Neue Studienangebote, eine stärkere internationale Ausrichtung und der Ausbau von Forschung und Praxiskooperationen: Bei der Festveranstaltung „Antritt & Perspektiven“ am 26. Oktober 2026 hat Hochschulpräsident Prof. Dr. habil. Karl H. Mühling seine Vorstellungen für die Weiterentwicklung der Hochschule Geisenheim vorgestellt. Knapp fünf Monate nach seinem Amtsantritt erläuterte der Präsident, wie er das besondere Profil der Hochschule stärken und neue Entwicklungsmöglichkeiten erschließen möchte. Der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels begleitete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Zugleich stellte die Hochschule ihre inhaltlich und visuell weiterentwickelte Marke vor. Zur Festveranstaltung kamen rund 250 Gäste aus Wissenschaft, Praxis, Region und aus der Hochschule Geisenheim. Rund weitere 100 Gäste waren online zugeschaltet.
„Unsere Stärke liegt darin, dass wir wissenschaftliche Grundlagen mit konkreten Fragestellungen aus der Praxis verbinden – von der Landschaft über den Anbau bis zu Lebensmitteln und ihrer Vermarktung. Darauf wollen wir aufbauen: mit einem breiteren, internationaleren Studienangebot, einer noch stärkeren Forschung und Partnerschaften, die wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung bringen.“, erklärte Mühling.
Als eigenständige Hochschule „Neuen Typs“ verbindet Geisenheim seit 2013 universitäre Forschung mit einer anwendungsbezogenen Ausbildung. Ihre Studiengänge und Forschungsarbeiten umfassen Wein, Getränke, Lebensmittel, Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Modernste Lehr- und Forschungsgebäude, darunter das Getränketechnologische Zentrum und der Forschungsbau zur Klimaanpassung im Weinbau, schaffen zusätzliche optimale Möglichkeiten für Lehre, Forschung und Kooperationen.
Der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels betonte: „Die Hochschule Geisenheim verbindet ein klares fachliches Profil mit Forschung zu zentralen Zukunftsfragen: Wie sichern wir unsere Ernährung, passen Anbau, Landschaften und Städte an den Klimawandel an und gehen verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen um? Prof. Mühling knüpft mit seinen Perspektiven für mehr internationale Zusammenarbeit und einen engen Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft an diesen Stärken an.“
Mehr Interdisziplinarität, Internationalität, Forschungsstärke, Praxisorientierung und Effizienz
In der Lehre strebt Mühling eine stärkere Verbindung der Disziplinen und eine internationale Ausrichtung an. Zu seinen Überlegungen gehören im Bachelor ein Studium Generale und im Master neue englischsprachige Aangebote, etwa zu Gartenbauwissenschaften, Ernährungssicherheit und Liquid Foods, sowie duale Masterstudiengänge und zusätzliche Weiterbildungsangebote. Damit möchte die Hochschule neue Zielgruppen erreichen und mehr Menschen für ein Studium in Geisenheim gewinnen. Die europäische Hochschulallianz EU-GIFT soll die internationale Zusammenarbeit in Lehre und Forschung weiter vertiefen.
Für die Forschung formulierte Mühling das Ziel, mehr Fördermittel einzuwerben und die Beteiligung an Forschungsverbünden auszubauen. Zusätzliche Promotionsangebote sollen den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken. In der Zusammenarbeit mit Unternehmen und weiteren Praxispartnern setzt er unter anderem auf langfristige Verbundprojekte und Reallabore. Auch Gründungsförderung und der Austausch mit der Gesellschaft sollen weiter an Bedeutung gewinnen.
Zur Weiterentwicklung der Hochschule gehören für Mühling zudem ein ressourcenschonender Campusbetrieb, eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und effizientere Verwaltungsabläufe. Nachhaltigkeit soll dabei in Forschung, Lehre und Hochschulbetrieb gleichermaßen verankert werden.
Neuer Markenauftritt für die Hochschule Geisenheim
Den Blick auf die künftige Entwicklung ergänzte die Vorstellung des neuen Markenauftritts Ihr überarbeitetes Selbstverständnis beschreibt die Hochschule durch den Anspruch, „grünes Wissen ins Leben zu bringen“. Zu dieser aktiven Rolle als Begleiterin und Unterstützerin der Branchen in Zeiten der Transformation der Landwirtschaft sowie der Landschafts- und Städteplanung passt auch der neue mehrdeutige Claim, das Markenverprechen „Grow forward“. Ihre Arbeitsweise beschreibt die Hochschule mit den Markenwerten „spezialisiert“, „naturverbunden“, „vernetzt“ und „persönlich“. Ein neues Imagevideo sowie Gesprächsrunden mit Mitgliedern des Präsidiums und Videos mit Stimmen aus der Hochschule sowie zu Design und Rollout der Marke machten die Positionierung aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar.
Der neue Markenauftritt ist das Ergebnis eines 2025 gestarteten, breit angelegten Beteiligungsprozesses. Grundlage waren Befragungen von Mitarbeitenden, Studierenden und Branchenvertreterinnen und -vertretern, ergänzt durch Workshops und Interviews sowie eine Trend- und Wettbewerbsanalyse. Ein interdisziplinäres Projektteam und eine hochschulweite Arbeitsgruppe begleiteten die Entwicklung gemeinsam mit der Marken- und Designagentur Schwarz+Matt.
Weitere Informationen
- Präsentation der Festveranstaltung mit Antrittsvortrag von Prof. Karl H. Mühling: PDF
- Alle Videos rund um die neue Marke: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYVgr9ZRNuPI
Bilder: Hochschule Geisenheim / Tina Kissinger





















