KULTURLANDSCHAFT - WANDEL GEMEINSAM GESTALTEN.

WISSEN VERBINDEN. WANDEL GESTALTEN.

Das KULT vernetzt Wissenschaft, Praxis, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaften zu entwickeln und in die Umsetzung zu bringen.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

WORAN WIR ARBEITEN

Kulturlandschaften stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck. Das KULT verbindet Forschung und Praxis, um ihre charakteristischen Qualitäten zu erhalten und gleichzeitig Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

© KULT / Hochschule Geisenheim University, KI-gestützt erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026

GEMEINSAM KULTURLANDSCHAFT GESTALTEN.

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KULT AKTUELL

Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft

Kulturelles Erbe im Klimawandel: KULT der Hochschule Geisenheim engagiert sich beim Denkmallabor im Fürst-Pückler-Park Branitz

Vom 26. bis 30. Mai 2026 fand im Fürst-Pückler-Park Branitz in Cottbus die Fachveranstaltung „Denkmalpflege und Klimawandel – Denkmallabore zu Zukunftsfragen des Kulturerbeerhalts“ statt. Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim University war durch Dr. Jörn Schultheiß aktiv vertreten. Die mehrtägige Tagung machte deutlich: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe fundamental – und der Handlungsbedarf ist groß.

Kompetenzzentrum historische Gärten im Klimawandel

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim (HGU) und der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) unterstützt das KULT den Aufbau des Kompetenzzentrums historische Gärten im Klimawandel. Dr. Juliane Ribbeck-Lampel von der SFPM und Dr. Jörn Schultheiß präsentierten vor den Studierenden Anlass, aktuellen Stand und die künftigen Entwicklungen dieses zukunftsweisenden Vorhabens.

Podiumsdiskussion zur Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft

Dr. Schultheiß beteiligte sich zudem an einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft oder: Wie kommen wir angesichts des Klimawandels in eine vorsorgende Handlungsfähigkeit?“. Mit einem Eingangsstatement von Dr. Klaus Freytag (Lausitz-Beauftragter des Brandenburgischen Ministerpräsidenten) diskutierten Expertinnen und Experten aus Denkmalpflege, Wissenschaft und Politik – darunter Prof. Dr. Thomas Drachenberg (Landeskonservator Brandenburg), Dr. Stefan Körner (SFPM), Dr. Klaus Freytag (Lausitzbeauftragter) und Doreen Mohaupt (Bürgermeisterin Cottbus) – unter der Moderation von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (TU Dortmund) zentrale Fragen eines vorausschauenden Kulturerbeschutzes.

 

Exkursion ins Lausitzer Braunkohlenrevier

Ein Höhepunkt war eine ausgedehnte Exkursion in die Lausitzer Tagebaulandschaft unter Begleitung der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG). Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland – überwiegend Studierende verschiedener Hochschulen und Universitäten – diskutierten vor Ort Fragen des kulturellen Erbes, regionaler Identität sowie naturschutzfachliche Planungen und Umsetzungen im Kontext des Strukturwandels.

Zentrale Erkenntnisse

Die Veranstaltung, organisiert von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann und gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), hat den dringenden Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen aufgezeigt:

Kulturelles Erbe in Transformationslandschaften: Fragen des kulturellen Erbes spielen eine hoch relevante Rolle beim Umgang mit Transformationslandschaften wie dem Lausitzer Strukturwandelgebiet.

Klimawandel als fundamentale Herausforderung: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe in seinem Kern. Nachhaltige Anpassungsstrategien sind unerlässlich, um Kulturerbe und seine vielfältige gesellschaftliche Funktionalität zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Stärkere Integration in Planungsprozesse nötig: Trotz seiner großen multifunktionalen Bedeutung fällt das kulturelle Erbe bei Planungsprozessen häufig hinten runter. Eine weitergehende Implementierung ist dringend geboten.

Vernetzung und Interdisziplinarität: Klimawandelbedingte Herausforderungen in der Denkmalpflege können nur durch fachlich übergreifende Netzwerke wirksam angegangen werden. 

 

Dr. Schultheiß möchte sich herzlich bedanken: bei Prof. Dr. Ingrid Scheurmann für die perfekte Organisation der Veranstaltung, des Abendprogramms und der sehr interessante Exkursion; bei Dr. Stefan Körner und seinem Team SFPM für die Bereitstellung eines außergewöhnlichen Tagungsortes, die vielen interessanten Vorträge – sowie ganz besonders bei den vielen engagierten Studierenden für ihre große Diskussionsfreude und ihre Beiträge.

 

Kategorien: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Landschaftsplanung und Naturschutz

Bilderreihe

Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Kulturlandschaft

1. September 2026 KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz 2026

1. September 2026 | ab 10:00 Uhr | Weingut Raddeck, Nierstein
Kostenfreie Teilnahme

Das diesjährige KuLaDig-Netzwerktreffen findet in der KuLaDig-Kommune Nierstein statt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Kulturlandschaft, Tourismus und Weinbau, das sich auch in einem Markt der Möglichkeiten widerspiegelt.

Neben Impulsvorträgen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen KuLaDig-Kommunen sowie mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern von KuLaDig RLP und der SGD Süd. Auch eine Führung durch die Weinberge ist vorgesehen.

Anmeldung bis 24. August 2026 per E-Mail an Christine.brehm(at)sgdsued.rlp.de, bitte mit Angabe, ob Sie an der Weinbergführung teilnehmen möchten.

Veranstalter: Kultur.Landschaft.Digital – Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz an der SGD Süd

1. September bis 22. Oktober 2026 Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“

1. September bis 22. Oktober 2026 | insgesamt 9 Online-Veranstaltungen

Wie lassen sich genetische Nutztiervielfalt, Landschaftsvielfalt und Wertschöpfung für nachhaltige Ernährungssysteme verbinden?

Dieser Frage widmet sich unsere Online-Veranstaltungsreihe „Diversität von Nutztierrassen als Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen“. An insgesamt neun Terminen, jeweils dienstags oder donnerstags, werden verschiedene Aspekte der genetischen Vielfalt von Nutztierrassen und ihrer Bedeutung für nachhaltige Ernährungssysteme betrachtet.

Direkt zur Anmeldung:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdUKCr5EMFDAtpdCy6sn0nQslQRRfmi_hksDbJp-c75IshK_A/viewform

29. September 2026 8. Straße und Landschaft „Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?“

Straße und Landschaft – Was bedeutet die Wiederherstellungsverordnung für Planung und Bau von Straßen?

29. September 2026 | Hochschule Geisenheim University
Teilnahmegebühr: 60 €

Anmeldung:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/8-sl2026

Die Umsetzung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur wird in der Praxis die Planung und den Bau von Straßen erheblich beeinflussen. Doch was bedeutet das konkret für Straßenbauverwaltungen, Planungsbüros sowie Gutachterinnen und Gutachter?

Die Fachtagung widmet sich unter anderem der Frage, welche Artikel der Wiederherstellungsverordnung für den Straßenbau besonders relevant sind, was der Nationale Wiederherstellungsplan vorsieht und welche Konsequenzen sich aus dem neuen Verschlechterungsverbot ergeben. Zudem geht es um zusätzliche Erfassungserfordernisse sowie die Anpassung von Eingriffsregelung, UVP und LBP.

Veranstalter und Partner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement sowie der Bundesverband Beruflicher Naturschutz Rheinland-Pfalz e. V.

6. & 7. Oktober 2026 IALE-D Jahrestagung 2026 „Schwammlandschaften als integrativer Ansatz der Klimaanpassung: Analyse, Planung und Governance“

Termin: 6. & 7. Oktober 2026

Ort: Universität Hildesheim

ie Jahrestagung steht unter dem Leitmotiv zukunftsfähiger Kulturlandschaften im Kontext von Klimawandel und nachhaltiger Landnutzung. Vor diesem Hintergrund gewinnen Schwammlandschaften zunehmend an Bedeutung – als landschaftsökologischer und planerischer Ansatz zur Stärkung von Wasserretention, Speicher- und Regulationsfunktionen sowie zur Erhöhung der Klimaresilienz urbaner und ruraler Räume.

Aktuelle Entwicklungen, unter anderem im Kontext der EU-Wiederherstellungsverordnung und des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz, verdeutlichen die wachsende Relevanz integrierter wasserbezogener Landschaftsansätze.

Für die Fachsitzung freuen wir uns insbesondere über Beiträge in drei Themenfeldern:

  • Erfassung und Bewertung: Wie können wasserhaushaltsbezogene Funktionen auf Landschaftsebene differenziert erfasst und bewertet werden, und welche Indikatoren eignen sich zur belastbaren Quantifizierung ihres Klimaanpassungsbeitrags?
  • Planung und Integration: Wie lassen sich integrative räumliche Konzepte entwickeln, die naturbasierte Maßnahmen kohärent kombinieren?
  • Implementierung und Governance: Welche institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Umsetzung und welche Governance-Ansätze überwinden Implementierungshemmnisse?

Ausgerichtet wird die Fachsitzung in Kooperation der EU Projekte SpongeScapes, SpongeBoost und SpongeWorks, in Kooperation mit dem Netzwerk Schwammlandschaften.

Abstracts können bis zum 30.06.2026 eingereicht werden.

Informationen zur Konferenz, zur Fachsitzung und zur Anmeldung von Beiträgen finden Sie auf dem IALE-D-Konferenzportal: https://www.iale.de/tagungen/iale-2026/fachsitzungen/#session2

15.–16. Oktober 2026 viSiOONWALD-Transfer 2026 „Kann man den Klimawandel wegpflanzen? – Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung“

viSiOONWALD-Transfer 2026 – Kann man den Klimawandel wegpflanzen? Das Bodenmikrobiom und seine Bedeutung für die Waldentwicklung

15.–16. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)

Teilnahmegebühr: 80 € inkl. Rahmenprogramm
Übernachtung im Walderlebniszentrum: 51 €

Anmeldung:
https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=252094&style=wez-soonwald

Der Aufbau klimastabiler Wälder ist eine zentrale Aufgabe des Waldmanagements. Ein Faktor, der dabei bislang häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Bodenleben – obwohl Mikroorganismen, Pilze und Mykorrhiza-Netzwerke entscheidend für Wachstum, Vitalität und Resilienz von Wäldern sind.

Im Mittelpunkt der zweiten viSiOONWALD-Transfer-Veranstaltung steht daher der Boden als Grundlage des Ökosystems Wald. Fachleute aus Forschung und Praxis beleuchten die Bedeutung des Bodenmikrobioms für Waldentwicklung, Kohlenstoffspeicherung, Wasserhaushalt und Ökosystemleistungen. Außerdem diskutieren wir, wie dieses Wissen stärker in die waldbauliche Planung und Praxis integriert werden kann und welchen Beitrag neue Technologien zur Entwicklung degradierter Böden leisten können.

Veranstaltungspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Regionalbündnis Soonwald-Nahe, Naturpark Soonwald-Nahe und von Nell’sche Forstverwaltung eGbR.

23.–25. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Offenland

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

30.–31. Oktober 2026 Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“ - Schwerpunkt: Wald

Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland“

Das praxisorientierte Bildungsprogramm „Naturbasierter Wasserrückhalt in Wald & Offenland – Von der Theorie zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung“ widmet sich konkreten Ansätzen für einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft und deren Umsetzung in der Praxis.

Das Programm steht nun fest und gliedert sich in zwei Veranstaltungen:

23.–25. Oktober 2026 | Walderlebniszentrum Soonwald, Schöneberg (Hunsrück)
Schwerpunkt: Offenland

30.–31. Oktober 2026 | Waldbildungszentrum Hachenburg
Schwerpunkt: Wald

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://regionalbuero-nk.rlp.de/veranstaltungen

Im Walderlebniszentrum Soonwald sind Übernachtungen für 51 € pro Nacht möglich.

Veranstalter: Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz Rheinland-Pfalz

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Fördermittelgeber: Kompetenzzentrum für Natürlichen Klimaschutz (KNK)

Veranstaltungen des KULT an der Hochschule

Kulturelles Erbe im Klimawandel: KULT der Hochschule Geisenheim engagiert sich beim Denkmallabor im Fürst-Pückler-Park Branitz

Vom 26. bis 30. Mai 2026 fand im Fürst-Pückler-Park Branitz in Cottbus die Fachveranstaltung „Denkmalpflege und Klimawandel – Denkmallabore zu Zukunftsfragen des Kulturerbeerhalts“ statt. Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim University war durch Dr. Jörn Schultheiß aktiv vertreten. Die mehrtägige Tagung machte deutlich: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe fundamental – und der Handlungsbedarf ist groß.

Kompetenzzentrum historische Gärten im Klimawandel

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim (HGU) und der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) unterstützt das KULT den Aufbau des Kompetenzzentrums historische Gärten im Klimawandel. Dr. Juliane Ribbeck-Lampel von der SFPM und Dr. Jörn Schultheiß präsentierten vor den Studierenden Anlass, aktuellen Stand und die künftigen Entwicklungen dieses zukunftsweisenden Vorhabens.

Podiumsdiskussion zur Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft

Dr. Schultheiß beteiligte sich zudem an einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft oder: Wie kommen wir angesichts des Klimawandels in eine vorsorgende Handlungsfähigkeit?“. Mit einem Eingangsstatement von Dr. Klaus Freytag (Lausitz-Beauftragter des Brandenburgischen Ministerpräsidenten) diskutierten Expertinnen und Experten aus Denkmalpflege, Wissenschaft und Politik – darunter Prof. Dr. Thomas Drachenberg (Landeskonservator Brandenburg), Dr. Stefan Körner (SFPM), Dr. Klaus Freytag (Lausitzbeauftragter) und Doreen Mohaupt (Bürgermeisterin Cottbus) – unter der Moderation von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (TU Dortmund) zentrale Fragen eines vorausschauenden Kulturerbeschutzes.

 

Exkursion ins Lausitzer Braunkohlenrevier

Ein Höhepunkt war eine ausgedehnte Exkursion in die Lausitzer Tagebaulandschaft unter Begleitung der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG). Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland – überwiegend Studierende verschiedener Hochschulen und Universitäten – diskutierten vor Ort Fragen des kulturellen Erbes, regionaler Identität sowie naturschutzfachliche Planungen und Umsetzungen im Kontext des Strukturwandels.

Zentrale Erkenntnisse

Die Veranstaltung, organisiert von Prof. Dr. Ingrid Scheurmann und gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), hat den dringenden Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen aufgezeigt:

Kulturelles Erbe in Transformationslandschaften: Fragen des kulturellen Erbes spielen eine hoch relevante Rolle beim Umgang mit Transformationslandschaften wie dem Lausitzer Strukturwandelgebiet.

Klimawandel als fundamentale Herausforderung: Der Klimawandel trifft das kulturelle Erbe in seinem Kern. Nachhaltige Anpassungsstrategien sind unerlässlich, um Kulturerbe und seine vielfältige gesellschaftliche Funktionalität zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Stärkere Integration in Planungsprozesse nötig: Trotz seiner großen multifunktionalen Bedeutung fällt das kulturelle Erbe bei Planungsprozessen häufig hinten runter. Eine weitergehende Implementierung ist dringend geboten.

Vernetzung und Interdisziplinarität: Klimawandelbedingte Herausforderungen in der Denkmalpflege können nur durch fachlich übergreifende Netzwerke wirksam angegangen werden. 

 

Dr. Schultheiß möchte sich herzlich bedanken: bei Prof. Dr. Ingrid Scheurmann für die perfekte Organisation der Veranstaltung, des Abendprogramms und der sehr interessante Exkursion; bei Dr. Stefan Körner und seinem Team SFPM für die Bereitstellung eines außergewöhnlichen Tagungsortes, die vielen interessanten Vorträge – sowie ganz besonders bei den vielen engagierten Studierenden für ihre große Diskussionsfreude und ihre Beiträge.

 

Kategorien: Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Landschaftsplanung und Naturschutz

Bilderreihe