KULTURLANDSCHAFT - WANDEL GEMEINSAM GESTALTEN.

WISSEN VERBINDEN. WANDEL GESTALTEN.

Das KULT vernetzt Wissenschaft, Praxis, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaften zu entwickeln und in die Umsetzung zu bringen.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

WORAN WIR ARBEITEN

Kulturlandschaften stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck. Das KULT verbindet Forschung und Praxis, um ihre charakteristischen Qualitäten zu erhalten und gleichzeitig Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

GEMEINSAM KULTURLANDSCHAFT GESTALTEN.

Sie möchten mit uns zusammenarbeiten, haben eine Projektidee oder suchen fachlichen Austausch? 

Sprechen Sie uns an.

kult(at)hs-gm.de

 

Was möchten Sie genauer wissen?

KULT AKTUELL

Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft

Eine Biosphärenregion bietet echte Chancen für die Wissenschaft und Gesellschaft

Auch die Weinbau-Landschaft im Rheingau würde von einer UNESCO-Biosphärenregion profitieren.

Die Hochschule Geisenheim begrüßt die positive Bewertung der Machbarkeitsstudie

„Eine Marke, die die Region einen großen Schritt voranbringt“: Mit diesen Worten unterstützt der Präsident der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, den Vorschlag der hessischen Umweltministerin, in der Region Rheingau-Taunus/Main-Taunus und Wiesbaden eine UNESCO-Biosphärenregion auf den Weg zu bringen. „Wir sind bereit, mit voller Kraft unser wissenschaftliches Knowhow in die Gestaltung einer Modellregion für Nachhaltigkeit vor unserer Haustür zu investieren“, erklärt der Präsident.

Die globalen Herausforderungen der Menschheit seien in erster Linie auf lokaler und regionaler Ebene zu lösen, sagt Schultz: Folgen des Klimawandels und des Artensterbens würden zunehmend spürbar und für die Gesellschaft stetig teurer. Die Hochschule Geisenheim fühle sich mitverantwortlich für die Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen. „Die Biosphärenregion bietet uns als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die einzigartige Chance, direkt vor der Haustür Modelle zu entwickeln und zu erproben, wie wir unseren Arbeits- und Lebensraum nachhaltig gestalten können.“ Ökonomische, ökologische und soziale Ziele seien dabei unter einen Hut zu bringen. Für die Lehre, Forschung und den Wissenstransfer in die Gesellschaft sei das eine einzigartige Herausforderung und Chance.

Die soeben vorgestellte Machbarkeitsstudie für die Biosphärenregion unterstreiche, dass in der Region bereits eine große Dichte an Forschungsinstitutionen vorhanden ist, sagt Schultz. „Dieses Potenzial lässt sich unter dem Label der UNESCO erheblich besser für die Entwicklung der Region einsetzen“, zeigt er sich sicher: So würden viel leichter Fördermittel zum Vorteil der Menschen vor Ort fließen. Das Alleinstellungsmerkmal von Biosphärenregionen sei, dass diese Nutzung und Entwicklung der Kulturlandschaft nicht reglementieren können: „Jede Entscheidung, sich einzubringen oder auch nicht, bleibt allen Beteiligten nach wie vor ganz allein überlassen“, so Schultz. Aus Sicht der Hochschule Geisenheim sei gerade eine fachliche Begleitung in den Fragestellungen zu Landnutzungen und Landschaftsentwicklung spannend.

„Wir können die Augen verschließen vor den Herausforderungen der Zukunft – oder aber die Initiative ergreifen und sie aktiv selber gestalten“, ergänzt Schultz. Die Hochschule wolle sich gerade auch im Interesse ihrer Studierenden engagieren, die die Diskussion selbst mit Spannung verfolgten. Der Hochschule Geisenheim als Ausbildungsstätte für junge Menschen im Wein-, Obst- und Gartenbau sowie der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung sei es extrem wichtig, dass die Landnutzenden die Chancen ergriffen. „Daher appelliere ich insbesondere an die Gegner der Biosphärenregion in Land- und Forstwirtschaft, ihre Positionen zu überdenken“, so Schultz. „Wir müssen die nachhaltige Entwicklung unserer Landschaft gemeinsam angehen“, wünscht er sich eine fortgesetzte intensive Kommunikation. „Keine Reglementierung, nur Chancen“ biete die Biosphärenregion. Im Interesse der nachfolgenden Generationen fordert er die noch zweifelnden Städte und Gemeinden auf, „die Zukunftsidee“ zu unterstützen.

 

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Tel. 06722 502 201, praesident@hs-gm.de

Kategorien: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, STUDIUM, HOCHSCHULE, FORSCHUNG, Urbanen Gartenbau, Landschaftsplanung und Naturschutz, Landschaftsbau und Vegetationstechnik, Freiraumplanung, Angewandte Ökologie, Nachrichten

Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Kulturlandschaft

1. September 2026 KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

1. September 2026 | ab 10:00 Uhr | Weingut Raddeck, Nierstein
Kostenfreie Teilnahme

Das diesjährige KuLaDig-Netzwerktreffen findet in der KuLaDig-Kommune Nierstein statt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Kulturlandschaft, Tourismus und Weinbau, das sich auch in einem Markt der Möglichkeiten widerspiegelt.

Neben Impulsvorträgen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen KuLaDig-Kommunen sowie mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern von KuLaDig RLP und der SGD Süd. Auch eine Führung durch die Weinberge ist vorgesehen.

Anmeldung bis 24. August 2026 per E-Mail an Christine.brehm(at)sgdsued.rlp.de, bitte mit Angabe, ob Sie an der Weinbergführung teilnehmen möchten.

Veranstalter: Kultur.Landschaft.Digital – Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz an der SGD Süd

1. September bis 22. Oktober 2026 Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

1. September bis 22. Oktober 2026 | insgesamt 9 Online-Veranstaltungen

Wie lassen sich genetische Nutztiervielfalt, Landschaftsvielfalt und Wertschöpfung für nachhaltige Ernährungssysteme verbinden?

Dieser Frage widmet sich unsere Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“. An insgesamt neun Terminen, jeweils dienstags oder donnerstags, werden verschiedene Aspekte der genetischen Vielfalt von Nutztierrassen und ihrer Bedeutung für nachhaltige Ernährungssysteme betrachtet.

Direkt zur Anmeldung:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdUKCr5EMFDAtpdCy6sn0nQslQRRfmi_hksDbJp-c75IshK_A/viewform

29. September 2026 8. Straße und Landschaft „Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?“

Straße und Landschaft – Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?

29. September 2026 | Hochschule Geisenheim University
Teilnahmegebühr: 60 €

Anmeldung:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/8-sl2026

Die Umsetzung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur wird in der Praxis die Planung und den Bau von Straßen erheblich beeinflussen. Doch was bedeutet das konkret für Straßenbauverwaltungen, Planungsbüros sowie Gutachterinnen und Gutachter?

Die Fachtagung widmet sich unter anderem der Frage, welche Artikel der Wiederherstellungsverordnung für den Straßenbau besonders relevant sind, was der Nationale Wiederherstellungsplan vorsieht und welche Konsequenzen sich aus dem neuen Verschlechterungsverbot ergeben. Zudem geht es um zusätzliche Erfassungserfordernisse sowie die Anpassung von Eingriffsregelung, UVP und LBP.

Veranstalter und Partner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement sowie der Bundesverband Beruflicher Naturschutz Rheinland-Pfalz e. V.

6. & 7. Oktober 2026 IALE-D Jahrestagung 2026 „Schwammlandschaften als integrativer Ansatz der Klimaanpassung: Analyse, Planung und Governance“

Termin: 6. & 7. Oktober 2026

Ort: Universität Hildesheim

ie Jahrestagung steht unter dem Leitmotiv zukunftsfähiger Kulturlandschaften im Kontext von Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung. Vor diesem Hintergrund gewinnen Schwammlandschaften zunehmend an Bedeutung – als landschaftsökologischer und planerischer Ansatz zur Stärkung von Wasserretention, Speicher- und Regulationsfunktionen sowie zur Erhöhung der Klimaresilienz urbaner und ruraler Räume.

Aktuelle Entwicklungen, unter anderem im Kontext der EU-Wiederherstellungsverordnung und des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz, verdeutlichen die wachsende Relevanz integrierter wasserbezogener Landschaftsansätze.

Für die Fachsitzung freuen wir uns insbesondere über Beiträge in drei Themenfeldern:

  • Erfassung und Bewertung: Wie können wasserhaushaltsbezogene Funktionen auf Landschaftsebene differenziert erfasst und bewertet werden, und welche Indikatoren eignen sich zur belastbaren Quantifizierung ihres Klimaanpassungsbeitrags?
  • Planung und Integration: Wie lassen sich integrative räumliche Konzepte entwickeln, die naturbasierte Maßnahmen kohärent kombinieren?
  • Implementierung und Governance: Welche institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Umsetzung und welche Governance-Ansätze überwinden Implementierungshemmnisse?

Ausgerichtet wird die Fachsitzung in Kooperation der EU Projekte SpongeScapes, SpongeBoost und SpongeWorks, in Kooperation mit dem Netzwerk Schwammlandschaften.

Abstracts können bis zum 30.06.2026 eingereicht werden.

Informationen zur Konferenz, zur Fachsitzung und zur Anmeldung von Beiträgen finden Sie auf dem IALE-D-Konferenzportal: https://www.iale.de/tagungen/iale-2026/fachsitzungen/#session2

15.–16. Oktober 2026 viSiOONWALD-Transfer 2026 „Kann man den Klimawandel wegpflanzen? – Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung“

viSiOONWALD-Transfer 2026 – Kann man den Klimawandel wegpflanzen? Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung

15.–16. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)

Teilnahmegebühr: 80 € inkl. Rahmenprogramm
Übernachtung im Walderlebniszentrum: 51 €

Anmeldung:
https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=252094&style=wez-soonwald

Der Aufbau klimastabiler Wälder ist eine zentrale Aufgabe des Waldmanagements. Ein Faktor, der dabei bislang häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Bodenleben – obwohl Mikroorganismen, Pilze und Mykorrhiza-Netzwerke entscheidend für Wachstum, Vitalität und Resilienz von Wäldern sind.

Im Mittelpunkt der zweiten viSiOONWALD-Transfer-Veranstaltung steht daher der Boden als Grundlage des Ökosystems Wald. Fachleute aus Forschung und Praxis beleuchten die Bedeutung des Bodenmikrobioms für Waldentwicklung, Kohlenstoffspeicherung, Wasserhaushalt und Ökosystemleistungen. Außerdem diskutieren wir, wie dieses Wissen stärker in die waldbauliche Planung und Praxis integriert werden kann und welchen Beitrag neue Technologien zur Entwicklung degradierter Böden leisten können.

Veranstaltungspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Regionalbündnis Soonwald-Nahe, Naturpark Soonwald-Nahe und von Nell’sche Forstverwaltung eGbR.

23.–25. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Offenland

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

30.–31. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Wald

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

Veranstaltungen des KULT an der Hochschule

Eine Biosphärenregion bietet echte Chancen für die Wissenschaft und Gesellschaft

Auch die Weinbau-Landschaft im Rheingau würde von einer UNESCO-Biosphärenregion profitieren.

Die Hochschule Geisenheim begrüßt die positive Bewertung der Machbarkeitsstudie

„Eine Marke, die die Region einen großen Schritt voranbringt“: Mit diesen Worten unterstützt der Präsident der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, den Vorschlag der hessischen Umweltministerin, in der Region Rheingau-Taunus/Main-Taunus und Wiesbaden eine UNESCO-Biosphärenregion auf den Weg zu bringen. „Wir sind bereit, mit voller Kraft unser wissenschaftliches Knowhow in die Gestaltung einer Modellregion für Nachhaltigkeit vor unserer Haustür zu investieren“, erklärt der Präsident.

Die globalen Herausforderungen der Menschheit seien in erster Linie auf lokaler und regionaler Ebene zu lösen, sagt Schultz: Folgen des Klimawandels und des Artensterbens würden zunehmend spürbar und für die Gesellschaft stetig teurer. Die Hochschule Geisenheim fühle sich mitverantwortlich für die Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen. „Die Biosphärenregion bietet uns als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die einzigartige Chance, direkt vor der Haustür Modelle zu entwickeln und zu erproben, wie wir unseren Arbeits- und Lebensraum nachhaltig gestalten können.“ Ökonomische, ökologische und soziale Ziele seien dabei unter einen Hut zu bringen. Für die Lehre, Forschung und den Wissenstransfer in die Gesellschaft sei das eine einzigartige Herausforderung und Chance.

Die soeben vorgestellte Machbarkeitsstudie für die Biosphärenregion unterstreiche, dass in der Region bereits eine große Dichte an Forschungsinstitutionen vorhanden ist, sagt Schultz. „Dieses Potenzial lässt sich unter dem Label der UNESCO erheblich besser für die Entwicklung der Region einsetzen“, zeigt er sich sicher: So würden viel leichter Fördermittel zum Vorteil der Menschen vor Ort fließen. Das Alleinstellungsmerkmal von Biosphärenregionen sei, dass diese Nutzung und Entwicklung der Kulturlandschaft nicht reglementieren können: „Jede Entscheidung, sich einzubringen oder auch nicht, bleibt allen Beteiligten nach wie vor ganz allein überlassen“, so Schultz. Aus Sicht der Hochschule Geisenheim sei gerade eine fachliche Begleitung in den Fragestellungen zu Landnutzungen und Landschaftsentwicklung spannend.

„Wir können die Augen verschließen vor den Herausforderungen der Zukunft – oder aber die Initiative ergreifen und sie aktiv selber gestalten“, ergänzt Schultz. Die Hochschule wolle sich gerade auch im Interesse ihrer Studierenden engagieren, die die Diskussion selbst mit Spannung verfolgten. Der Hochschule Geisenheim als Ausbildungsstätte für junge Menschen im Wein-, Obst- und Gartenbau sowie der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung sei es extrem wichtig, dass die Landnutzenden die Chancen ergriffen. „Daher appelliere ich insbesondere an die Gegner der Biosphärenregion in Land- und Forstwirtschaft, ihre Positionen zu überdenken“, so Schultz. „Wir müssen die nachhaltige Entwicklung unserer Landschaft gemeinsam angehen“, wünscht er sich eine fortgesetzte intensive Kommunikation. „Keine Reglementierung, nur Chancen“ biete die Biosphärenregion. Im Interesse der nachfolgenden Generationen fordert er die noch zweifelnden Städte und Gemeinden auf, „die Zukunftsidee“ zu unterstützen.

 

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Tel. 06722 502 201, praesident@hs-gm.de

Kategorien: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, STUDIUM, HOCHSCHULE, FORSCHUNG, Urbanen Gartenbau, Landschaftsplanung und Naturschutz, Landschaftsbau und Vegetationstechnik, Freiraumplanung, Angewandte Ökologie, Nachrichten