Evaluation

Qualitätssicherung in Lehre und Studium

Die Hochschule Geisenheim führt, zur Sicherung der Qualität von Lehre und Studium, regelmäßig Befragungen bei Studentinnen und Studenten sowie Absolventinnen und Absolventen durch.

Grundzüge der Evaluation

Methodisch bedient sich die Evaluation vorrangig qualitativen und quantitativen Verfahren der empirischen Sozialforschung sowie sekundäranalytischer Verfahren. Hinsichtlich der Konzeption, Implementierung und Umsetzung der Evaluationsverfahren werden die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness, Genauigkeit) berücksichtigt.

Reguläre Evaluationsformate begleiten den gesamten Student-Life-Circle. Zu diesen Formaten zählen u. a.:

  • die Erstsemesterbefragung: Erfassung von Bedürfnissen und Erwartungen von Studieneinsteigerinnen und -einsteiger und ihre erste Wahrnehmung der HGU
  • die Zufriedenheitsbefragung im Studienverlauf: Meinungsbild der Studierenden zum Studienangebot und den Studienbedingungen
  • Lehrveranstaltungsevaluationen angelegt als studentische Rückmeldung an Dozentinnen und Dozenten
  • Absolventinnen/Absolventen Befragungen: Informationen über die Abdeckung der Kompetenzanforderungen im Berufsfeld und die Ermittlung berufsrelevanter Qualifikationen

Ergänzend hinzu kommen außerordentliche Evaluationsformate:

  • Anlassbezogene Formate, wie Studiengangsevaluationen oder wie im Sommersemester 2020 die Umfrage zur Perspektive auf die Lehre im Corona beeinträchtigten Sommersemester 2020
  • Dialogische Evaluation; die den Aspekt der Ergebnisnutzung methodisch integriert und zu deren methodischer Weiterentwicklung die Hochschule Geisenheim durch eigene Evaluationsforschung beiträgt.

Kontakt

Sie möchten eine Veranstaltung zur Evaluation anmelden oder haben eine Frage zum Thema Evaluation?

Dann schreiben Sie eine Mail an: evaluation(at)hs-gm.de

Lehrveranstaltungsevaluation

Die Hochschule Geisenheim führt zum Ende des jeweiligen Semesters eine Lehrveranstaltungsevaluation durch.

Das Konzept sieht vor, dass nicht alle Lehrveranstaltungen evaluiert werden, aber jede Dozentin / jeder Dozent mindestens einmal je Semester evaluiert wird und die Veranstaltungen gleichmäßig über die Studiengänge und Fachsemester verteilt sind. Darüber hinaus kann jede Dozentin / jeder Dozent weitere Veranstaltungen zur Evaluation anmelden.

Ebenso können Studierende jederzeit Lehrveranstaltungen zur Evaluation anmelden.

Die Lehrveranstaltungsevaluation dient der Rückmeldung zu didaktischen und inhaltlichen Aspekten und erfolgt online über Stud.IP.

Die Dozentinnen und Dozenten sind aufgefordert die Ergebnisse mit den Studierenden zu besprechen um die Qualität ihrer Lehrveranstaltung zu sichern bzw. zu verbessern.

Erstsemester- und Zufriedenheitsbefragung

Die Erstsemesterbefragungen werden in der ersten Hälfte des Wintersemesters durchgeführt und verfolgen den Zweck, Antworten auf zentrale individuelle und institutionelle Einflussfaktoren zu geben, die in Verbindung mit der Studieneingangsphase bzw. der Studierfähigkeit der Erstsemesterinnen und Erstsemester stehen: Vorbildung, Studienerwartung, Studienwahl und Studieneinstieg. Eine gelungene Studieneingangsphase verringert den Abbruch des Studiums und trägt aktiv zum Studienerfolg bei. Dieser Zusammenhang zwischen Studieneingang und Studienerfolg buchstabiert sich exemplarisch mit Blick auf die Vorbildung wie folgt aus: Je besser die Vor- bzw. Ausbildung der Studienanfängerinnen und -anfänger, desto leichter fällt ihnen die Bewältigung des Arbeitspensums während ihres weiteren Studienverlaufs; bei der Studienwahl: Eine wohlüberlegte, informatorisch unterstützte Studienwahl trägt eher dazu bei, sich in einen Studiengang einzuschreiben, der den studentischen Erwartungen und Wünschen entspricht. Studienfachwechsel oder gar -abbruch werden unwahrscheinlicher und ein kontinuierlicher Wissensaufbau von Beginn an wird möglich.

Die Zufriedenheitsbefragungen werden in der ersten Hälfte des Wintersemesters durchgeführt und verfolgen den Zweck, Antworten auf zentrale Studiengang übergreifende und Studiengang spezifische Einflussfaktoren zu geben, die in Verbindung mit studentischer Zufriedenheit unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte des Studiums stehen: Studiengangwahl, Rahmenbedingungen des Studiums und der Lehre sowie Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.

 

Absolventinnen / Absolventen Befragung und Verbleibsstudie

Absolventinnen/Absolventen-Befragungen sind ein wertvolles Bindeglied zwischen Studien- und Berufs- bzw. Arbeitswelt und liefern eine wichtige Informationsbasis zu folgenden thematischen Feldern:

  • Studienentscheidung: Wie beurteilen Absolventinnen und Absolventen rückblickend ihr Studium?
  • Berufseinstieg und -befähigung: Haben die Studieninhalte auf die berufliche Tätigkeit vorbereitet?
  • Beziehung Studienfach und berufliche Aufgaben: Inwiefern bauen die weiteren Karrierewege auf den im Studium erworbenen Handlungskompetenzen?
  • Absolventinnen-/Absolventen-Verbleib: In welcher Situation befinden sie sich gerade?

Die Hochschule Geisenheim nimmt jährlich an dem bundesweiten Kooperationsprojekt Absolventenstudie (KOAB) teil, welches durch das Institut für angewandte Statistik (ISTAT) koordiniert und ausgewertet wird.

Etwa 1,5 Jahre nach Ihrem Abschluss werden alle Absolventinnen und Absolventen eines Jahres (WiSe + SoSe) kontaktiert und gebeten an der Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse dienen der Studiengangsentwicklung.

 

Gesetzliche Grundlage

Das Hessische Hochschulgesetz (HessHG) verlangt von den Hochschulen, dass sie regelmäßig verschiedene Aspekte evaluieren:

§ 14 – Qualitätssicherung, Berichtswesen

(1) Die Hochschulen evaluieren regelmäßig die Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere in Studium und Lehre, Forschung, Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Internationalisierung und interkultureller Integration, Gleichstellung, Wissens- und Technologietransfer, Weiterbildung und Verwaltung unter Berücksichtigung der Entwicklungen in Wissenschaft, Kunst, Gesellschaft und Berufswelt; sie untersuchen die Gründe, die bei Studierenden zum Abbruch des Studiums führen. Bei der Evaluation sind in regelmäßigen Abständen externe Sachverständige hinzuzuziehen. Im Rahmen der Akkreditierungsverfahren entwickelt die Hochschule ein Qualitätsmanagement-System, bei dem die Expertise von Externen, Lehrenden und Studierenden zur Verbesserung der Qualität in der Lehre genutzt wird und der Dialog zwischen den Beteiligten gestärkt wird. An der Evaluation von Studium und Lehre sind die Studierenden durch Bewertung der Lehrveranstaltungen und durch Beratung der Ergebnisse in den Gremien zu beteiligen. Die Ergebnisse sind den Beteiligten der Evaluation und den Studierenden des Studiengangs in geeigneter Weise bekanntzumachen und fließen in die Weiterentwicklung von Studium und Lehre ein. Das Nähere, insbesondere das Verfahren, die Beteiligung der Mitglieder sowie die Verarbeitung personenbezogener Daten, regelt die Hochschule durch Satzung. Die wesentlichen Ergebnisse der Evaluation sind zu veröffentlichen.

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(7) Die Hochschulen dürfen personenbezogene Daten ihrer ehemaligen Mitglieder und Angehörigen nutzen und bei den staatlichen Prüfungsämtern erheben, soweit dies zum Zwecke der Befragung im Rahmen der Qualitätssicherung, des Berichtswesens und von Evaluationen oder zur Pflege der Verbindung mit diesen Personen erforderlich ist und diese nicht widersprechen. Die Befragten sind auf die Freiwilligkeit ihrer Angaben und die Möglichkeit zum Widerspruch der Nutzung hinzuweisen. Näheres kann die Hochschule durch Satzung regeln.

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