Ein neuartiger Rindenbrand im hessischen Streuobstanbau

Seit 2003 häufen sich die Meldungen und Probeneingänge zu absterbenden Apfelbäumen im Streuobstanbau. Betroffene Bäume sind oft noch jung, zeigen diese Schäden aber erst ab ca. dem 3. - 4. Standjahr. Zu beobachten sind die Schäden aber auch an älteren Bäumen, wobei der Schadensverlauf dort scheinbar langsamer ist. Betroffen ist vornehmlich der südhessische Raum, vor allem der Main-Taunus-Kreis. Die Symptome sind auch in vielen Obst- und Gartenbauvereinen bekannt. Weder aus der Literatur noch bei Kollegen aus anderen Bundesländern waren ein solcher Schadensverlauf sowie derartige Symptome bekannt. In einem dreijährigen Projekt wurden hunderte von Proben von betroffenen Stamm- und Astpartien genommen und die gefundenen Pathogene isoliert. Es stellte sich nach sehr detailierten Untersuchungen heraus, dass diese Schäden von einem Pilz, Diplodia mutila, verursacht werden. Die Krankheit ist als Rindenbrand zu bezeichnen.  ...mehr

Anprechpartner:

Prof. Dr. Peter Braun

Tel. +49 6722 502 561
Fax +49 6722 502 560
E-Mail: Peter.Braun@hs-gm.de

Die Projektpartner sind:
Institut für Phytomedizin und Institut für Botanik der Hochschule Geisenheim University
Julius Kühn Institut (JKI), Aussenstelle Dossenheim
Pflanzenschutzdienst Hessen, Regierungspräsidium Giessen,
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Pflanzenschutz- und Anbauberater