Energie sparen

Wir stehen – persönlich wie beruflich – immer wieder vor der Herausforderung, unsere Energieversorgung und unseren Ressourcenverbrauch bewusst nachhaltiger zu gestalten. Im Einklang mit unserem Nachhaltigkeitskonzept sind wir alle in der Verantwortung, aktiv zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie beizutragen. Die hier zusammengestellten Anregungen und Tipps lassen sich leicht umsetzen und werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Wenn wir gemeinsam genügend Momentum entwickeln, können wir uns gegenseitig für einen achtsamen Umgang mit Energie und weiteren wertvollen Ressourcen (wie Wasser, Papier, Labormaterialien, Plastik usw.) sensibilisieren. Dieses Bewusstsein stärkt nicht nur unser tägliches Handeln, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung unserer Hochschule und für kommende Generationen.

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Green Office

Möglichkeiten

Computer
  • Verringern Sie die Helligkeit Ihres Monitors: Die Augen gewöhnen sich schnell um. Probieren Sie auch mal den Nachtmodus verschiedener Programme (dunkler Hintergrund, weiße Schrift).
  • Prüfen Sie die Energiespareinstellungen Ihres PCs. Das automatische Abschalten des Bildschirms nach bereits fünf Minuten Inaktivität kann ein gutes Backup sein, wenn Sie mal vergessen sollten, Ihren Monitor beim Verlassen des Büros auszuschalten.
  • Setzen Sie für häufig besuchte Webseiten Lesezeichen, denn jede Suchmaschinen-Anfrage verbraucht Strom!
  • Setzen Sie KI verantwortungsvoll ein: Eine KI Anfrage verbraucht ein vielfaches der Energie einer konventionellen Suchmaschinen-Anfrage.
  • Probieren Sie Alternativen zu Google aus: Ecosia liefert dieselben Ergebnisse wie die Suchmaschine Bing, nutzt ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen und investiert einen Teil der Gewinne aus Suchanfragen in Wiederaufforstungsprojekte weltweit.
  • Vermeiden Sie E-Mail-Anhänge: Ein Server-Link spart nicht nur Energie, sondern schont das Postfach und verbessert den Workflow!
  • Video-Konferenzen sind persönlicher, wenn man sich bei der Begrüßung sieht, aber gerade die Übertragung von Videodaten benötigt viel Energie. Prüfen Sie daher die Notwendigkeit der permanenten Videoübertragung.
  • Streaming und Cloud-Speicher bewusst nutzen: Videos in geringerer Auflösung abspielen und alte Dateiversionen in der Cloud aufräumen – jede dauerhaft gespeicherte Datei belegt Serverplatz, der rund um die Uhr Strom braucht.
  • Laptop statt Desktop-PC: Notebooks benötigen im Betrieb typischerweise nur einen Bruchteil der Leistung eines stationären Rechners.
Geräte und Lampen
  • Simpel und effektiv: Schalten Sie die Lichter beim Verlassen des Raumes und in den Fluren, Treppenhäusern und Toiletten nach Möglichkeit aus. Lieber schalten Sie Lampen und Geräten bei Bedarf wieder ein, als einen permanenten Stromfresser riskieren (im schlimmsten Fall über Nacht!).
  • Elektrische Geräte ausschalten und effektiver nutzen: Benötige ich den zweiten Bildschirm wirklich? Und wie sieht es im Kühlschrank aus – wird er benötigt (und auf dieser niedrigen Temperatur) oder kühlt er vor allem Altlasten, die beseitigt werden können, und kann die Temperatur ein wenig nach oben korrigiert werden?
  • Existieren dezentrale Server, die ausgeschaltet werden können? Datenmigration ist lästig, aber gerade Server laufen rund um die Uhr mit entsprechendem Strombedarf. Zudem bietet die Hochschule eine zentrale IT-Infrastruktur, bei der auch die Datensicherheit gewährleistet ist.
  • Nutzen Sie den Geschirrspüler nur bei voller Beladung und entsprechend des Verschmutzungsgrades das Energiespar- oder Gläserprogramm.
  • Werfen Sie einen Blick nach oben: Welches Leuchtmittel bringt bei Ihnen Licht ins Dunkle? Können Sie die Nutzung von Lampen in Ihrem Büro eventuell optimieren, in dem Sie sie je nach Bedarf nur teilweise nutzen oder im Tagesverlauf wenn möglich ganz ausschalten?
  • Geräte teilen statt doppelt vorhalten: Gibt es in der Nachbararbeitsgruppe bereits ein Gerät (zB. Kaffeemaschine, Kühlschrank), das Sie mitnutzen können? Das spart Energie, Anschaffungskosten und Stellfläche.
  • Wasserkocher statt Herdplatte, und nur so viel Wasser einfüllen wie tatsächlich gebraucht wird.
Standby
  • Gerade Kaffeemaschinen für Filterkaffee sind oft den ganzen Tag an. Besser ist es, mit den Kolleginnen und Kollegen abzusprechen, wann die besten Kaffeezeiten sind, und ein schönes Ritual für den gemeinsamen Austausch schaffen. Das spart Energie und fördert das Betriebsklima.
  • Wo vorhanden, helfen Steckerleisten mit Kippschalter auch beim Sparen. Wenn Sie solche Leisten nutzen, achten Sie – wie beim Entfernen des Steckers – bitte darauf, dass die versorgten Geräte bereits heruntergefahren sind!
  • Nicht vergessen: Computer inklusive Bildschirme ausschalten! Im Standby Modus benötigen Docking Station und Monitor ca. 6 W pro Stunde fürs Nichtstun. Jährlich kommen so ca. 35 kWh Strom pro Arbeitsplatz zusammen!
  • Netzteile und Ladegeräte ziehen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom. Nach dem Laden ausstecken.
  • Drucker und Multifunktionsgeräte: Ein zentrales Etagengerät ersetzt mehrere Einzelgeräte im Standby.
  • Vor längerer Abwesenheit (Urlaub, Feldsaison, Semesterpause) eine kurze Runde durchs Büro oder Labor: Was kann für zwei Wochen komplett vom Netz?
Fenster und Lüften

Sommer:

  • Ventilatoren verbrauchen sehr viel Strom und machen oft Lärm. Lässt sich ihr Einsatz durch das Herstellen eines Durchzugs vermeiden?
  • Bitte an die Frühaufsteher: Morgens kräftig durchlüften und nochmal kühle Luft in die Räume lassen, anschließend Fenster samt Fensterläden oder Rollos schließen und die Sonne aussperren. Gerne nach Absprache auch bei den Kolleginnen und Kollegen.
  • Für alle, die etwas später anfangen: Rollos mit Ostausrichtung am besten bereits abends schließen.

Winter:

  • Auch hier gilt: Stoßlüften statt Dauerlüften. Rollos lassen Sie im Winter idealerweise auf, um solare Gewinne (= Wärme) einzufahren.
  • Auf ausreichenden Abstand des Arbeitsplatzes zum Fenster achten: Gerade in älteren Gebäuden mit schlecht isolierten Fenstern führt der Strahlungswärmeverlust zu einem verringerten Behaglichkeitsempfinden („Zug“). Hierbei hilft auch eine erhöhte Raumlufttemperatur nur bedingt, weil abstrahlende Kälte durchs Fenster spürbar bleibt. Prüfen Sie doch einmal, ob durch ein Umstellen der Bürotische nicht bereits mehr Behaglichkeit geschaffen werden kann.
  • (Selbstgemachte) Zugluftstopper, die man mit Vogelsand, Stoff o.ä. füllen kann, machen einen großen Unterschied, falls das Wegrücken vom Fenster oder der Tür nicht möglich ist.
  • Heizkörper freihalten: Möbel, Vorhänge oder gestapelte Kartons vor dem Heizkörper verhindern, dass die Wärme im Raum ankommt – die Heizung läuft dann länger als nötig.
  • Während des Stoßlüftens Thermostat herunterdrehen, sonst heizt der Heizkörper gegen das offene Fenster an.
  • Türen zu unbeheizten oder kühleren Bereichen (Flur, Treppenhaus, Lager) geschlossen halten.
Labor & Technikum
  • Laborabzüge sind die größten Einzelverbraucher im Gebäude. Frontschieber konsequent schließen, wenn nicht daran gearbeitet wird – ein dauerhaft offener Abzug zieht so viel Energie wie mehrere Einfamilienhaushalte.
  • Wasserbäder, Trockenschränke und Zentrifugen nach dem Versuch abschalten. Prüfen Sie bei Geräten mit langer Aufheizzeit, ob sich die Nutzung im Team bündeln lassen.
  • Autoklaven und Spülmaschinen nur voll beladen fahren und Zyklen zwischen Arbeitsgruppen abstimmen.
Kühlen und Gefrieren
  • Regelmäßig abtauen und Dichtungen prüfen: Eisschichten wirken wie eine Dämmung nach innen und treiben den Verbrauch nach oben.
  • Inventur statt Neuanschaffung: In vielen Gefriergeräten lagern Proben, deren Projekte längst abgeschlossen sind. Aufgeräumte Geräte lassen sich zusammenlegen und einzelne komplett abschalten.
  • Kühl- und Gefriergeräte nicht direkt neben Wärmequellen oder in der Sonne aufstellen und für freie Luftzirkulation hinter dem Gerät sorgen.
Gewächshaus, Klimakammer und Versuchsflächen
  • Sollwerte kritisch prüfen: Braucht der Versuch wirklich 24 °C, oder genügen 21 °C? Jedes Grad weniger senkt den Wärmebedarf spürbar.
  • Belichtungszeiten und Lichtintensität an den tatsächlichen Versuchsbedarf anpassen und Zeitschaltprogramme nach Versuchsende zurücksetzen.
  • Nicht belegte Kammern und Gewächshausabteile abschalten statt auf Standby-Klima laufen lassen.
  • Energieschirme, Schattierung und Lüftungsklappen konsequent nutzen – und Türen im Winter nicht offen stehen lassen.
  • Versuchsplanung mitdenken: Lassen sich Belegungen so bündeln, dass ganze Abteile über die Wintermonate leer und kalt bleiben können?
Wärme und Thermostate
  • Die seit 2024 eingebauten smarten Thermostate regeln automatisch – Zur Einstellung bitte bei haustechnik(at)hs-gm.de melden.
  • Etwa 6 % Heizenergie pro Grad: Wer die Raumtemperatur um ein Grad senkt und dafür einen Pullover trägt, spart mehr als mit den meisten Stromspartipps zusammen.
  • Nachtabsenkung und Wochenendbetrieb nutzen, statt Räume durchgehend auf Nutzungstemperatur zu halten.
Sonstige Ressourcen
  • Beidseitig und nur bei Bedarf drucken; Skripte und Protokolle digital bereitstellen.
  • Einwegmaterialien im Labor und in der Teeküche kritisch prüfen – Mehrweg spart Rohstoffe, Transport und Entsorgung.
Mobilität und Wege
  • Dienstwege mit Bahn, Rad oder den Fahrzeugen des Fuhrparks planen; Kurzstrecken lassen sich auf dem Campus fast immer zu Fuß erledigen.
  • Fahrgemeinschaften und Hessenticket nutzen.
  • Bei Konferenzen prüfen: Ist eine Online-Teilnahme fachlich gleichwertig?
Beschaffung
  • Bei Neuanschaffungen die Betriebskosten mitrechnen, nicht nur den Kaufpreis: Ein Gerät mit zehn Jahren Laufzeit kostet im Betrieb oft ein Vielfaches der Anschaffung.
  • Effizienzklasse, Standby-Verbrauch und Reparierbarkeit in die Bedarfsanforderung aufnehmen.
  • Vor der Bestellung im Haus fragen: Steht ein vergleichbares Gerät ungenutzt in einer anderen Arbeitsgruppe?
Augen auf im Team
  • Gemeinsame Rundgänge durch Büros, Labore, Werkstätten oder Versuchshallen sensibilisieren für Energiefresser und geben neue Impulse für Effizienzmaßnahmen. Wenn wir diese gemeinsam umsetzen, verbessern wir unsere CO2-Bilanz!
  • Neue Kolleginnen und Kollegen bei der Einarbeitung mitnehmen: Wo sind die Lichtschalter, welches Gerät darf nachts nicht ausgeschaltet werden, wo hängt die Checkliste?
  • Defekte melden statt gewöhnen: tropfender Warmwasserhahn, dauerhaft laufende Lüftung, Fenster ohne Dichtung, Licht ohne Schalter. Eine Meldung an das Facility Management ist oft wirksamer als jede Verhaltensänderung.
  • Bei Anregungen, Fragen und sonstigem Unterstützungsbedarf wenden Sie sich bitte an nachhaltigkeitsbuero(at)hs-gm.de.