KULTURLANDSCHAFT - WANDEL GEMEINSAM GESTALTEN.

WISSEN VERBINDEN. WANDEL GESTALTEN.

Das KULT vernetzt Wissenschaft, Praxis, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaften zu entwickeln und in die Umsetzung zu bringen.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

WORAN WIR ARBEITEN

Kulturlandschaften stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck. Das KULT verbindet Forschung und Praxis, um ihre charakteristischen Qualitäten zu erhalten und gleichzeitig Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

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KULT AKTUELL

Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft

Neuer LOEWE-Schwerpunkt forscht zu Aromastoffen aus Reben und Obst

Land Hessen investiert bis 2021 rund 4,4 Millionen Euro

Wiesbaden/Geisenheim. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute den neuen LOEWE-Schwerpunkt „AROMAplus – Von pflanzlichen Rohstoffen zur mikrobiologischen Produktion – Aroma und funktionelle Inhaltsstoffe aus Reben und Obst“ vorgestellt und einen Förderbescheid überreicht. Unter der Federführung der Hochschule Geisenheim University arbeiten Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen und des DECHEMA-Forschungsinstitutes dort an der Produktion von natürlichen Aromastoffen mit der Hilfe von Mikroorganismen aus Reben und Obst. Das Land Hessen fördert den Schwerpunkt bis zum Jahr 2021 mit rund 4,4 Millionen Euro. Minister Rheins Besuch in Geisenheim ist Teil der „Zukunftswochen Ökonomie und Ökologie“ der Hessischen Landesregierung.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich über den Neuzugang in unserem LOEWE-Programm und noch mehr darüber, dass die Hochschule Geisenheim University erstmals die Federführung für ein LOEWE-Projekt übernommen hat. Es gibt einen großen Markt für natürliche Aromastoffe, der vom Trend zur bewussten Ernährung profitiert und zukünftig noch weiter wachsen wird. AROMAplus ist also ein hoch relevantes, anwendungsorientiertes Forschungsthema mit industrieller Perspektive.“

Viele Aromastoffe, Duftstoffe oder Vitamine in Kosmetikprodukten, Arznei- und Lebensmitteln stammen von Pflanzen. Die Trauben der Schwarzen Johannisbeere zum Beispiel sind gesund, werden aber auch wegen ihrer Aromen und ätherischen Öle geschätzt. Die Stoffe werden für die Industrie immer interessanter – deswegen gewinnen nachhaltige Produktionswege an Bedeutung. Im LOEWE-Projekt „AROMAplus“ will das Forscherteam pflanzliche Stoffwechselprodukte mit Hilfe von Enzymen und Mikroorganismen wie Hefen, Pilzen und Bakterien gewinnen oder veredeln. Beim Anbau der Schwarzen Johannisbeere oder von Wein etwa fallen Pflanzenreste an, die die Forscherinnen und Forscher als biologischen Rohstoff nutzen wollen.

Bei seinem Besuch überreichte Wissenschaftsminister Boris Rhein den Förderbescheid über rund 4,4 Millionen Euro an Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, den Präsidenten der Hochschule Geisenheim University. Zudem übergab der Minister LOEWE-Urkunden an drei Vertreter der am LOEWE-Schwerpunkt beteiligten Institutionen.

Während der Zukunftswochen „Ökonomie und Ökologie“ zeigt die Hessische Landesregierung, dass zwischen Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch besteht. Die Wirtschaft hat längst begonnen, sich in diese Richtung zu orientieren. Das Land unterstützt die Unternehmen auf vielfältige Weise dabei, die damit verbundenen Chancen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erschließung neuer Geschäftsfelder zu nutzen. Dies reicht von der Beratung bis hin zur gezielten Förderung.

„Der Besuch im LOEWE-Schwerpunkt ,AROMAplus‘ passt hervorragend zu unserem Zukunftswochen-Thema: Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, industrielle Nachfrage und nachhaltige Produktion zu vereinen. Dauerhafte wirtschaftliche Entwicklung, Wirtschaftsstärke und Beschäftigung können nur auf effizientem Umgang mit den natürlichen Ressourcen beruhen. In unserem LOEWE-Schwerpunkt ,AROMAplus‘ und den anderen LOEWE-Projekten arbeiten hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher an dieser Frage und weiteren drängenden Problemen unserer Zeit. Deshalb ist die Förderung der Wissenschaft ein wesentlicher Schwerpunkt der Landespolitik“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

 

Hintergrundinformationen zu LOEWE

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit diesem themenoffenen Forschungsförderprogramm hat die Landesregierung von 2008 bis 2017 rund 729 Millionen Euro für die Unterstützung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2018 beträgt das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 68 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Weitere Informationen gibt es auf www.loewe.hessen.de.

mehr zu AROMAplus

Kategorien: Veranstaltungen, STUDIUM, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, AromaPlus, Rebenzüchtung, Obstbau, Mikrobiologie und Biochemie, Bodenkunde und Pflanzenernährung, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten

Bilderreihe

Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Kulturlandschaft

1. September 2026 KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

1. September 2026 | ab 10:00 Uhr | Weingut Raddeck, Nierstein
Kostenfreie Teilnahme

Das diesjährige KuLaDig-Netzwerktreffen findet in der KuLaDig-Kommune Nierstein statt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Kulturlandschaft, Tourismus und Weinbau, das sich auch in einem Markt der Möglichkeiten widerspiegelt.

Neben Impulsvorträgen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen KuLaDig-Kommunen sowie mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern von KuLaDig RLP und der SGD Süd. Auch eine Führung durch die Weinberge ist vorgesehen.

Anmeldung bis 24. August 2026 per E-Mail an Christine.brehm(at)sgdsued.rlp.de, bitte mit Angabe, ob Sie an der Weinbergführung teilnehmen möchten.

Veranstalter: Kultur.Landschaft.Digital – Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz an der SGD Süd

1. September bis 22. Oktober 2026 Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

1. September bis 22. Oktober 2026 | insgesamt 9 Online-Veranstaltungen

Wie lassen sich genetische Nutztiervielfalt, Landschaftsvielfalt und Wertschöpfung für nachhaltige Ernährungssysteme verbinden?

Dieser Frage widmet sich unsere Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“. An insgesamt neun Terminen, jeweils dienstags oder donnerstags, werden verschiedene Aspekte der genetischen Vielfalt von Nutztierrassen und ihrer Bedeutung für nachhaltige Ernährungssysteme betrachtet.

Direkt zur Anmeldung:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdUKCr5EMFDAtpdCy6sn0nQslQRRfmi_hksDbJp-c75IshK_A/viewform

29. September 2026 8. Straße und Landschaft „Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?“

Straße und Landschaft – Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?

29. September 2026 | Hochschule Geisenheim University
Teilnahmegebühr: 60 €

Anmeldung:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/8-sl2026

Die Umsetzung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur wird in der Praxis die Planung und den Bau von Straßen erheblich beeinflussen. Doch was bedeutet das konkret für Straßenbauverwaltungen, Planungsbüros sowie Gutachterinnen und Gutachter?

Die Fachtagung widmet sich unter anderem der Frage, welche Artikel der Wiederherstellungsverordnung für den Straßenbau besonders relevant sind, was der Nationale Wiederherstellungsplan vorsieht und welche Konsequenzen sich aus dem neuen Verschlechterungsverbot ergeben. Zudem geht es um zusätzliche Erfassungserfordernisse sowie die Anpassung von Eingriffsregelung, UVP und LBP.

Veranstalter und Partner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement sowie der Bundesverband Beruflicher Naturschutz Rheinland-Pfalz e. V.

6. & 7. Oktober 2026 IALE-D Jahrestagung 2026 „Schwammlandschaften als integrativer Ansatz der Klimaanpassung: Analyse, Planung und Governance“

Termin: 6. & 7. Oktober 2026

Ort: Universität Hildesheim

ie Jahrestagung steht unter dem Leitmotiv zukunftsfähiger Kulturlandschaften im Kontext von Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung. Vor diesem Hintergrund gewinnen Schwammlandschaften zunehmend an Bedeutung – als landschaftsökologischer und planerischer Ansatz zur Stärkung von Wasserretention, Speicher- und Regulationsfunktionen sowie zur Erhöhung der Klimaresilienz urbaner und ruraler Räume.

Aktuelle Entwicklungen, unter anderem im Kontext der EU-Wiederherstellungsverordnung und des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz, verdeutlichen die wachsende Relevanz integrierter wasserbezogener Landschaftsansätze.

Für die Fachsitzung freuen wir uns insbesondere über Beiträge in drei Themenfeldern:

  • Erfassung und Bewertung: Wie können wasserhaushaltsbezogene Funktionen auf Landschaftsebene differenziert erfasst und bewertet werden, und welche Indikatoren eignen sich zur belastbaren Quantifizierung ihres Klimaanpassungsbeitrags?
  • Planung und Integration: Wie lassen sich integrative räumliche Konzepte entwickeln, die naturbasierte Maßnahmen kohärent kombinieren?
  • Implementierung und Governance: Welche institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Umsetzung und welche Governance-Ansätze überwinden Implementierungshemmnisse?

Ausgerichtet wird die Fachsitzung in Kooperation der EU Projekte SpongeScapes, SpongeBoost und SpongeWorks, in Kooperation mit dem Netzwerk Schwammlandschaften.

Abstracts können bis zum 30.06.2026 eingereicht werden.

Informationen zur Konferenz, zur Fachsitzung und zur Anmeldung von Beiträgen finden Sie auf dem IALE-D-Konferenzportal: https://www.iale.de/tagungen/iale-2026/fachsitzungen/#session2

15.–16. Oktober 2026 viSiOONWALD-Transfer 2026 „Kann man den Klimawandel wegpflanzen? – Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung“

viSiOONWALD-Transfer 2026 – Kann man den Klimawandel wegpflanzen? Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung

15.–16. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)

Teilnahmegebühr: 80 € inkl. Rahmenprogramm
Übernachtung im Walderlebniszentrum: 51 €

Anmeldung:
https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=252094&style=wez-soonwald

Der Aufbau klimastabiler Wälder ist eine zentrale Aufgabe des Waldmanagements. Ein Faktor, der dabei bislang häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Bodenleben – obwohl Mikroorganismen, Pilze und Mykorrhiza-Netzwerke entscheidend für Wachstum, Vitalität und Resilienz von Wäldern sind.

Im Mittelpunkt der zweiten viSiOONWALD-Transfer-Veranstaltung steht daher der Boden als Grundlage des Ökosystems Wald. Fachleute aus Forschung und Praxis beleuchten die Bedeutung des Bodenmikrobioms für Waldentwicklung, Kohlenstoffspeicherung, Wasserhaushalt und Ökosystemleistungen. Außerdem diskutieren wir, wie dieses Wissen stärker in die waldbauliche Planung und Praxis integriert werden kann und welchen Beitrag neue Technologien zur Entwicklung degradierter Böden leisten können.

Veranstaltungspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Regionalbündnis Soonwald-Nahe, Naturpark Soonwald-Nahe und von Nell’sche Forstverwaltung eGbR.

23.–25. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Offenland

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

30.–31. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Wald

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

Veranstaltungen des KULT an der Hochschule

Neuer LOEWE-Schwerpunkt forscht zu Aromastoffen aus Reben und Obst

Land Hessen investiert bis 2021 rund 4,4 Millionen Euro

Wiesbaden/Geisenheim. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute den neuen LOEWE-Schwerpunkt „AROMAplus – Von pflanzlichen Rohstoffen zur mikrobiologischen Produktion – Aroma und funktionelle Inhaltsstoffe aus Reben und Obst“ vorgestellt und einen Förderbescheid überreicht. Unter der Federführung der Hochschule Geisenheim University arbeiten Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen und des DECHEMA-Forschungsinstitutes dort an der Produktion von natürlichen Aromastoffen mit der Hilfe von Mikroorganismen aus Reben und Obst. Das Land Hessen fördert den Schwerpunkt bis zum Jahr 2021 mit rund 4,4 Millionen Euro. Minister Rheins Besuch in Geisenheim ist Teil der „Zukunftswochen Ökonomie und Ökologie“ der Hessischen Landesregierung.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich über den Neuzugang in unserem LOEWE-Programm und noch mehr darüber, dass die Hochschule Geisenheim University erstmals die Federführung für ein LOEWE-Projekt übernommen hat. Es gibt einen großen Markt für natürliche Aromastoffe, der vom Trend zur bewussten Ernährung profitiert und zukünftig noch weiter wachsen wird. AROMAplus ist also ein hoch relevantes, anwendungsorientiertes Forschungsthema mit industrieller Perspektive.“

Viele Aromastoffe, Duftstoffe oder Vitamine in Kosmetikprodukten, Arznei- und Lebensmitteln stammen von Pflanzen. Die Trauben der Schwarzen Johannisbeere zum Beispiel sind gesund, werden aber auch wegen ihrer Aromen und ätherischen Öle geschätzt. Die Stoffe werden für die Industrie immer interessanter – deswegen gewinnen nachhaltige Produktionswege an Bedeutung. Im LOEWE-Projekt „AROMAplus“ will das Forscherteam pflanzliche Stoffwechselprodukte mit Hilfe von Enzymen und Mikroorganismen wie Hefen, Pilzen und Bakterien gewinnen oder veredeln. Beim Anbau der Schwarzen Johannisbeere oder von Wein etwa fallen Pflanzenreste an, die die Forscherinnen und Forscher als biologischen Rohstoff nutzen wollen.

Bei seinem Besuch überreichte Wissenschaftsminister Boris Rhein den Förderbescheid über rund 4,4 Millionen Euro an Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, den Präsidenten der Hochschule Geisenheim University. Zudem übergab der Minister LOEWE-Urkunden an drei Vertreter der am LOEWE-Schwerpunkt beteiligten Institutionen.

Während der Zukunftswochen „Ökonomie und Ökologie“ zeigt die Hessische Landesregierung, dass zwischen Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch besteht. Die Wirtschaft hat längst begonnen, sich in diese Richtung zu orientieren. Das Land unterstützt die Unternehmen auf vielfältige Weise dabei, die damit verbundenen Chancen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erschließung neuer Geschäftsfelder zu nutzen. Dies reicht von der Beratung bis hin zur gezielten Förderung.

„Der Besuch im LOEWE-Schwerpunkt ,AROMAplus‘ passt hervorragend zu unserem Zukunftswochen-Thema: Forscherinnen und Forscher arbeiten daran, industrielle Nachfrage und nachhaltige Produktion zu vereinen. Dauerhafte wirtschaftliche Entwicklung, Wirtschaftsstärke und Beschäftigung können nur auf effizientem Umgang mit den natürlichen Ressourcen beruhen. In unserem LOEWE-Schwerpunkt ,AROMAplus‘ und den anderen LOEWE-Projekten arbeiten hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher an dieser Frage und weiteren drängenden Problemen unserer Zeit. Deshalb ist die Förderung der Wissenschaft ein wesentlicher Schwerpunkt der Landespolitik“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

 

Hintergrundinformationen zu LOEWE

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit diesem themenoffenen Forschungsförderprogramm hat die Landesregierung von 2008 bis 2017 rund 729 Millionen Euro für die Unterstützung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2018 beträgt das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 68 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Weitere Informationen gibt es auf www.loewe.hessen.de.

mehr zu AROMAplus

Kategorien: Veranstaltungen, STUDIUM, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, AromaPlus, Rebenzüchtung, Obstbau, Mikrobiologie und Biochemie, Bodenkunde und Pflanzenernährung, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten

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