Nora Mehnen

Dr. Nora Mehnen

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Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.01.2027
Projektende: 31.12.2029
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Der Biodiversitätsverlust konnte durch klassischen, konservierenden Naturschutz bislang nicht gestoppt werden und wird durch weitere globale Krisen, vor allem die Klimakrise, zusätzlich verschärft. Sieben der neun planetaren Grenzen sind bereits überschritten – die Stabilität des Erdsystems und damit die Existenzgrundlagen menschlicher Zivilisationen sind bedroht. Das Konzept der Survival Ecology bietet einen innovativen Ansatz, braucht aber Konkretisierung und Operationalisierung. Es fordert ein neues Verständnis von Veränderung sowie einen zukunftsgerichteten, pragmatischen Naturschutz mit aktivem Handeln – als Grundlage für das Überleben der Menschheit. Das Vorhaben SURVIVE überträgt dies innovativen und transformativen Ideen auf den deutschen und europäischen Naturschutzkontext und entwickelt daraus eine neue Naturschutzstrategie für die Bedingungen des Klimanotstands – konzeptionell begründet und praxisnah. Leitziel ist eine Zukunftsstrategie nach den Prinzipien der Survival Ecology, um den Verlust an Biodiversität und Ökosystemleistungen in der Klimakrise zu stoppen und umzukehren. Drei Teilziele werden verfolgt: 1. Konzeptkonkretisierung am Beispiel der EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) für Wald- und Agrarökosysteme; 2. Kriterien und Indikatoren zur Ökosystembewertung, u. a. mit Bezug zur WVO und zur Ressource Fläche; 3. Umsetzungsempfehlungen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Politikberatung.

Hochschule Geisenheim
© Dr. Jörn Schultheiß

Projektanfang: 01.11.2024
Projektende: 31.10.2027
Förderer: Europäische Union

PlaCES – Improving landscape Planning and design with Cultural Ecosystem Services in HEIs develops an innovative teaching-learning method to integrate the analysis, assessment and enhancement of Cultural Ecosystem Services(CES) within design, planning, and conservation disciplines. It combines topics to build students’ capacities to define strategies dealing with cultural and natural values by sharing and co-creating knowledge with stakeholders in a real-world setting. PlaCES teaching-learning activities will establish a novel HEI approach, promoting transnational collaboration to enhance landscape planning and design with CES during the ecological transition. We'll launch a methodology, a Common Sharing Platform, and an e-learning course to facilitate CES integration within landscape faculties. These resources aim to increase awareness and capacity regarding the significance of CES for human well-being and to foster sustainable, resilient design.

Projektanfang: 01.03.2020
Projektende: 14.11.2026
Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Die Arten- und Strukturvielfalt in Weinbergslandschaften ist aktuell sowohl auf Rebflächen als auch in deren Umfeld gering und entspricht bei weitem nicht ihrem Potenzial. Daher sollen in ca. 30 Modellbetrieben und weiteren 50 Partnerbetrieben des ökologischen und konventionellen/integrierten Weinbaus aus den meisten Weinbaugebieten Deutschlands Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt und durch ein Monitoring begleitet werden. Dazu findet eine Biodiversitätsberatung statt, unterstützt durch ein im Projekt zu entwickelndes und erprobendes Beratungs-Toolkit mit Maßnahmenhandbuch. Das Toolkit, das mit einer Webapplikation ausgestattet ist, liefert anhand von Kriterien wie naturräumlicher Ausstattung und Betriebsform individuell mögliche Maßnahmen, Ansprechpartner und Fördermöglichkeiten für die Betriebe. Intensive Öffentlichkeitsarbeit soll dazu führen, dass schon während der Projektlaufzeit mehrere hundert Weinbaubetriebe eigenverantwortlich darauf zugreifen, um Biodiversitätsmaßnahmen umzusetzen. Eine Anwendung in allen 13 Weinbaugebieten Deutschlands wird angestrebt. Begleitforschung liefert bisher fehlende Antworten zur Umsetzung in das Projekt, z.B. für ein optimales Bewirtschaftungsmanagement der Weinbergsgassen und Randbereiche, das dauerhaft eine hohe Artenvielfalt gewährleistet, und für die Ausgestaltung eines optimalen Instrumentenmixes aus Förderpolitik und Marktanreizen. Im Ergebnis werden, u.a. durch Überführung der Ergebnisse in neu programmierte ELER-Maßnahmen der Länder, Weinbaubetriebe in die Lage versetzt, einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt und damit zur Entwicklung einzigartiger Kulturlandschaften zu leisten.