Studienpreis Landschaftsarchitektur

Auszeichnung herausragender Abschlussarbeiten aus dem Studienbereich Landschaftsarchitektur

Der Studienpreis Landschaftsarchitektur ist mit 500 Euro dotiert und wird einmal pro Semester vergeben. Die Auszeichnung geht an eine Absolventin oder einen Absolventen, die oder der eine hervorragende Abschlussarbeit im Bachelor- oder Masterstudiengang Landschaftsarchitektur oder im Studiengang Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen mit der Vertiefung Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim verfasst hat.

Preisstifter sind die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V., der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Landesverband Hessen e. V., der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. und die Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V..

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Preisverleihung Sommersemester 2019

Im Rahmen der Akademischen Abschlussfeier zum Ende des Sommersemesters 2019 verliehen die Hochschule Geisenheim und die vier Preisstifter, die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V., der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Landesverband Hessen e. V., der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. und die Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V., erneut den Studienpreis Landschaftsarchitektur. In diesem Semester erhielt Geraldine Bechstein, Absolventin des Bachelor-Studiengangs Landschaftsarchitektur, die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung für ihre „Planung eines Welterbegartens in Lorchhausen“.

Inmitten einer denkmalgeschützten Anlage historischer Gärten in Lorchhausen erarbeitete sie mit Rücksichtnahme auf die lokalen Gegebenheiten und die Vorgaben des „Welterbe Oberes Mittelrheintal der UNESCO“ sowie mit Blick auf die Integration in die Umsetzungsstudien der BUGA 2029 ihren Entwurf. Das anspruchsvolle Planungsgebiet bearbeitete sie mit „außergewöhnlicher Detailschärfe und einer transparenten und nachvollziehbaren Methodik hinsichtlich der Materialität der verwendeten Baustoffe und von der Entwurfsidee bis hin zur Ausführungsplanung sowie der 3D-Planung“, so die Jury.

Preisverleihung Wintersemester 2018/19

Gleich drei herausragende Abschlussarbeiten aus dem Bachelor-Studiengang Landschaftsarchitektur wurden im Rahmen der Akademischen Abschlussfeier zum Ende des Wintersemesters 2018/19 mit dem Studienpreis Landschaftsarchitektur ausgezeichnet – eine aus jeder der drei Vertiefungsrichtungen Garten- und Landschaftsbau, Freiraumplanung sowie Naturschutz und Landschaftsplanung.

Der Preis, der zu gleichen Teilen von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V., dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Hessen e. V., dem Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. und der Hessischen Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V. gestiftet wird, ging an die folgenden Absolventinnen und Absolventen:

  • Elena Simon für ihre Thesis „Der Biber als Ökosystemingenieur – wie können seine Ausbreitung und Dienste in den Naturschutz integriert und Konflikte dabei vermieden werden?“
  • Maria Vatter und Anna Kühn, die sich in ihrer gemeinsamen Thesis „Lichtpunkt“ mit der Gestaltung eines kultur- und religionenübergreifenden „Ortes des Trostes“ auf dem Karlsruher Friedhof beschäftigten.
  • Adrian Keil für seine Thesis „Entwicklung eines Frameworks für ein Projektmanagementhandbuch im Sinne der DIN 69901-05“ und die Aufarbeitung einer hochaktuellen Herausforderung der Baubranche.
Preisverleihung Sommersemester 2018
v.l.n.r.: Prof. Dr. Andreas Thon, Jannette Goldmann, M.Sc., Prof. Dr. Eckhard Jedicke

Im Rahmen der Akademischen Abschlussfeier zum Abschluss des Sommersemesters 2018 verliehen die Hochschule Geisenheim und die Preisstifter, die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V., der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Landesverband Hessen e. V., der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. und die Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V., auch den Studienpreis Landschaftsarchitektur. Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung erhielt Jannette Goldmann, Absolventin des Master-Studiengangs Landschaftsarchitektur, für ihre Arbeit „Analyse und Management von landwirtschaftlich entstandenen kulturhistorischen Landschaftselementen – ein Konzept am Beispiel Börfinks im Nationalpark Hunsrück-Hochwald“.

Die Arbeit, die von Prof. Dr. Eckhard Jedicke betreut wurde, zeichnet sich durch einen besonderen Innovationsgrad aus. Die Preisträgerin entwickelte selbstständig eine Erfassungs-, Bewertungs- und Planungsmethode für kulturhistorische Landschaftselemente (KHLE) und wendete sie praktisch in einem beispielhaften Landschaftsausschnitt des Nationalparks Hunsrück-Hochwald an. Nach erfolgreich verlaufenem Praxistext zeigte sie die Übertragbarkeit der Methode und die Bedingungen für eine erfolgreiche Anwendung auf. Das Thema sei für die aktiv planende Kulturlandschaftsentwicklung sehr bedeutsam und ein noch wenig bearbeitetes Feld – damit wegweisend für das nachhaltige Landschaftsmanagement, so die Jury.

Preisverleihung Wintersemester 2017/18
Die Gewinner des Studienpreises Landschaftsarchitektur WS 2017/18 © Hochschule Geisenheim / Winfried Schönbach

Die Bachelor-Thesis von Florian Eisenlohr und Tim Harz mit dem Titel „Gleispark Frankfurt. Freiraumplanerisches Entwicklungskonzept für den Hauptgüterbahnhof“ ist im Wintersemester 2017/18 mit dem Studienpreis Landschaftsarchitektur ausgezeichnet worden. Anhand des verbliebenen Teils des ehemaligen Bahngeländes in Frankfurt am Main befasst sich die Arbeit mit der planerischen Herausforderung der Konversion städtischer Infrastrukturbrachen. Begleitet wurde die Thesis von Prof. Dr. Constanze A. Petrow und Prof. Franziska Schieferdecker vom Institut für Freiraumentwicklung.

Tim Harz und Florian Eisenlohr fanden ihren Entwurfsort während ihrer Streifzüge durch Frankfurt. Sie waren fasziniert von seinem rauen Charme – ein Kontrast zum benachbarten, aalglatten Europaviertel. Als Ausgleichsmaßnahme für den Bau dieses neuen Stadtteils wurde auf der Bahnbrache ein Rückzugsraum für Mauereidechsen geschaffen und die Fläche mit einem Zaun umgeben. Menschliche Nutzung ist hier unerwünscht.

Anstelle eines abgezäunten Areals mitten in der Stadt schlagen die jungen Planer einen Park vor. Durch geschickte Zonierung wird eine intensive Sport- und Erholungsnutzung ermöglicht. Gleichzeitig kann das Gelände das Refugium für Eidechsen und viele andere Tier- und Pflanzenarten bleiben, das es heute ist. Nicht zuletzt soll die Erinnerung an die Vergangenheit wachgehalten werden. Dazu wurden Relikte des Güterverkehrs wie Schienen und Waggons sensibel in die Neugestaltung integriert.

Florian Eisenlohr und Tim Harz sind nicht nur begnadete Zeichner, sondern auch begabte Fotografen. Die Thesis zeichnet sich aber vor allem durch eine hohe Eigenständigkeit aus, durch Mut im Umgang mit dem Ort und seinen Widersprüchen, Eloquenz im sprachlichen Ausdruck, eine zeitgemäße Formensprache und eine hervorragende Darstellung.

Preisverleihung Sommersemester 2017
Prof. Dr. Otmar Löhnertz übergibt eine Urkunde an Martin Schnell, M.Eng. © Hochschule Geisenheim / Winfried Schönbach
Martin Schnell erhält die Auszeichnung aus den Händen von Prof. Dr. Otmar Löhnertz.

Im Rahmen der akademischen Abschlussfeier am 14. Juli 2017 wurde erstmals der Studienpreis Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim vergeben. Preisträger ist Martin Schnell, der den Preis für seine Master-Thesis zum Thema „Raumnutzungsanalyse eines telemetrierten Schwarzstorches (Ciconia nigra) während dreier Brutphasen“ im Studiengang Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (UMSB) erhielt.

Der Premierenpreisträger Martin Schnell hat in seiner Arbeit das Aktivitätsprofil eines Schwarzstorchs gezeichnet, der über drei Brutperioden mit einem GPS-Sender ausgestattet war. So konnte er zeigen, welche Lebensräume diese seltene und sehr störungsempfindliche Vogelart in welchen Entfernungen zum Horststandort im Wald nutzt; bis zu 50 Kilometer weit flog der Storch, um Futter für seine Nestlinge zu suchen. Die Daten helfen dabei, den Schwarzstorch in seinen Lebensräumen effizienter schützen und fördern zu können. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ilona Leyer und extern von Dr. Markus Dietz.

Kontakt an der Hochschule

Andreas Thon
Prof. Dr. Andreas Thon
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Tel. +49 6722 502 758
Andreas.Thon(at)hs-gm.de Details