Maximilian Freund

Dr. Maximilian Freund

Organisationseinheit(en):Institut für OenologieProfessur für Oenologie
Gremien: Ständige Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis
Kontaktdaten:
Tel.: +49 6722 502 183
E-Mail: Maximilian.Freund(at)hs-gm.de
Postanschrift:Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Besucheranschrift: Gebäude 6201
Raum R218
Blaubachstraße 19
65366 Geisenheim
Vita

Maximilian Freund studierte in Geisenheim an der Fachhochschule Wiesbaden sowie der Universität Gießen Weinbau und Oenologie und promovierte dort im Jahr 2000 über das Thema Lebensmittelsicherheit in der Weinbranche. Seit 1994 ist er am Institut für Oenologie der Hochschule Geisenheim beschäftigt. So betreute er u. a. das Gemeinschaftsprojekt „Einführung von Qualitätsmanagement nach ISO 9000 in der Weinbranche“ und das EU-Projekt „Amethyst – Energie- und Wassereinsparung in Weinkellereien“ sowie das Projekt "GrapeSort" zur Entwicklung einer optischen Beerensortierung. Neben aktuellen oenologischen Fragestellungen gehören Lebensmittelsicherheit und Umweltmanagement und deren Umsetzung in die Weinbranche zu seinen Tätigkeits- und Lehraufgaben. Seit 2011 ist Herr Freund der deutsche Vertreter im internationalen Weinamt (OIV) in der Ad Hoc-Gruppe „Nachhaltige Entwicklung und Klimawandel“.

Publikationen
Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.01.2026
Projektende: 31.12.2029
Förderer: Europäische Union

Die Weinbranche steht vor der Herausforderung, hohe Produktqualität mit ökologischer Verantwortung zu verbinden. Um dieses Gleichgewicht zu erreichen, braucht es integrierte Ansätze, die natürliche Ressourcen schonen. Das vom Marie-Skłodowska-Curie-Programm geförderte Projekt BluWine setzt auf das Konzept der Blue Economy, um die Weinproduktion in ein nachhaltiges, zirkuläres System zu überführen. Das Projekt, ein Austauschprogramm für Forschende, fördert die Zusammenarbeit über Kontinente hinweg. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Stärkung der Resilienz, die Optimierung des Wasserverbrauchs, das Alkoholmanagement, die Reduzierung chemischer Hilfsstoffe, die Rückgewinnung von Kohlendioxid sowie das Recycling von Nebenprodukten der Weinherstellung. Diese Faktoren fließen auch in die Bewertung von Weinqualität und Differenzierung ein. Insgesamt vernetzt BluWine Forschende, Fachleute aus der Industrie und weitere Akteure, um wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen zu analysieren, die Weinqualität zu verbessern und Nachhaltigkeit weltweit in der Weinbranche voranzutreiben.

Hochschule Geisenheim
© Projektlogo

Projektanfang: 01.04.2024
Projektende: 31.03.2026
Förderer: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Ziel des Projektes ist die Konzeption und Realisierung einer innovativen Gärgasfilteranlage im Prototypmaßstab von 100 m³ für Gäranlagen mit variablen Volumina (10.000 L - 100.000 L). Mit Hilfe eines Membranfilters soll diese Anlage in der Lage sein, gasförmiges CO2, das als Nebenprodukt bei der Weinvergärung entsteht, mit einer Reinheit von über 99,99% zu reinigen und zu speichern. Damit wird erstmals ein effizienter Kreislaufprozess möglich, bei dem das CO2 für die Wiederverwendung in der Weinproduktion aufbereitet wird. Um dieses Ziel zu erreichen, soll eine Membran aus Silikon oder Polypropylen eingesetzt werden, deren geometrische Anordnung neu konzipiert wird, um eine Permeabilität von mehr als 10.000 GPU (Gas Permeance Unit) zu erreichen. Darüber hinaus soll die innovative Filtrationstechnologie unerwünschte Aromastoffe optimal zurückhalten, so dass das gefilterte und in den Gärtank zurückgeführte CO2 den Geschmack des Weines nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus soll durch die Entwicklung und Optimierung eines neuartigen Kompressordesigns die Effizienz der Anlage gesteigert werden, indem die Prozessschritte der CO2-Filtration durch den verbesserten Kompressor verkürzt werden.

Vorträge