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Internationale Wein-Forschungs-Allianz erweitert, um die globale Weinwirtschaft noch besser zu unterstützen

Die BAG-Gruppe; Bildquelle: Dirk Klinner

Die University of California, Davis (UCD), USA erweitert die BAG-Forschungs-Allianz, die verschiedene Institutionen in Bordeaux, Adelaide und Geisenheim umfasst.

In einem gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch vom 24. bis 26. Juni 2026 am Campus in Geisenheim mit 34 Präsentationen zu allen Forschungsthemen des Weinbaus, der Oenologie, der Weinwirtschaft sowie des Weintourismus nahmen französische (in Präsenz), australische (zum Großteil per Videokonferenz) und Geisenheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie aus den USA der Direktor des UCD Departments of Viticulture and Enology, Prof. Ben Montpetit teil.

Neben dem fachlichen Austausch wurde über Strategien diskutiert, wie man aus dem Verbund heraus die angeschlossene Branche intensiver unterstützen kann. Durch den Beitritt der UCD zur Allianz finden sich jetzt sechs der global stärksten Forschungsinstitution unter „einem Dach“.

 

Historie

Die BAG-Allianz wurde zunächst 2010 als strategische Partnerschaft gegründet und dann 2013 durch ein formelles Memorandum of Understanding zu einem „virtuellen internationalen Forschungsinstitut“ ausgebaut. 

 

Institutionen

In die Allianz eingeschlossen sind für Frankreich die Universität Bordeaux, das Institut National de la Recherche pour l’Agriculture, l’Alimentation et l’Environnement (INRAe) mit dem beide verbindenden Institut des Sciences de la Vigne et du Vin (ISVV), für Australien die in Adelaide ansässige Adelaide University und das Australian Wine Research Institute und für Deutschland die Hochschule Geisenheim University.

Diesen Gründer-Institutionen schließt sich jetzt die UCD an, um die Forschungsaktivitäten zu bündeln und gemeinsam an den wichtigen Problemen des Weinsektors zu arbeiten.

 

Ziele

Die Parteien wollen gemeinsam politische Unterstützung erreichen für die länderübergreifende Lösung von Problemen, von denen die gesamte Branche – unabhängig vom jeweiligen Land – profitieren würde.

 

Hierzu gehören:

• Gemeinsame und übergreifende Bearbeitung globaler Themen im Weinbau wie Umwelt, Wassereffizienz, Klimawandel sowie die Rolle des Weins in der Gesellschaft. 

• Nutzung der starken Synergien zwischen den Institutionen: Gemeinsam verfügen sie über erstklassige Expertise und Infrastruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Weins, was die Schaffung einer weltweit ersten „globalen kritischen Masse“ auf internationaler Ebene ermöglicht.

• Förderung der internationalen Bekanntheit der an den jeweiligen Institutionen durchgeführten Forschungsprogramme; dies schafft eine Grundlage für praxisorientiertere Transfer- und Kommunikationsaktivitäten ohne Doppelarbeit bei den Forschungsprogrammen – wodurch die Effizienz gesteigert und der Ertrag der investierten Mittel maximiert wird.

• Beschleunigung der Bereitstellung von Forschungsergebnissen für die Branche durch parallele Versuche unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, auf der Nord- und Südhalbkugel sowie über zwei Jahrgänge hinweg pro Jahr.

• Organisation jährlicher Treffen sowie Förderung des Austauschs und der Interaktion zwischen Führungskräften, wissenschaftlichem Personal und Studierenden der Institutionen.

• Entwicklung von Standardvereinbarungen und Rahmenbedingungen, um die Vorlaufzeit bis zum Beginn neuer Projekte zu verkürzen.

• Entwicklung einer Plattform für internationale Kooperationen unter Einbeziehung weiterer Institutionen weltweit zur Stärkung der Vernetzung mit der internationalen Weinforschungsgemeinschaft.

• Einwerbung zusätzlicher Mittel und Investitionen für die gemeinsame Forschung und Entwicklung im Weinbau- und Weinsektor.

Kategorien: MyHGU-App, Mein-Netzwerk, FORSCHUNG, BAG-Projekt, Wein- und Getränkewirtschaft, Technik, Rebenzüchtung, Phytomedizin, Oenologie, Mikrobiologie und Biochemie, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten

Bilderreihe

Die BAG-Gruppe; Bildquelle: Pierre-Louis Teissedre
Bildquelle: Dirk Klinner
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