellschaftliche Funktionalität zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Stärkere Integration in Planungsprozesse nötig: Trotz seiner großen multifunktionalen Bedeutung fällt das kulturelle Erbe bei Planungsprozessen häufig hinten runter. Eine weitergehende Implementierung ist dringend geboten.

Vernetzung und Interdisziplinarität: Klimawandelbedingte Herausforderungen in der Denkmalpflege können nur durch fachlich übergreifende Netzwerke wirksam angegangen werden. 

 

Dr. Schultheiß möchte sich herzlich bedanken: bei Prof. Dr. Ingrid Scheurmann für die perfekte Organisation der Veranstaltung, des Abendprogramms und der sehr interessante Exkursion; bei Dr. Stefan Körner und seinem Team SFPM für die Bereitstellung eines außergewöhnlichen Tagungsortes, die vielen interessanten Vorträge – sowie ganz besonders bei den vielen engagierten Studierenden für ihre große Diskussionsfreude und ihre Beiträge.

 

Kategorien: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Landschaftsplanung und Naturschutz

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