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Wie Pflanzen Städte kühlen: Klima-Kiste macht Klimaanpassung erlebbar

Das Innere der Klimakiste. (Quelle: Hermann Heibel)

Gemeinsam mit Geisenheims Bürgermeister Christian Aßmann eröffnete Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl H. Mühling am 19. Juni 2026 die Klima-Kiste auf dem Geisenheimer Domplatz. Das Gemeinschaftsprojekt der Hochschulstadt Geisenheim, der Hochschule Geisenheim und der Stadt Hameln macht anschaulich erlebbar, welchen Beitrag klimaangepasste Begrünung zur Hitzeresilienz und zur Aufenthaltsqualität in Innenstädten leisten kann.

Die Hochschule Geisenheim verantwortet als wissenschaftliche Kooperationspartnerin erneut die Bepflanzung der Klima-Kiste. Zum Einsatz kommen klimaresiliente Baum- und Straucharten wie Esskastanie, Maulbeere, Eiche und Linde sowie zahlreiche Stauden und Kräuter, die an der Hochschule nachhaltig kultiviert wurden. Darunter befinden sich unter anderem Kapuzinerkresse, Schwarzäugige Susanne, Minze, verschiedene Basilikumsorten und Eisenkraut. Gemeinsam schaffen sie einen grünen Aufenthaltsraum, der die kühlende Wirkung von Pflanzen im urbanen Raum unmittelbar erfahrbar macht.

„Wir freuen uns sehr, wieder bei der Ausgestaltung der Klima-Kiste mit klimaresistenten Baum- und Straucharten sowie verschiedenen Stauden zu unterstützen. Das Projekt ist ein wichtiges Element des Wissenstransfers über die Wirkung von Pflanzen in Städten in Zeiten des Klimawandels“, erklärt Prof. Dr. Alexander von Birgelen, Professor für Pflanzenverwendung an der Hochschule Geisenheim.

Auch die ressourcenschonende Bewässerung stammt aus dem Know-how der Hochschule: Ein innovatives Niedrigdruck-Tropfbewässerungssystem versorgt die Pflanzen automatisch und besonders wassersparend direkt im Wurzelbereich. Die Anlage kommt nahezu ohne Pumpe aus und eignet sich damit auch als Vorbild für weitere urbane Begrünungs- und Urban-Gardening-Projekte.

„Die Tropfbewässerung ist eine der effizientesten Bewässerungsformen überhaupt. Mit unserem Niedrigdrucksystem lässt sie sich bereits mit einem sehr geringen Wasserdruck betreiben. So zeigen wir, dass nachhaltige und ressourcenschonende Bewässerung auch mit einfacher Technik möglich ist“, erläutert Simon Stein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsbau und Vegetationstechnik und Experte für Bautechnik in der Landschaftsarchitektur an der Hochschule.

Die Klima-Kiste entstand ursprünglich in der Stadt Hameln und wurde durch Fördermittel aus dem LEADER-Programm ermöglicht. Nach Geisenheim und Wiesbaden zeigt das Projekt inzwischen an mehreren Standorten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und kommunale Praxis gemeinsam Lösungen für klimaresiliente Städte entwickeln können. Bis Anfang September lädt die Klima-Kiste auf dem Domplatz dazu ein, die kühlende Wirkung von Stadtgrün selbst zu erleben und sich über innovative Ansätze der Klimaanpassung zu informieren.

 

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Bilderreihe

Eröffnung der Klimakiste auf dem Domplatz. (Quelle: Hochschule Geisenheim / Stieffenhofer)
Interessierte Gäste bei der Eröffnung. (Quelle: Hochschule Geisenheim / Stieffenhofer)
v.l.n.r Simon Stein, Prof. Alexander von Birgelen, Stephanie Braun (Quelle: Hochschule Geisenheim / Stein)
Im Gespräch, v.l.n.r. Simon Stein vom Institut für Landschaftsbau und Vegetationstechnik der Hochschule, Bürgermeister Aßmann, Hochschulpräsident Prof. Mühling.