Ilona Leyer

Prof. Dr. Ilona Leyer

Funktion: Stellvertretende Institutsleitung
Organisationseinheit(en):Institut für angewandte ÖkologieProfessur für Biodiversität und Ökosystemfunktionen
Gremien: Senat
Kontaktdaten:
Tel.: +49 6722 502 463
E-Mail: Ilona.Leyer(at)hs-gm.de
Postanschrift:Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Besucheranschrift: Gebäude 1000
Raum 218
Von-Lade-Straße 1
65366 Geisenheim
Publikationen
Forschungsprojekte

Projektanfang: 01.03.2020
Projektende: 28.02.2026
Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Die Arten- und Strukturvielfalt in Weinbergslandschaften ist aktuell sowohl auf Rebflächen als auch in deren Umfeld gering und entspricht bei weitem nicht ihrem Potenzial. Daher sollen in ca. 30 Modellbetrieben und weiteren 50 Partnerbetrieben des ökologischen und konventionellen/integrierten Weinbaus aus den meisten Weinbaugebieten Deutschlands Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt und durch ein Monitoring begleitet werden. Dazu findet eine Biodiversitätsberatung statt, unterstützt durch ein im Projekt zu entwickelndes und erprobendes Beratungs-Toolkit mit Maßnahmenhandbuch. Das Toolkit, das mit einer Webapplikation ausgestattet ist, liefert anhand von Kriterien wie naturräumlicher Ausstattung und Betriebsform individuell mögliche Maßnahmen, Ansprechpartner und Fördermöglichkeiten für die Betriebe. Intensive Öffentlichkeitsarbeit soll dazu führen, dass schon während der Projektlaufzeit mehrere hundert Weinbaubetriebe eigenverantwortlich darauf zugreifen, um Biodiversitätsmaßnahmen umzusetzen. Eine Anwendung in allen 13 Weinbaugebieten Deutschlands wird angestrebt. Begleitforschung liefert bisher fehlende Antworten zur Umsetzung in das Projekt, z.B. für ein optimales Bewirtschaftungsmanagement der Weinbergsgassen und Randbereiche, das dauerhaft eine hohe Artenvielfalt gewährleistet, und für die Ausgestaltung eines optimalen Instrumentenmixes aus Förderpolitik und Marktanreizen. Im Ergebnis werden, u.a. durch Überführung der Ergebnisse in neu programmierte ELER-Maßnahmen der Länder, Weinbaubetriebe in die Lage versetzt, einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt und damit zur Entwicklung einzigartiger Kulturlandschaften zu leisten.

Projektanfang: 01.02.2019
Projektende: 31.01.2022
Förderer: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Projektanfang: 01.01.2018
Projektende: 31.12.2020
Förderer: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Der Steillagenweinbau hat aus ökonomischen Gründen ist in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Dadurch sind viele gefährdete xerothermophile Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensräume zurückgegangen. Das übergeordnete Ziel dieses Vorhabens ist die Erarbeitung eines Konzeptes zur Erhaltung der Biodiversität-sichernden und Landschaftsbild-prägenden Bewirtschaftung der Steillagen durch eine ökonomisch rentablere Querterrassierung im Weinbau.

Projektanfang: 01.01.2015
Projektende: 31.10.2018
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Europäische Kommission

Eine Schlüsselrolle für die ressourcenschonende Bewirtschaftung von Agrarökosystemen spielen die Wechselwirkungen von Biodiversität mit assoziierten Ökosystemdienstleistungen. Hier setzt das PromESSinG?Projekt an, das zum Ziel hat, biodiversitätsgestützte Ökosystemdienstleistungen im Weinbau zu identifizieren (z.B. Bodenfruchtbarkeit, Schädlings? und Unkrautkontrolle, Bodenstabilität und Wasserspeichervermögen), um Managementmaßnahmen zu ihrer Optimierung entwickeln zu können. Im Fokus steht die Bodenbiodiversität mit Bakterien, Pilzen inklusive Mykorrhiza, Pflanzen, Makro? und Mesofauna. Die Untersuchungen werden nach einem standardisierten Design in den ausgewählten Regionen der fünf teilnehmenden Länder (neben Deutschland Frankreich Schweiz, Österreich und Rumänien) durchgeführt, um überregionale Vergleiche durchführen zu können.

Projektanfang: 01.08.2014
Projektende: 31.07.2020
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Bestände der Pflanzenart Arnica montana, für die Deutschland aufgrund der Lage im Verbreitungszentrum eine besondere Verantwortung trägt, sind europaweit dramatisch eingebrochen. Daraus ergibt sich dringender Handlungsbedarf zur Erhaltung und Stützung der verbliebenen Populationen. Allerdings fehlen belastbare Informationen zu den Gefährdungsursachen und geeigneten Maßnahmen, mit denen sich die Bestände erfolgreich nachhaltig sichern lassen. Ziel dieses Vorhabens ist es daher, ein deutschlandweit übertragbares Managementkonzept zu entwickeln, das auf der Analyse der Gefährdungsursachen und der Identifikation geeigneter in situ- und ex situ-Maßnahmen basiert.

Projektanfang: 01.07.2014
Projektende: 30.09.2015
Förderer: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Im Bundesnaturschutzgesetz wurde festgelegt, dass ab 2020 bei Pflanzungen in der freien Landschaft gebietsheimisches Pflanzmaterial zu verwenden ist. Für Gehölze gibt es jedoch kaum belastbare Untersuchungen zur genetischen Differenzierung von Populationen in Deutschland und entsprechend ist eine plausible Ausweisung von Herkunftsgebieten kaum möglich. Ziel des Projektes war es, auf Basis von populationsgenetischen Untersuchungen zweier Modellarten, dem Faulbaum (Franula alnus) und dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Aussagen zur räumlich-genetischen Struktur der Populationen in Deutschland und damit zur Abgrenzung regionaler Herkünfte zu liefern als Grundlage für die Ausweisung geeigneter Erntevorkommen und die Gewinnung von herkunftsgesichertem Saatgut.

Projektanfang: 31.01.2012
Projektende: 31.12.2014
Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Populationen der für Auen-Feuchtwiesen typischen Gewöhnlichen Brenndolde Cnidium dubium gehen aufgrund von flussbaulichen Maßnahmen und der Fragmentierung der Auen durch den Deichbau stark zurück. Um die Populationen und die genetischen Ressourcen zu erhalten bzw. wieder aufzubauen, ist es nötig die genetischen Strukturen der verbleibenden Bestände (klonale Diversität, genetische Diversität und Differenzierung) zu kennen. Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass entlang des betrachteten Flussabschnitts und zwischen den Auenkompartimenten keinerlei großräumige genetische Struktur besteht. Auf kleinräumiger Patch-Skala herrscht eine nur sehr geringe klonale Diversität. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass das Fehlen einer genetischen Struktur auf der großräumigen Skala nicht das Ergebnis von rezentem, intensivem Genfluss durch Bestäubung und/oder Samenausbreitung ist, sondern das Ergebnis von Genfluss-Prozessen früherer Zeiten und sich damit heutige Regenerationsereignisse vermutlich weitestgehend auf klonales Wachstum beschränken.

Projektanfang: 01.12.2008
Projektende: 31.01.2015
Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

In Flussauensystemen Patagoniens bilden potenziell invasive, eurasische Arten aus der Familie der Salicaceae (Weiden und Pappeln) heutzutage große Galleriewälder und stehen dadurch in Konkurrenz zur dort einzigen heimischen Baumart Salix humboldtiana. Übergeordnetes Ziel des argentinisch-deutschen Projektes war es, Interaktionen zwischen der heimischen S. humboldtiana und den invasiven eurasischen Salix- und Populus-Arten aufzudecken und deren Einfluss auf die heimische Art entlang des Río Negro in Patagonien abzuschätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass die invasiven Weiden-Arten bessere vegetative Reproduktions- und Wiederaustriebskapazitäten und eine bessere Wuchsleistung im adulten Stadium besitzen. Darüber hinaus zeigen sie die gleichen Habitatoptima mit Blick auf Wasserstand, Überflutungsdauer und Bodentextur, was auf ein signifikantes Konkurrenzpotenzial der invasiven Salix-Arten hindeutet. Außerdem konnte eine natürliche Hybridisierung mit S. humboldtiana festgestellt werden, was eine Ausweitung der Verbreitungsgrenzen der invasiven Taxa durch Introgression vermuten lässt.