KULTURLANDSCHAFT - WANDEL GEMEINSAM GESTALTEN.

WISSEN VERBINDEN. WANDEL GESTALTEN.

Das KULT vernetzt Wissenschaft, Praxis, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaften zu entwickeln und in die Umsetzung zu bringen.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

WORAN WIR ARBEITEN

Kulturlandschaften stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck. Das KULT verbindet Forschung und Praxis, um ihre charakteristischen Qualitäten zu erhalten und gleichzeitig Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

GEMEINSAM KULTURLANDSCHAFT GESTALTEN.

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KULT AKTUELL

Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft

Trüffel – Edelpilze erobern Deutschland

Bildquelle: Roger Baumeister

Unsere Hochschule war in Verbindung mit dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) Gastgeber für die Trüffeltagung des Verbands für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V., die mit rund hundert Mitgliedern am 12. und 13. Oktober 2019 stattfand.

Trüffel werden zusammen mit ihren Wirtsbäumen wie Haselnuss, Buche oder Stieleiche angebaut, wobei Pilz und Baum eine Symbiose eingehen. Der Pilz benötigt kalkhaltige Böden und kommt auch in freier Natur vor. Jedoch stehen alle Trüffelarten in Deutschland unter strengem Schutz und dürfen nicht gesammelt werden; angebaute Trüffel sind davon jedoch ausgenommen. Derzeit werden jährlich rund 60 Tonnen Trüffel in Deutschland vermarktet. Bislang werden die Trüffel üblicherweise aus Italien, Frankreich oder Spanien importiert. Doch das könnte sich bald ändern, denn auch hierzulande haben Landwirte und private Liebhaber mit dem Anbau des Burgundertrüffels begonnen (Tuber aestivum var. uncinatum). Und es könnte in den kommenden Jahren immer mehr werden. So könnte auch mit dem regionalen Angebot die Nachfrage wachsen und die gehobene Gastronomie mit Frische und Regionalität der besonderen Pilze punkten.

Noch sind die Menschen, die in Deutschland Trüffel anbauen, Pioniere. Darunter sind private Liebhaber des „schwarzen Goldes“, aber auch landwirtschaftliche Betriebe, die sich ein weiteres Standbein aufbauen möchten. Die Wirtsbäume, an deren Wurzeln sich die Trüffel entwickeln, werden gezielt mit Trüffelpilzsporen geimpft. Doch im Vergleich zu anderen Kulturen ist die Ernte der Edelpilze jedoch nicht so planbar. Rund sieben Jahre dauert es, bis die ersten Trüffel - idealerweise mithilfe eines Trüffelhundes -ausgegraben werden können.

Leicht haben es Deutschlands Trüffelpioniere mit dem Klimawandel aber nicht, denn auch Dürren erschweren den Anbau und sowohl Bäume als auch Pilze leiden unter extrem trockenen Phasen wie in 2018, welche zu geringeren Erträgen führen. So spielt die Thematik der künstlichen Bewässerung von Trüffelkulturen eine wichtige Rolle, was „Trüffelanbau in Zeiten des Klimawandels“ auch zum Schwerpunktthema der Tagung machte. Aber auch der Boden, als komplexes Wirkungsgefüge, wurde näher unter die Lupe genommen. Ebenso gab es interessante Einblicke zum „Sex“ der Trüffelpflanze des Burgundertrüffelexperten, Dr. Uli Stobbe. Und Prof. Dr. Claudia Kammann, Professorin für Klimafolgenforschung an Sonderkulturen unserer Hochschule betonte: "Wir werden in 30 Jahren ein ganz anderes Klima haben als heute. Davon sind auch die Wirtsbäume der Trüffel betroffen. Von den steigenden CO2-Konzentrationen werden die Trüffel als Ektomykorrhiza-Symbionten der Wirtsbäume jedoch eher profitieren.“ Prof. Ulrich Büntgen von der renommierten Cambridge University zeigte, dass der Klimawandel gerade in den ureigenen Anbaugebieten wie im Perigord (Frankreich) in Zukunft die Erträge des schwarzen Trüffels (Tuber melanosporum) vermindern wird – und dass sich südlichere Trüffel-Arten nach Norden ausbreiten. Auch in den Parkanlagen der Cambridge University fand der deutsche Professor bereits Burgundertrüffel – wobei er mit seinem Suchhund der einzige Universitätsangestellte ist, der zu Forschungszwecken „mit Hund“ in den Park durfte.


Anmerkung der Redaktion:

Seien Sie G-spannt, was zum Thema Trüffel noch alles auf Sie zukommt.

Denn an unserer Hochschule spielt das Thema Genuss eine große Rolle - da sind die Edelpilze in Kombination mit Wein ein ideales Probierpaar…

 

Kategorien: Veranstaltungen, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Angewandte Ökologie, Nachrichten

Bilderreihe

Bildquelle: Roger Baumeister
Bildquelle: Roger Baumeister

Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Kulturlandschaft

1. September 2026 KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

1. September 2026 | ab 10:00 Uhr | Weingut Raddeck, Nierstein
Kostenfreie Teilnahme

Das diesjährige KuLaDig-Netzwerktreffen findet in der KuLaDig-Kommune Nierstein statt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Kulturlandschaft, Tourismus und Weinbau, das sich auch in einem Markt der Möglichkeiten widerspiegelt.

Neben Impulsvorträgen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen KuLaDig-Kommunen sowie mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern von KuLaDig RLP und der SGD Süd. Auch eine Führung durch die Weinberge ist vorgesehen.

Anmeldung bis 24. August 2026 per E-Mail an Christine.brehm(at)sgdsued.rlp.de, bitte mit Angabe, ob Sie an der Weinbergführung teilnehmen möchten.

Veranstalter: Kultur.Landschaft.Digital – Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz an der SGD Süd

1. September bis 22. Oktober 2026 Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

1. September bis 22. Oktober 2026 | insgesamt 9 Online-Veranstaltungen

Wie lassen sich genetische Nutztiervielfalt, Landschaftsvielfalt und Wertschöpfung für nachhaltige Ernährungssysteme verbinden?

Dieser Frage widmet sich unsere Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“. An insgesamt neun Terminen, jeweils dienstags oder donnerstags, werden verschiedene Aspekte der genetischen Vielfalt von Nutztierrassen und ihrer Bedeutung für nachhaltige Ernährungssysteme betrachtet.

Direkt zur Anmeldung:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdUKCr5EMFDAtpdCy6sn0nQslQRRfmi_hksDbJp-c75IshK_A/viewform

29. September 2026 8. Straße und Landschaft „Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?“

Straße und Landschaft – Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?

29. September 2026 | Hochschule Geisenheim University
Teilnahmegebühr: 60 €

Anmeldung:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/8-sl2026

Die Umsetzung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur wird in der Praxis die Planung und den Bau von Straßen erheblich beeinflussen. Doch was bedeutet das konkret für Straßenbauverwaltungen, Planungsbüros sowie Gutachterinnen und Gutachter?

Die Fachtagung widmet sich unter anderem der Frage, welche Artikel der Wiederherstellungsverordnung für den Straßenbau besonders relevant sind, was der Nationale Wiederherstellungsplan vorsieht und welche Konsequenzen sich aus dem neuen Verschlechterungsverbot ergeben. Zudem geht es um zusätzliche Erfassungserfordernisse sowie die Anpassung von Eingriffsregelung, UVP und LBP.

Veranstalter und Partner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement sowie der Bundesverband Beruflicher Naturschutz Rheinland-Pfalz e. V.

6. & 7. Oktober 2026 IALE-D Jahrestagung 2026 „Schwammlandschaften als integrativer Ansatz der Klimaanpassung: Analyse, Planung und Governance“

Termin: 6. & 7. Oktober 2026

Ort: Universität Hildesheim

ie Jahrestagung steht unter dem Leitmotiv zukunftsfähiger Kulturlandschaften im Kontext von Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung. Vor diesem Hintergrund gewinnen Schwammlandschaften zunehmend an Bedeutung – als landschaftsökologischer und planerischer Ansatz zur Stärkung von Wasserretention, Speicher- und Regulationsfunktionen sowie zur Erhöhung der Klimaresilienz urbaner und ruraler Räume.

Aktuelle Entwicklungen, unter anderem im Kontext der EU-Wiederherstellungsverordnung und des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz, verdeutlichen die wachsende Relevanz integrierter wasserbezogener Landschaftsansätze.

Für die Fachsitzung freuen wir uns insbesondere über Beiträge in drei Themenfeldern:

  • Erfassung und Bewertung: Wie können wasserhaushaltsbezogene Funktionen auf Landschaftsebene differenziert erfasst und bewertet werden, und welche Indikatoren eignen sich zur belastbaren Quantifizierung ihres Klimaanpassungsbeitrags?
  • Planung und Integration: Wie lassen sich integrative räumliche Konzepte entwickeln, die naturbasierte Maßnahmen kohärent kombinieren?
  • Implementierung und Governance: Welche institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Umsetzung und welche Governance-Ansätze überwinden Implementierungshemmnisse?

Ausgerichtet wird die Fachsitzung in Kooperation der EU Projekte SpongeScapes, SpongeBoost und SpongeWorks, in Kooperation mit dem Netzwerk Schwammlandschaften.

Abstracts können bis zum 30.06.2026 eingereicht werden.

Informationen zur Konferenz, zur Fachsitzung und zur Anmeldung von Beiträgen finden Sie auf dem IALE-D-Konferenzportal: https://www.iale.de/tagungen/iale-2026/fachsitzungen/#session2

15.–16. Oktober 2026 viSiOONWALD-Transfer 2026 „Kann man den Klimawandel wegpflanzen? – Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung“

viSiOONWALD-Transfer 2026 – Kann man den Klimawandel wegpflanzen? Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung

15.–16. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)

Teilnahmegebühr: 80 € inkl. Rahmenprogramm
Übernachtung im Walderlebniszentrum: 51 €

Anmeldung:
https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=252094&style=wez-soonwald

Der Aufbau klimastabiler Wälder ist eine zentrale Aufgabe des Waldmanagements. Ein Faktor, der dabei bislang häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Bodenleben – obwohl Mikroorganismen, Pilze und Mykorrhiza-Netzwerke entscheidend für Wachstum, Vitalität und Resilienz von Wäldern sind.

Im Mittelpunkt der zweiten viSiOONWALD-Transfer-Veranstaltung steht daher der Boden als Grundlage des Ökosystems Wald. Fachleute aus Forschung und Praxis beleuchten die Bedeutung des Bodenmikrobioms für Waldentwicklung, Kohlenstoffspeicherung, Wasserhaushalt und Ökosystemleistungen. Außerdem diskutieren wir, wie dieses Wissen stärker in die waldbauliche Planung und Praxis integriert werden kann und welchen Beitrag neue Technologien zur Entwicklung degradierter Böden leisten können.

Veranstaltungspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Regionalbündnis Soonwald-Nahe, Naturpark Soonwald-Nahe und von Nell’sche Forstverwaltung eGbR.

23.–25. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Offenland

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

30.–31. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Wald

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

Veranstaltungen des KULT an der Hochschule

Trüffel – Edelpilze erobern Deutschland

Bildquelle: Roger Baumeister

Unsere Hochschule war in Verbindung mit dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) Gastgeber für die Trüffeltagung des Verbands für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V., die mit rund hundert Mitgliedern am 12. und 13. Oktober 2019 stattfand.

Trüffel werden zusammen mit ihren Wirtsbäumen wie Haselnuss, Buche oder Stieleiche angebaut, wobei Pilz und Baum eine Symbiose eingehen. Der Pilz benötigt kalkhaltige Böden und kommt auch in freier Natur vor. Jedoch stehen alle Trüffelarten in Deutschland unter strengem Schutz und dürfen nicht gesammelt werden; angebaute Trüffel sind davon jedoch ausgenommen. Derzeit werden jährlich rund 60 Tonnen Trüffel in Deutschland vermarktet. Bislang werden die Trüffel üblicherweise aus Italien, Frankreich oder Spanien importiert. Doch das könnte sich bald ändern, denn auch hierzulande haben Landwirte und private Liebhaber mit dem Anbau des Burgundertrüffels begonnen (Tuber aestivum var. uncinatum). Und es könnte in den kommenden Jahren immer mehr werden. So könnte auch mit dem regionalen Angebot die Nachfrage wachsen und die gehobene Gastronomie mit Frische und Regionalität der besonderen Pilze punkten.

Noch sind die Menschen, die in Deutschland Trüffel anbauen, Pioniere. Darunter sind private Liebhaber des „schwarzen Goldes“, aber auch landwirtschaftliche Betriebe, die sich ein weiteres Standbein aufbauen möchten. Die Wirtsbäume, an deren Wurzeln sich die Trüffel entwickeln, werden gezielt mit Trüffelpilzsporen geimpft. Doch im Vergleich zu anderen Kulturen ist die Ernte der Edelpilze jedoch nicht so planbar. Rund sieben Jahre dauert es, bis die ersten Trüffel - idealerweise mithilfe eines Trüffelhundes -ausgegraben werden können.

Leicht haben es Deutschlands Trüffelpioniere mit dem Klimawandel aber nicht, denn auch Dürren erschweren den Anbau und sowohl Bäume als auch Pilze leiden unter extrem trockenen Phasen wie in 2018, welche zu geringeren Erträgen führen. So spielt die Thematik der künstlichen Bewässerung von Trüffelkulturen eine wichtige Rolle, was „Trüffelanbau in Zeiten des Klimawandels“ auch zum Schwerpunktthema der Tagung machte. Aber auch der Boden, als komplexes Wirkungsgefüge, wurde näher unter die Lupe genommen. Ebenso gab es interessante Einblicke zum „Sex“ der Trüffelpflanze des Burgundertrüffelexperten, Dr. Uli Stobbe. Und Prof. Dr. Claudia Kammann, Professorin für Klimafolgenforschung an Sonderkulturen unserer Hochschule betonte: "Wir werden in 30 Jahren ein ganz anderes Klima haben als heute. Davon sind auch die Wirtsbäume der Trüffel betroffen. Von den steigenden CO2-Konzentrationen werden die Trüffel als Ektomykorrhiza-Symbionten der Wirtsbäume jedoch eher profitieren.“ Prof. Ulrich Büntgen von der renommierten Cambridge University zeigte, dass der Klimawandel gerade in den ureigenen Anbaugebieten wie im Perigord (Frankreich) in Zukunft die Erträge des schwarzen Trüffels (Tuber melanosporum) vermindern wird – und dass sich südlichere Trüffel-Arten nach Norden ausbreiten. Auch in den Parkanlagen der Cambridge University fand der deutsche Professor bereits Burgundertrüffel – wobei er mit seinem Suchhund der einzige Universitätsangestellte ist, der zu Forschungszwecken „mit Hund“ in den Park durfte.


Anmerkung der Redaktion:

Seien Sie G-spannt, was zum Thema Trüffel noch alles auf Sie zukommt.

Denn an unserer Hochschule spielt das Thema Genuss eine große Rolle - da sind die Edelpilze in Kombination mit Wein ein ideales Probierpaar…

 

Kategorien: Veranstaltungen, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Angewandte Ökologie, Nachrichten

Bilderreihe

Bildquelle: Roger Baumeister
Bildquelle: Roger Baumeister