Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT)

Nachhaltige Kulturlandschaftsentwicklung

Luftbild des Rheins mit Auen und kleinen Städten. © Hochschule Geisenheim

Kulturlandschaften unterliegen in der heutigen Moderne einem starken Änderungsdruck und Wandel. Die Inanspruchnahme der Landschaften durch Intensivierung der Landnutzung (Land- und Forstwirtschaft, Siedlungsbau, Energiegewinnung etc.) führt zu immer tiefgreifenderen Veränderungen dieser hochwertigen Kulturlandschaften. Wertbestimmende Merkmale gehen unwiederbringlich verloren – wie z. B. historische Elemente und biologische Vielfalt.

Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) setzt sich mit dieser Problematik auseinander und entwickelt Strategien und Lösungsansätze, um eine nachhaltige Kulturlandschaftsentwicklung zu fördern.

Handlungsfelder

Netzwerk

Das Netzwerk versteht sich als "Denkfabrik", die den fachlichen Diskurs zu neuen und aktuellen Themen zwischen Experten aus Wissenschaft und Praxis fördert und daraus Initiativen entwickelt. Dieses können Bildungs- und Informationsangebote ebenso wie Forschungs- und Praxisprojekte sein.

Es will den „State-of-the-art“ zu aktuellen Fragen des Naturschutzes und der Kulturlandschaftsentwicklung pointiert darstellen, Kenntnis- und Umsetzungsdefizite identifizieren und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Wenn Sie in das Netzwerk aufgenommen werden möchten, schreiben Sie uns bitte eine Mail.

Forschung und Erprobung
Eine Person notiert etwas auf einem Blatt Papier, daneben liegen eine Lupe und Pflanzenteile © Hochschule Geisenheim / ppsstudios.com

Nische des Kompetenzzentrums ist die enge Vernetzung von Wissenschaft und Praxisanwendung – ganz besonders hier bestehen große Defizite in Bund und Ländern.

Es wird ein Akteurs-Netzwerk im Dreieck von anwendungsorientiert fördernden Geldgebern, Forschungsnehmern und Praxispartnern aufgebaut, welche an der direkten Umsetzung von Forschungsergebnissen in ihrer täglichen Arbeit interessiert sind.

Im Ergebnis wird praxisorientierter als bisher an den drängendsten Fragen der Kulturlandschaftsentwicklung gearbeitet. Dazu vernetzen sich Akteure verschiedenster Disziplinen.

Weiterbildung
Eine Hand legt das Blatt eines Baumes auf ein Buch zur Bestimmung von Pflanzen. © Hochschschule Geisenheim

Vorgesehen ist die Schaffung eines modularen, berufsbegleitenden Fortbildungssystems. Die Angebote sollen unterschiedliche Formate von ein- bis mehrtägigen Seminaren bis hin zu berufsbegleitenden Master-Studiengängen umfassen.

Die Weiterbildung soll nicht allein in Geisenheim stattfinden, sondern in einem bundesweiten Verbund. In vielen Fällen werden Methoden des selbstbestimmten eLearnings mit Präsenzphasen genutzt.

Arbeitskreise des KULT

Arbeitskreis KuLaDig

Das digitale System KuLaDig (Kulturlandschaft Digital) zur Erfassung und Darstellung von Kulturlandschaftselementen wird zur Lösung einer Vielzahl verschiedener kulturlandschaftlicher Fragestellungen genutzt, etwa in der Regionalentwicklung, dem Naturschutz, der Umweltbildung und dem Tourismus. Um die Vernetzung unter den verschiedenen KuLaDig-Akteuren zu fördern und Synergien für die Zukunft freizusetzen, wurde unter dem Dach des KULT ein länderübergreifender KuLaDig-Arbeitskreis gegründet. Dieser trifft sich in regelmäßigen Abständen.

Bilderreihe

Historische Kulturlandschaft Kaysersberg (Bild: Jörn Schultheiß)
Arbeitskreis Ökosystemleistungen

Die von der Natur erbrachten Ökosystemleistungen haben eine grundlegende Bedeutung für das menschliche Leben, denn die Kulturlandschaft und Landschaftsentwicklung ist ohne fruchtbare Böden, sauberes und verfügbares Wasser, Biodiversität, dem Schutz vor Naturgefahren und der Erholungsleistung der Natur nicht funktionsfähig. Agrarökosysteme sind Bestandteile der Kulturlandschaft, die selbst Ökosystemleistungen erbringen, welche sich wiederum bei nicht nachhaltiger Nutzung auf die Leistungen der Natur negativ auswirken: Nitratbelastung, Pestizidrückstände, Wasserverschmutzung, Bodenerosion oder Monokulturen verringern unsere Lebensqualität.

Wie eine zukunftsweisende Entwicklung der Kulturlandschaft aussieht und wie das Konzept der Ökosystemleistungen als Instrument der Landschaftsentwicklung eingesetzt wird, damit befasst sich die AG Ökosystemleistungen im Kompetenzzentrum Kulturlandschaft bei regelmäßigen Treffen. Ansprechpartner ist Dr. Martin Reiss an der Hochschule Geisenheim University.

Kontakt

Haben Sie Fragen rund um das KULT?

Dann kontaktieren Sie uns per Mail über Joern.Schultheiss(at)hs-gm.de

Informationen aus dem Netzwerk

26. November 2020: Digitales Netzwerktreffen des Projektes KliANet-Weinbau (Anmeldung)

9. März 2020 Tagung "Offene Trockenstandorte: Hotspots der Biodiversität erhalten - Neue Beweidungskonzepte für eine nachhaltige Landschaftsentwicklung". Eine Veranstaltung des KULT gemeinsam mit der Stadt Ingelheim in Ingelheim (Anmeldung hier)

24. bis 26. März 2021 Workshop des Arbeitskreises Landschaftsforschung: "Zwischen Individualität und Repräsentativität - Erfassung & Bewertung von Landschaften" (Call for Abstracts)

8. und 9. Juli 2021 Workshop "Zeit für eine neue Nachhaltigkeit - Herausforderungen und Handlungsoptionen für die mitteleuropäischen Wälder in Zeiten des Klimawandels" im Walderlebniszentrum Neupfalz. Eine Veranstaltung des KULT, Landesforsten Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN) (Anmeldung bald möglich, weitere Infos hier).

Downloadbereich des KULT

Im Downloadbereich des KULT können Sie Dateien aus dem KULT-Netzwerk herunterladen. Diese sind nach Datum und ggf. nach der jeweiligen Veranstaltung geordnet. Einige Dateien sind jedoch nicht zur Veröffentlichung gedacht. Um diese herunterladen zu können, benötigen Sie ein Passwort. Schreiben Sie uns hierzu eine E-Mail.

Veranstaltungen des KULT an der Hochschule

Zukunft des Waldes: Mischkulturen, Naturverjüngung und nur bedingt Exoten

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer

Große Resonanz für den 1. Frankfurter Waldkongress

„Die große Resonanz beweist, dass wir mit dem Thema sehr nah dran sind an dem, was die Forstwirtinnen und Forstwirte, Forscherinnen und Forscher, Naturschutzverbände und die Politik gerade sehr bewegt: die Zukunft unserer Wälder“, so Rosemarie Heilig, Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim veranstaltete das Umweltdezernat der Stadt Frankfurt am 25. November 2019 das zweite Geisenheimer Landschaftsforum, zugleich angekündigt als erster Frankfurter Waldkongress. Rund 200 Personen nahmen daran teil. Bewusst habe man bei den Vorträgen den Fokus auf eine ausgewogene Mischung aus der Forstpraxis und der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion gelegt. Die lebhafte Debatte zum Ende des Kongresses bewies eindrücklich, wie breit das Meinungsspektrum zurzeit ist.

„Fertige Lösungen kann niemand anbieten“, sagt Prof. Dr. Eckhard Jedicke von der Hochschule Geisenheim, der den Kongress auch moderierte. Klar sei aber, dass die Zeit der Monokulturen und reiner Wirtschaftswälder abgelaufen sei. Aber auch unsere heimischen Baumarten bekommen zunehmend Probleme mit den heißen und trockenen Klimabedingungen „Die Zukunft gehört Mischkulturen, der Naturverjüngung und möglicherweise unter gewissen Voraussetzungen auch Baumarten aus dem mediterranen Raum“, fasst Jedicke zusammen. Frankfurts Umweltdezernentin brachte einen weiteren Punkt in die Diskussion: „Noch viel stärker als bisher müssen wir aber auch auf standortgerechten Nachwuchs bauen. Wir müssen –  was Frankfurt betrifft – den Nachwuchs selbst ziehen, am besten in einer eigenen Baumschule. Dann können wir sicher sein, dass der Nachwuchs mit den Bedingungen hier klarkommt.“ Auf Grund der steigenden Temperaturen komplett auf Exoten zu setzen und den Wald umzubauen, sei keine Lösung. Diese Erkenntnis nehme sie aus dem Waldkongress mit. 

Die Situation ist alarmierend: Die Zahl abgestorbener Bäume ist in Hessen seit 1985 – dem Höhepunkt des damaligen Waldsterbens durch sauren Regen – um den Faktor 7 gestiegen, sagt Stefan Nowak, Leiter der Abteilung Waldentwicklung und Umwelt beim Landesbetrieb HessenForst. Nur drei Prozent der Bäume im Frankfurter Stadtwald sind nicht geschädigt. Problem ist vor allem die Trockenheit im Sommer: Gestiegene Mitteltemperaturen bewirken eine längere Vegetationsperiode und steigende Verdunstung durch die Vegetation. Damit wirken die Niederschlagsdefizite noch gravierender – viele Bäume vertrocknen.

„Nötig ist eine neue Zieldefinition für die Entwicklung und Multifunktionalität der Waldökosysteme“, folgert Jedicke. Diese kann nicht die Forstwirtschaft allein geben, sondern sie muss in einem gesamtgesellschaftlichen Prozess entwickelt werden. Verschiedene Referierende machten deutlich, dass die Ökosystemleistungen der Wälder umfassend bewertet werden müssten - so erfüllten Wälder, gerade Stadtwälder wie der Frankfurter, viele Aufgaben als Lebensraum, als Erholungs- und Freizeitraum und natürlich als CO2-Speicher. Mehr Vielfalt durch Dauerwälder mit mehr Arten (in höherer genetischer Vielfalt als bisher) in unterschiedlichen Baumaltern ist ein konsensfähiges Ziel. Mehr als bisher muss dabei die hohe Speicherfunktion für CO2 des Waldökosystems und vor allem des Bodens beachtet werden – sie darf nicht im Interesse einer großen Holzernte aufs Spiel gesetzt werden.

„Uns war besonders wichtig, dass alle Teilnehmenden gut informiert und mit neuen Impulsen aus dem Kongress kommen“, sind sich Heilig und Jedicke einig. „Wir werden Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft fortsetzen, denn nur ein breiter und offener Diskurs kann bei der komplexen Thematik zu innovativen Lösungen führen.“ Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft plant für das Jahr 2020 eine weitere Tagung zu den waldbaulichen Konsequenzen gemeinsam mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz.

 

Kategorien: Veranstaltungen, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, STUDIUM, UMSB (M.Eng.), Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Gartenbauwissenschaft (M.Sc.), Gartenbau (B.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Berufsschullehrer/-in GaLaBau, Freiraumplanung, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Landschaftsplanung und Naturschutz, Nachrichten

Bilderreihe

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer
© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer
© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer

Aktuelles

Zukunft des Waldes: Mischkulturen, Naturverjüngung und nur bedingt Exoten

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer

Große Resonanz für den 1. Frankfurter Waldkongress

„Die große Resonanz beweist, dass wir mit dem Thema sehr nah dran sind an dem, was die Forstwirtinnen und Forstwirte, Forscherinnen und Forscher, Naturschutzverbände und die Politik gerade sehr bewegt: die Zukunft unserer Wälder“, so Rosemarie Heilig, Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kulturlandschaft (KULT) der Hochschule Geisenheim veranstaltete das Umweltdezernat der Stadt Frankfurt am 25. November 2019 das zweite Geisenheimer Landschaftsforum, zugleich angekündigt als erster Frankfurter Waldkongress. Rund 200 Personen nahmen daran teil. Bewusst habe man bei den Vorträgen den Fokus auf eine ausgewogene Mischung aus der Forstpraxis und der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion gelegt. Die lebhafte Debatte zum Ende des Kongresses bewies eindrücklich, wie breit das Meinungsspektrum zurzeit ist.

„Fertige Lösungen kann niemand anbieten“, sagt Prof. Dr. Eckhard Jedicke von der Hochschule Geisenheim, der den Kongress auch moderierte. Klar sei aber, dass die Zeit der Monokulturen und reiner Wirtschaftswälder abgelaufen sei. Aber auch unsere heimischen Baumarten bekommen zunehmend Probleme mit den heißen und trockenen Klimabedingungen „Die Zukunft gehört Mischkulturen, der Naturverjüngung und möglicherweise unter gewissen Voraussetzungen auch Baumarten aus dem mediterranen Raum“, fasst Jedicke zusammen. Frankfurts Umweltdezernentin brachte einen weiteren Punkt in die Diskussion: „Noch viel stärker als bisher müssen wir aber auch auf standortgerechten Nachwuchs bauen. Wir müssen –  was Frankfurt betrifft – den Nachwuchs selbst ziehen, am besten in einer eigenen Baumschule. Dann können wir sicher sein, dass der Nachwuchs mit den Bedingungen hier klarkommt.“ Auf Grund der steigenden Temperaturen komplett auf Exoten zu setzen und den Wald umzubauen, sei keine Lösung. Diese Erkenntnis nehme sie aus dem Waldkongress mit. 

Die Situation ist alarmierend: Die Zahl abgestorbener Bäume ist in Hessen seit 1985 – dem Höhepunkt des damaligen Waldsterbens durch sauren Regen – um den Faktor 7 gestiegen, sagt Stefan Nowak, Leiter der Abteilung Waldentwicklung und Umwelt beim Landesbetrieb HessenForst. Nur drei Prozent der Bäume im Frankfurter Stadtwald sind nicht geschädigt. Problem ist vor allem die Trockenheit im Sommer: Gestiegene Mitteltemperaturen bewirken eine längere Vegetationsperiode und steigende Verdunstung durch die Vegetation. Damit wirken die Niederschlagsdefizite noch gravierender – viele Bäume vertrocknen.

„Nötig ist eine neue Zieldefinition für die Entwicklung und Multifunktionalität der Waldökosysteme“, folgert Jedicke. Diese kann nicht die Forstwirtschaft allein geben, sondern sie muss in einem gesamtgesellschaftlichen Prozess entwickelt werden. Verschiedene Referierende machten deutlich, dass die Ökosystemleistungen der Wälder umfassend bewertet werden müssten - so erfüllten Wälder, gerade Stadtwälder wie der Frankfurter, viele Aufgaben als Lebensraum, als Erholungs- und Freizeitraum und natürlich als CO2-Speicher. Mehr Vielfalt durch Dauerwälder mit mehr Arten (in höherer genetischer Vielfalt als bisher) in unterschiedlichen Baumaltern ist ein konsensfähiges Ziel. Mehr als bisher muss dabei die hohe Speicherfunktion für CO2 des Waldökosystems und vor allem des Bodens beachtet werden – sie darf nicht im Interesse einer großen Holzernte aufs Spiel gesetzt werden.

„Uns war besonders wichtig, dass alle Teilnehmenden gut informiert und mit neuen Impulsen aus dem Kongress kommen“, sind sich Heilig und Jedicke einig. „Wir werden Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft fortsetzen, denn nur ein breiter und offener Diskurs kann bei der komplexen Thematik zu innovativen Lösungen führen.“ Das Kompetenzzentrum Kulturlandschaft plant für das Jahr 2020 eine weitere Tagung zu den waldbaulichen Konsequenzen gemeinsam mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz.

 

Kategorien: Veranstaltungen, Kompetenzzentrum Kulturlandschaft, STUDIUM, UMSB (M.Eng.), Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Gartenbauwissenschaft (M.Sc.), Gartenbau (B.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Berufsschullehrer/-in GaLaBau, Freiraumplanung, HOCHSCHULE, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Landschaftsplanung und Naturschutz, Nachrichten

Bilderreihe

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer
© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer
© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Barbara Walzer

Team

Eckhard Jedicke
Prof. Dr. Eckhard Jedicke
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Tel. +49 6722 502 760
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Dr. Jörn Schultheiß
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Katharina Adler, M.Sc.
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Barbara Bernard
Barbara Bernard
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Alexander Peters
Dipl.-Ing. (FH) Alexander Peters, M.H.Edu
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Tel. +49 6722 502 772
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Martin Reiss
Dr. Martin Reiss
Gebäude 7100
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Klaus Werk
Prof. Klaus Werk