8. acn-Tagung 2003

8. Alumniclubs.net - Konferenz

8. Alumniclubs.net - Konferenz in Wiesbaden/ Geisenheim (2003)

Vorwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung
Edelgard Bulmahn / Bundesministerin für Bildung und Forschung

Orientiert an amerikanischen Beispielen bilden sich an immer mehr deutschen Hochschulen Alumni-Vereinigungen. So entstehen Netzwerke aus persönlichen Beziehungen, die im gemeinsamen Studium begründet worden sind. Sie bieten einen Rahmen für den dauerhaften Kontakt der Absolventinnen und Absolventen untereinander, aber auch mit der Hochschule und mit dem beruflichen Umfeld.

Alumni-Netzwerke verfolgen nicht nur das Prinzip „Freunde zu gewinnen“, sondern bieten auch für alle Partner Möglichkeiten und Chancen. Dies beginnt mit der Bereitstellung von Praktikumsplätzen und dem Angebot von Themen für die Examensarbeit, kann sich auf die Intensivierung und Verbreiterung der Auslandsbeziehungen erstrecken und bis zu Kooperationen im Rahmen von public private partnership und sogar zur Unterstützung beim fundraising führen.

Auf diese Anregungen aus den USA brauchte die Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer e.V. (VEG) nicht zu warten, denn sie besteht schon länger als 100 Jahre und kann damit selbst als Vorbild dienen. Die enge Beziehung der Hochschule mit ihren Studentinnen und Studenten sowie eine hohe Identifikation mit dem Studienort von Studienbeginn an erleichtern eine langfristige Bindung an die Ausbildungsstätte. Die enge personelle und räumliche Verzahnung der Ausbildung in Geisenheim mit der renommierten Forschungsanstalt ermöglicht die fortlaufende Information der „Ehemaligen“ über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und kann damit zum Wettbewerbsvorteil werden. Ein gutes Netzwerk lebt aber auch von den Sponsoren aus der Wirtschaft, wie die Erfolge der Praxiszusammenarbeit in der Region Geisenheim zeigen.

Die Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer wird im Mai 2003 Gastgeber der „Alumni-clubs.net-Konferenz“ sein. Das Kloster Eberbach hat auch im Weinbau Tradition und bietet durch sein eindrucksvolles Ambiente die besten Voraussetzungen für große Beteiligung, ein interessantes Programm und gute Gespräche.

Ich wünsche der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer beim Aufbau und der Weiter­entwicklung des Alumni-Netzwerkes weiterhin viel Erfolg und bei der Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Veranstaltung gutes Gelingen.

 

Grußwort von Frau Staatsministerin Ruth Wagner
für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der alumni-clubs.net-Konferenz, 23.-25. Mai 2003 in Wiesbaden/Geisenheim

Ruth Wagner stellv. Ministerpräsidentin / Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Der Verband der Alumni-Organisationen im deutschsprachigen Raum e. V. hat mit der diesjährigen Ausrichterin der alumni-clubs.net-Konferenz, der VEG-Geisenheim Alumni Association e. v., eine sehr gute Wahl getroffen. Mit der Alumniarbeit wurde in Geisenheim vor über 100 Jahren begonnen. Bereits im Jahre 1894 kam es zur Gründung der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG) deren satzungsgemäße Aufgabe es war, Bindeglied zwischen Studienstätte und den Absolventen zu sein. Die in der VEG vereinigten Ehemaligen haben mit ihrem Engagement und ihren Leistungen den Studien- / Forschungsort Geisenheim geprägt. Auch als Alumni bleiben sie ein fester und wichtiger Bestandteil aller Aktivitäten des Hochschullebens. Die VEG-Geisenheim Alumni Association ist das interdisziplinäre und weltweite Beziehungsnetz der Ehemaligen der Geisenheimer Fachbereiche der Fachhochschule Wiesbaden.

Als Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst begrüße ich es sehr, dass die Hochschulen in letzter Zeit verstärkt Initiativen ergreifen, auf ihre Ehemaligen zuzugehen. Die Hochschulen lassen den Alumni wertvolle Informationen über Neuentwicklungen zugehen und die Alumni geben umgekehrt Erfahrungen aus ihrem Tätigkeitsfeld in die Hochschule zurück. Aus diesem Netzwerk ergeben sich erneut Synergieeffekte für alle Beteiligten. Da gibt es gemeinsame Forschungsprojekte, Kongressinitiativen, Publikationen, Diplom- und Promotionsarbeiten, Hinweise für Beschäftigungsverhältnisse und vieles mehr. Nicht zuletzt sind die Alumni-Vereine als zentrale Knotenpunkte für Netzwerke auch ganz einfach ein Stück intensiver menschlicher Verbindung, das  generationenübergreifend wirkt und oftmals lebenslange Freundschaften begründet und befördert.

Ich wünsche der 8. Alumni-Konferenz in Wiesbaden/ Geisenheim einen erfolgreichen Verlauf.

 

Vorwort Prof. Dr. h.c. Clemens Klockner
Präsident der Fachhochschule Wiesbaden, University of Applied Sciences

Die Fachhochschule Wiesbaden liegt in einem der bedeutendsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Deutschlands mit internationaler Geltung: dem multiurbanen Rhein-Main-Gebiet. Hier konkurrieren mehrere, gewissermaßen benachbarte Hochschulen um Studierende. In dieser Wettbewerbssituation ist es erfreulich, dass die Fachhochschule Wiesbaden mittlerweile zur drittgrößten hessischen Fachhochschule aufgerückt ist. In Deutschland gehört sie zu den 15 größten Fachhochschulen. Das vergangene Wintersemester 2002/03 hat Rekordzahlen gezeitigt. Mit fast 8400 Studierenden gab es den Höchststand in der über 30jährigen Geschichte der Fachhochschule Wiesbaden, die 1971 gegründet wurde. Gleichfalls stiegen die Bewerbungen und die Erstsemesterzahlen auf ein Rekordniveau.

Die FH Wiesbaden hat heute 14 Fachbereiche und 26 Studiengänge, darunter sind fünf internationale Studiengänge. Der Fachbereich Maschinenbau machte den Anfang mit der Errichtung eines Masterstudiengangs („Master of Engineering in Product Development and Manufacturing“). Im Fachbereich Wirtschaft bahnt sich eine „kleine Revolution“ an in Gestalt der Umstellung bestehender Diplomstudiengänge in konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge. Weitere Fachbereiche werden dieser Entwicklung folgen und Studiengänge mit international vergleichbaren Studienprogrammen und -abschlüssen schaffen.

Die Fachbereiche der Fachhochschule Wiesbaden verteilen sich auf die folgenden drei Studienorte: die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, das inmitten der Region Rhein-Main gelegene Rüsselsheim und das Rheingaustädtchen Geisenheim. Wiesbaden bildet den größten unter den drei Studienorten mit mehr als der Hälfte aller Studierenden.

In allen drei Studienorten wird eine praxisorientierte Hochschullehre ausgeübt, die auf vielfältige moderne Berufsfelder vorbereitet. Die Professorinnen und Professoren, die diese Lehre ausüben, müssen sich durch besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis vor Aufnahme der Professur ausweisen. Beispielsweise gehen zahlreiche Patente „auf ihr Konto“. Kurz gesagt: vom technisch exzellenten Fernsehbild bis hin zum gelungenen Wein - überall findet sich Know-how der Fachhochschule Wiesbaden.

Solche im wahrsten Sinne des Wortes „sehenswerten“ Ergebnisse gehören zum Bereich der praxisorientierten Forschung, die sich inzwischen zu einem etablierten und anerkannten Akzent für die Profilbildung von Fachhochschulen entwickelt hat.

Mit der öffentlichen Unterzeichnung der „Zielvereinbarung“ zwischen der FH Wiesbaden und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst am 11. November 2002 sind ehrgeizige Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wiesbadener Hochschule in den kommenden Jahren „schwarz auf weiß“ festgelegt worden. Zusammen mit der leistungsorientierten Finanzierung der hessischen Hochschulen seit dem Jahr 2003, eine weitere Facette der Hochschulreform in Hessen, sind somit neue Perspektiven, neue Chancen aber auch neue Herausforderungen entstanden. Herausgegriffen sei hier beispielsweise die Absicht des Fachbereichs Maschinenbau, das Konzept des Total Quality Management (TQM) für Hochschulzwecke zu adaptieren. Weiterhin hat sich die Fachhochschule Wiesbaden zum Ziel gesetzt, sich in den nächsten Jahren verstärkt mit den Existenzgründungen von Hochschulabsolventen/absolventinnen zu befassen. Die Zusammenarbeit mit Gründerinitiativen und -zentren wie dem Gründernetz „Route A 66“ bildet hierbei eine vielversprechende Basis.

Ich wünsche allen Konferenz-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern ein reibungsloses Programm, interessante Eindrücke und gute Ergebnisse.