Unser neuer Professor für Oenologie, Prof. Dr. Jochen Vestner, im Gespräch mit Dr. Wolfgang Staudt über Aroma, Qualität, Herkunft, Low Intervention und KI
Wie viel von dem, was wir als großen Wein wahrnehmen, lässt sich wissenschaftlich erklären? Prof. Dr. Jochen Vestner spricht mit Dr. Wolfgang Staudt über die Entwicklung moderner Weinbereitung – von Pasteur und Reinzuchthefen bis zu kontinuierlichem Monitoring und künstlicher Intelligenz. Es geht um die Frage, was ein Aromaprofil tatsächlich über einen Wein verrät, warum Intensität noch keine aromatische Qualität bedeutet und weshalb Begriffe wie Eleganz, Harmonie, Feinheit oder Länge wissenschaftlich so schwer zu fassen sind.
Vestner und Staudt sprechen außerdem über Mineralität und Herkunft, die Grenzen von Weinkritik und analytischer Qualitätsbestimmung, klimatisch gestresstes Lesegut sowie die emotional aufgeladene Debatte um Low Intervention. Dabei entsteht ein überraschender Gedanke: Gerade mehr Wissen und präzisere Analytik können es Winzerinnen und Winzern ermöglichen, weniger einzugreifen. Und schließlich geht es um KI: Was kann sie im Keller heute tatsächlich leisten? Wo liegen Unterschiede zwischen kleinen Spitzenbetrieben und großen Kellereien? Und nach welchem Ziel soll ein datengetriebenes System überhaupt entscheiden, wenn schon der Mensch kaum eindeutig definieren kann, was einen großen Wein ausmacht?
hier geht´s zum Podcast:
https://www.podcast.de/episode/707517764/wie-viel-wein-laesst-sich-messen
sowie:



