Best Practices der digitalen Lehre

Best Practices der digitalen Lehre

Die Pionierinnen und Pioniere innovativer Lehre

Der Vizepräsident Lehre der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Alexander von Birgelen, hat die Digitalisierung „als einen der wichtigsten Treiber innovativer Lehre“ bezeichnet. Wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen entwickelte sie aber eine unerwartete Eigendynamik.

Um die Leistungen der Dozierenden, die sich intensiv mit den Anforderungen und Möglichkeiten digitaler Lehre auseinandersetzen, in den Fokus zu rücken, hat der Vizepräsident Lehre entschieden, ab dem Sommersemester 2020 jeweils ausgewählte „Best Practices“ zu würdigen. Diese sollen andere Dozierende an der Hochschule Geisenheim und darüber hinaus inspirieren und die Studierenden motivieren, sich aktiv bei der Entwicklung neuer Formate und didaktischer Methoden – Podcasts, Web-Seminare, Lehrvideos und vertonte Präsentationen – einzubringen. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die „Best Practices der digitalen Lehre“ gemeinsam mit den jeweiligen Dozierenden vor.


Best Practices der digitalen Lehre – Sommersemester 2020

Schritt für Schritt zum wissenschaftlichen Text

Um die gemeinsame Zeit mit den Studierenden noch effektiver nutzen zu können, wurde der zweite Teil des Wahlpflichtmoduls Fach- und Wirtschaftsenglisch II von einer reinen Präsenzveranstaltung in ein Blended Learning Format übertragen.

Lehrveranstaltung: Fach- und Wirtschaftsenglisch II
Lehrende: Annie Batten, M.A., Lehrkraft für besondere Aufgaben

Despite all the difficulties posed by Corona, the crisis has pushed us to embrace the benefits of blended learning. Blended learning is flexible and more in-tune with how people work in the real world: students have time to reflect, research and concentrate on tasks independently, with face-to-face time then used more productively for discussion, support and feedback.Annie Batten, M.A., Lehrkraft für besondere Aufgaben

Kostenermittlung und Stegreifentwerfen digital

Wie bei den Kolleginnen und Kollegen war die Umstellung der Präsenzlehre auf die digitale Lehre im Sommersemester 2020 eine große Herausforderung. Es war aber eine gute Gelegenheit, das gesamte didaktische Konzept zu überprüfen und die Vorlesungsinhalte noch einmal von Grund auf kritisch zu betrachten.

Lehrveranstaltung: Kostenermittlung, Projekte der Freiraumplanung – Stegreifentwerfen
Lehrender: Dipl.-Ing. Dieter Dirlenbach, Institut für Landschaftsbau und Vegetationstechnik

Die Umsetzung der neuen Lehrformate war eine riesige Herausforderung, aber sie hat unglaublich viel Spaß bereitet. Wertschätzende Kommunikation und Kritikoffenheit waren dabei für mich von zentraler Bedeutung. Aber auch meine Kinder: Sie waren sowohl meine größten Kritiker als auch meine größte Unterstützung.Dipl.-Ing. Dieter Dirlenbach, Institut für Landschaftsbau und Vegetationstechnik

Vom Chemie-Labor in die eigenen vier Wände

Die besondere Herausforderung im Rahmen der Veranstaltung liegt in der hohen Heterogenität der Studierenden hinsichtlich der Vorkenntnisse. Durch die Umstellung auf ein Blended Learning Format werden diese Unterschiede besonders gut ausgeglichen.

Lehrveranstaltung: Chemie II – Organische Chemie und Chemisches Praktikum
Lehrende: Prof. Dr. Mirjam Hey, Institut für Getränkeforschung

Durch die Kombination aus synchroner und asynchroner Lehre werden heterogene Vorkenntnisse und Lerngeschwindigkeiten ausgeglichen.Prof. Dr. Mirjam Hey, Institut für Getränkeforschung

Logistikvorlesungen und -projekte aus dem Homeoffice

Um regelmäßigen Kontakt zu den Studierenden aufzubauen, wurde für alle Vorlesungen ein fester, wöchentlicher Termin mit dem Videokonferenztool PEXIP festgelegt. Im Rahmen der Module wurden darüber hinaus Teile des zuvor vermittelten Vorlesungsstoffs in asynchrone Lerninhalte umgewandelt bzw. durch asynchrone Lehrinhalte ergänzt.

Lehrveranstaltung: Logistik II, Logistik der Frischeprodukte, Projekt I
Lehrender: Prof. Dr. Andreas Holzapfel, Institut für Frischproduktlogistik

Die Pandemie war ein guter Anstoß für die Lehre, sich zu verändern. Hierdurch ergab sich eine völlig neue Offenheit zu anderen Lehrformaten. Nicht alles muss immer in Präsenz ablaufen. Grundsätzlich ist die Abbildung der Vorlesungen komplett digital möglich, in manchen Fällen war es sogar von Vorteil zum Beispiel bei der Vermittlung von IT-Kompetenzen in Softwaretools.Prof. Dr. Andreas Holzapfel, Institut für Frischproduktlogistik

„Kosten- und Leistungsrechnung“: Erfolgreicher Lernen durch Blended Learning

Im Sommersemester 2020 wurde die Lehrveranstaltung Kosten- und Leistungsrechnung in ein Blended Learning Format umgewandelt. Studierenden stehen verschiedene Lernmodule zur Verfügung. Hier wird der Lehrstoff mit erklärenden Grafiken und Videos grafisch ansprechend präsentiert, ergänzt durch Beispiele und Übungsrechnungen.

Lehrveranstaltung: Kosten- und Leistungsrechnung
Lehrende: Larissa Strub, M.Sc., Institut für Wein- und Getränkewirtschaft

Die Klausurergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Blended Learning-Ansatz bezahlt gemacht hat. Ich bin sehr zufrieden!Larissa Strub, M.Sc., Institut für Wein- und Getränkewirtschaft

G-lernt – asynchron lernen mit der LernBar!

Das Projekt G-lernt hat das Ziel, ein umfassendes, nachhaltig nutzbares, MINT-themenbezogenes, asynchrones Lehrangebot zu erstellen. Es soll von den Studierenden aller Studiengänge an der Hochschule Geisenheim zeit- und ortsunabhängig erreichbar sein und als wertvoller Support für das Selbststudium dienen.

Lehrveranstaltung: Mathematik
Lehrende: PD Dr. Katrin Kahlen, Institut für Modellierung und Systemanalyse

Trotz Abstand ganz nah dran an den Studierenden.PD Dr. Katrin Kahlen, Projektleitung G-lernt

Praktische weinbauliche Inhalte digital umgesetzt

Die Umstellung der Präsenzlehre auf die digitale Lehre im Sommersemester 2020 war vor allen Dingen bei Modulen mit einem hohen Praxisbezug eine Herausforderung. Als Ende Mai/Anfang Juni dann das erstes Treffen mit den Projektgruppen im Weinberg stattfand, konnten sich die Studierenden trotz der „nur“ digital erfolgten Vorbereitung direkt auf das jeweilige Weinbergsprojekt einlassen.

Lehrveranstaltung: Projektstudium allgemeiner und ökologischer Weinbau, Weinbautechnik, Weinbeurteilung, Introduction to viticulture and enology
Lehrender: Dipl.-Ing. (FH) Mathias Scheidweiler

Rückblickend ist für die Online-Lehre eines von besonderer Bedeutung: von Anfang an da und erreichbar sein, sich zeitnah um die Probleme kümmern und Vertrauen schaffen. Dies ist nicht immer einfach, aber von essentieller Wichtigkeit.Dipl.-Ing. (FH) Mathias Scheidweiler, Institut für allgemeinen und ökologischen Weinbau


Die Abteilung Hochschuldidaktik und eLearning

Die Angebote der Abteilung Hochschuldidaktik und eLearning tragen dazu bei, unsere Lernangebote an die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen sowie an die heterogenen Bedürfnisse der Studierenden anzupassen. Durch die Auslagerung von Lerninhalten in digitale Einheiten können Lehrende während ihrer Präsenzzeiten individueller auf ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehen, offene Fragen ausführlicher beantworten und schwierige Inhalte gezielter vertiefen. 

Der Fokus auf mobile Endgeräte ermöglicht dabei Lernen zu jeder Zeit und an jedem Ort.