Forschung

Forschung der Professur für Klimafolgenforschung an Sonderkulturen

Forschungsprojekte der Professur

Projektanfang: 01.07.2020
Projektende: 30.06.2025
Förderer: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ziel des Vorhabens VitiVoltaic4Future ist es, in einem neu zu schaffenden Reallabor für den Einsatz von Agrophotovoltaik (APV) Forschung für den Weinbau zu betreiben. Die Infrastruktur soll auch über die Projektlaufzeit hinaus als Innovationsplattform dienen; sie soll Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer ermöglichen, sowie gesellschaftliche Partizipation bei der Ausgestaltung der Energiewende am praktischen Beispiel ermutigen. Ein übergeordnetes Ziel ist, die Landnutzung bei Sonderkulturen (hier am Beispiel des Weinbaus) nachhaltiger zu gestalten, neue Wege für die Anpassung des Anbaus von Sonderkulturen an den Klimawandel zu eröffnen und zugleich im Rahmen der Energiewende erneuerbare, dezentrale Stromerzeugung plus landwirtschaftliche Produktion in der Fläche iterativ mit den betroffenen Akteuren zur Anwendungsreife zu entwickeln. Das konkrete Ziel von VitiVoltaic4Future ist es, die Effekte und Möglichkeiten von Weinbau unter der ersten Agro-PV-Anlage Deutschlands zu quantifizieren, Daten für den Wissenstransfer bereit zu stellen und Anpassungsstrategie-Möglichkeiten, die durch solche Solarinseln entstehen könnten, durch weinbauliche Forschung und Know-How Aufbau wissenschaftlich zu begleiten. Im Rahmen des Projekts werden Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung im Weinbau (--> Projekt "AMBITO) integriert. Wir streben insbesondere die Verknüpfung von "Sonneninseln" mit Biodiversitätsinseln in Weinbau-Kulturlandschaften an, um die Nachhaltigkeit des Weinbaus ganzheitlich zu fördern.

Projektanfang: 01.04.2020
Projektende: 31.03.2023
Förderer: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ziel des Verbundprojektes "AKHWA" ist es, einen Beitrag zur Maßnahme L 19 des Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025 zu leisten. Das Verbundprojekt befasst sich mit der Erforschung der Umsetzung von Bewirtschaftungsmaßnahmen aus dem "Werkzeugkasten" der Regenerativen Landwirtschaft (ReLaWi) auf die Bodenfruchtbarkeit und Ökosystemleistungen, insbesondere im Hinblick auf den Wasserrückhalt im Boden, der vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und der jüngsten Hitzesommer immer wichtiger wird.

Projektanfang: 01.07.2020
Projektende: 31.12.2022
Förderer: Europäische Kommission, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Within the framework of "APV-Weinbau4Real", an agro-PV research infrastructure adapted for viticulture is to be designed and established on a north-south oriented viticulture experimental area of Geisenheim University of Applied Sciences in order to serve as a real laboratory for (a) create the infrastructure for viticultural research, (b) to collect operational data in real operation for the first time (power generation, costs, benefits), (c) to be available as an innovation platform for further associated research, and (d) to enable knowledge transfer for winegrowing enterprises, the interested public and for other special crops (e.g. fruit growing). The aim of the project is to create an outdoor agro-photovoltaic reallaboratory at Geisenheim University of Applied Sciences for viticultural research, for further technical development and, above all, for APV knowledge transfer for farms and the public and to develop, test and optimize possible synergies, as well as adaptation and mitigation strategies to climate change for practical use. The APV facility serves as the R&D innovation platform of the HGU research infrastructure "Weinberg".

Projektanfang: 05.04.2019
Projektende: 30.11.2021
Förderer: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Im ZIM-Kooperationsprojekt mit der Prodana GmbH geht es um die Entwicklung eines neuen Batch-Reaktors zur Karbonisierung von betriebseigenen holzigen Reststoffen oder von Holzhackschnitzeln von Seitens der Start-up Firma. Die Aufgabe des Partners HGU besteht in der Entwicklung und Evaluierung von Pflanzenkohle-basierten organischen Düngemitteln unter Überprüfung ihrer Umweltwirkungen und Umwelt- und Ertrags-Wirksamkeit. An der HGU werden daher Tests mit Pflanzenkohlen aus der neuartigen Retorte vorgenommen, bei denen entweder im Gewächshaus ein umfänglicheres Screening verschiedener Kohle-Düngemittel-Kombinationen auf ihr Nitratretentionsvermögen und die mögliche N2O-Emissionsminderung erfolgt, oder im Freiland unter natürlichen Witterungsbedingungen eine Testung ausgewählter Kohle-Düngemittelkombinationen auf eine mögliche Ertragsteigerung und Verbesserung der Umweltbilanz geprüft wird. Die Ergebnisse des Projektpartners HGU sollen dazu dienen, den Batchprozess der Kohleherstellung entsprechend zu verbessern und eine Feld-Datengrundlage zu erarbeiten, die möglichen Interessenten und Anwendern zur Verfügung gestellt werden können.

Projektanfang: 01.01.2017
Projektende: 31.12.2020
Förderer: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Ziel des Projekts "FACEING COMPENSATION" ist der zunächst rechnerische Ausgleich der unvermeidbaren CO2-Emissionen der experimentelle Plattform "Geisenheimer FACE Experimente" durch das Abschätzen der CO2-Emissionsminderungs- und Energieeinspar-potentiale am Standort Hochschule Geisenheim (HGU). Verschiedene Maßnahmen zur CO2-Kompensation sollen in ihrer Effektivität, den nötigen Investitionskosten und der Amortisierung verglichen und bewertet werden.

Projektanfang: 01.01.2018
Projektende: 31.12.2019
Förderer: Deutscher Akademischer Auslandsdienst

In diesem DAAD-Projekt im Rahmen des Deutsch-Pakistanischen Austauschprograms des DAAD geht es um die Entwicklung und Anwendung von Biochar-basierten Düngemitteln zur Steigerung der Erträge bei zugleich reduzierten THG-Kosten pro Einheit Ertrag bzw. pro Landfläche. Hierzu werden v.a. in Pakistan Feldversuche angelegt und das Equipment beschafft und entwickelt, um im Feld THG-Flussmessungen durchzuführen. Im Projektverlauf besuchen die Pakistanischen Partner Geisenheim und erlernen die notwendigen Techniken.

Projektanfang: 01.04.2017
Projektende: 31.03.2019
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

BioCAP-CCS quantifiziert die globalen Potenziale und Auswirkungen von prospektiv großräumiger Landbewirtschaftung mit Biomasse-Plantagen, um durch Negativ-Emissionen die Erderwärmung auf 1,5° zu begrenzen (Mitigation) bzw. eine temporäre Überschreitung zu kompensieren. Das Vorhaben quantifiziert daher erstmalig das globale C-Potential für Pflanzenkohle-CCS unter dezidierter Berücksichtigung von Konkurrenzen um Land und Wasser mit Welternährungs- und Ökosystemschutzzielen.