Anwendung der Reinzuchthefe

Anwendung der Reinzuchthefe

Was ist eine Reinzuchthefe?

Eine Reinzuchthefe ist die Nachkommenschaft einer einzigen Hefezelle, die besondere Eigenschaften hat, z. B.:

  • Eignung zur reintönigen Vergärung von Trauben- und Obstmost,
  • Eignung zur Behebung von Gärstörungen, sowie zur Aufgärung von Wein (bis 15 Vol.-%),
  • Eignung zur Kaltgärung (Kaltgärhefen 12 - 15 °C),
  • Eignung zur Versektung (Sekthefen),
  • Eignung zur Erzielung hoher Alkoholkonzentrationen (hochgärige Hefen: bis etwa 16 Vol.-% bei gestaffelter Zuckerung)

Der Name des Hefestammes ist frei wählbar und bezeichnet manchmal seine Herkunft. Entscheidend für die Qualität des mit ihm erzeugten Weines ist aber die Qualität des Mostes.

Es gibt eine Vielzahl von kommerziell erhältlichen Trockenreinzuchthefen. Die Auswahl wird wesentlich vereinfacht durch die Nutzung des Geisenheimer Hefefinders.

Unsere Flüssigreinzuchthefen und deren Anwendung

Die von uns gelieferten Heferassen sind an leichte Mostschwefelung adaptiert. Sie können Moste bis zu 30 mg/l freier SO2 mit nur geringer Verzögerung angären. Bei ihrer Vermehrung ist darauf zu achten, dass die Gewöhnung an die schweflige Säure durch Verwendung geschwefelter Moste erhalten bleibt.

Die gelieferten Hefen sind in Traubenmost gezüchtet. Sie werden unmittelbar nach erfolgter Vermehrung abgegeben.

Die Hefen können in der ungeöffneten Flasche ohne Beeinträchtigung ihrer Gärfähigkeit bis zu 8 Wochen im Kühlschrank gelagert werden.

Die übersandte Hefemenge ist so zu vermehren, dass dem Trauben- oder Obstmost oder der Maische 2-3 % Hefeansatz (auf 100 Liter Most - 2 bis 3 Liter Hefeansatz) zugesetzt wird. Zur Aufgärung und Versektung von Wein, zur Behebung von Gärstörungen, sowie in allen Fällen von möglichen Gärbehinderungen ist die doppelte Menge des Hefeansatzes zu verwenden.