Internationalität

Internationalität

Internationales Angebot

Binationale Promotion

In einem binationalen oder Cotutelle-Verfahren (Co-tutelle kommt von Co-Tutor und geht auf eine ehemals französische Initiative zurück) wird eine Dissertation durch zwei Hochschulen in zwei Ländern gemeinsam betreut und begutachtet. Es handelt sich um einen, auf Grund einer einzigen wissenschaftlichen Leistung verliehenen Titel und nicht etwa, wie zum Teil missverstanden wird, um zwei verschiedene Doktorgrade. Der Unterschied zwischen einer herkömmlichen, internationalen Promotion und einer Cotutelle liegt in der zweifachen Betreuung. 
Zudem ermöglicht eine Cotutelle das Kennenlernen zweier Wissenschaftssysteme und das Aufbauen von beruflich relevanten Kontakten in beiden Ländern. Doktorand*innen sind an beiden Hochschulen zur Promotion angemeldet und die Dauer des Forschungsaufenthalts an der jeweiligen Partnerhochschule sollte so ausgeglichen wie möglich sein. Zum Abschluss des Promotionsverfahrens wird eine von beiden Partneruniversitäten gemeinsam ausgestellte Urkunde bzw. auch zwei, aufeinander verweisende Urkunden verliehen. Bei Interesse setzen Sie sich zeitnah mit dem Promotionsbüro in Verbindung.
Ein Cotutelle-Verfahren kann besonders dann in Erwägung gezogen werden, wenn

  • Kandidat*innen ihre wissenschaftliche Anbindung in beiden beteiligten Ländern sicherstellen möchten, weil sie eine internationale Ausrichtung ihrer späteren Karriere anstreben (zwei Promotionsurkunden, die aufeinander verweisen und in beiden Ländern anerkannt sind) 
  • der Erwerb - über Sprachkenntnisse hinaus - von interkultureller Kompetenz angestrebt wird
  • das Promotionsthema im Forschungsinteresse beider Institutionen (und der Betreuer*innen) liegt
Deutsch-französisches Doktorandenkolleg

Deutsch-französisches Doktorandenkolleg der Hochschule Geisenheim University  &  Université de Bordeaux 
Seit 2018 bietet das Deutsch-Französische Doktorandenkolleg für Doktorand*innen an der HGU neue Möglichkeiten der Internationalisierung.

Im Bereich „Klimafolgenforschung an landwirtschaftlichen Sonderkulturen und deren Verarbeitungsprodukten“ bündeln die HGU und die Université de Bordeaux gemeinsam mit dem assoziierten australischen Partner Australian Wine Research Institute ihre Kompetenzen und Synergien als virtuelle BAG Allianz u.a. bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem Bereich besonders effektiv.
 
Verfahren
Als Doktorand*in des deutsch-französische Doktorandenkollegs absolvieren Sie Ihre Cotutelle-Promotion zwischen Bordeaux und Geisenheim; die Promotionszeit in den jeweiligen Forschungseinrichtungen sollte so ausgeglichen wie möglich sein. Falls das Forschungsthema es zulässt, besteht die Möglichkeit, das Projekt auch in Adelaide durchzuführen. 
Nach der Annahme als Doktorand*in wird ein Cotutelle Vertrag zwischen den beteiligten Universitäten abgeschlossen. Eine Registrierung an der Deutsch-Französischen Hochschule bietet den Doktorand*innen Antragsmöglichkeiten auf zusätzliche finanzielle Unterstützung über ein Mobilityfunding-Programm.
Regelmäßige Treffen unterstützen die Doktorand*innen, sich untereinander und mit externen Referent*innen zu vernetzen. 
Zwei Promotionsurkunden der Hochschule Geisenheim University und der Université de Bordeaux verweisen aufeinander.

Förderung 
Die Förderung des deutsch-französischen Doktorandenkollegs durch die Deutsch-Französische Hochschule beinhaltet

  • Mobilitätshilfen für die Promovierenden in der Auslandsphase
  • die Förderung von Gastdozenturen an den Partnerhochschule
  • die Organisation themenspezifischer Workshops
  • Summer Schools
BAG-Allianz

Drei der weltweit führenden Weinforschungsorganisationen, das Institute of Vine and Wine Sciences (ISVV) (Bordeaux, Frankreich), das Australian Wine Research Institute (AWRI) (Adelaide, Australien) und die Hochschule Geisenheim University (HGU) (Geisenheim, Deutschland), haben sich zu einer neuen Forschungsallianz für Wein zusammengeschlossen.
Die Allianz (informell als BAG-Allianz bezeichnet) bringt der Wein- und Weinwirtschaft in den drei Mitgliedsregionen durch den Austausch von Menschen, Projekten und Informationen strategische Vorteile. Die Mitglieder der Allianz tauschen Infrastruktur und Fachwissen über die gesamte Wertschöpfungskette von Trauben und Wein miteinander aus.

 

Mobilitätsstipendien

Erasmus+ - Stipendien

Sind Sie als Doktorandin oder Doktorand Mitarbeiter*in der Hochschule Geisenheim?

Lehrende wie Mitarbeiter*innen aller Hochschulbereiche können für einen Fortbildungsaufenthalt an einer ERASMUS-Partnerhochschule oder in einem europäischen Unternehmen oder einer Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist, gefördert werden.

Ziel ist neben der Weiterbildung der Teilnehmer*innen die Stärkung der Internationalisierung der Hochschule Geisenheim durch Erfahrungsaustausch innerhalb des europäischen Hochschulraumes sowie die Festigung von ERASMUS-Partnerschaften.

Wer wird gefördert?

Individuell organisierte Aufenthalte im Rahmen eines sog. Job Shadowings (Hospitation). Dieses sollte in einer dem eigenen Aufgabengebiet entsprechenden bzw. vergleichbaren Abteilung an der Partnerhochschule oder im Unternehmen durchgeführt werden. Im Vorfeld wird ein individuelles Programm festgelegt.

Der Aufenthalt zum Zwecke der Fort- und Weiterbildung kann mindestens 2 Tage bis max 2 Monate dauern.

Wie hoch ist die Förderung?

Die finanzielle Förderung erfolgt nach den von der EU vorgegebenen Pauschalen. Aufenthalte von 2 – 5 Tagen werden nach Möglichkeit so gefördert, dass die Kosten nach Hess. Reisekostenrecht abgedeckt sind.

Längere Aufenthalte werden je nach verfügbaren Mitteln gefördert (finanzielle Unterstützung aus Erasmus+ Mitteln der EU in Kombination mit Zero Grant-Förderung)

Die Bewerbung auf eine Personalmobilität ist im Vorfeld mit der jeweiligen Leitung abzusprechen!

 

Sind Sie als Promotionsstudent an der Hochschule Geisenheim eingeschrieben?

Mobilitätszuschüsse für Studienaufenthalte an einer Partnerhochschule können für einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten (90Tage) bis maximal 12 Monaten (360 Tage) vergeben werden.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderhöhen für das Studium an einer Partnerhochschuld sind nach drei Ländergruppen gestaffelt, entsprechend der jeweiligen Lebenshaltungskosten. Die Einteilung der Ländergruppen ist von der EU vorgegeben. Der bewilligte Tagessatz hängt von dem uns zugewiesenen Budget ab und kann daher an anderen Hochschulen unterschiedlich sein.

Mehr Informationen erhalten Sie hier

Deutsch-Französischen Hochschule - DFH  Stipendien
Sind Sie Mitglied der deutsch französischen Graduiertenschule?
Die Förderung durch die DFH umfasst Mobilitätshilfen für die zu Promovierenden in der Auslandsphase, Gastdozenten an den Partnerhochschulen und finanzielle Beteiligung an themenspezifischen Workshops.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie das Promotionsbüro der Hochschule.