Wissenschaft trifft Wirtschaft

Bildquelle: Achim Katzberg

Feierliche Stipendienübergabe durch Wissenschaftsministerin Angela Dorn für junge Gründerteams aus hessischen Hochschulen auf dem Hessen Ideen Sommerfest an unserer Hochschule.

Bereits zum dritten Mal bewiesen Studierende der hessischen Hochschulen, wie sie Theorie in die Praxis umsetzen. Im Rahmen des Hessen Ideen Sommerfestes präsentierten 29 Gründerteams ihre innovativen Ideen und 14 davon erhielten am 25. Juni 2019 durch die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und der Schirmherrin der Initiative Hessen Ideen, Angela Dorn, ihre Stipendien. Aus zehn hessischen Hochschulen werden in der nächsten Stipendienrunde 31 junge Studierende in 14 Teams gefördert, wovon auch ein Gründerteam aus der Hochschule Geisenheim kommt.

Das Hessen Ideen Stipendium richtet sich an Gründungsideen von hessischen Hochschulangehörigen und -absolventen, die sich in der frühen Phase der Ausarbeitung einer unternehmerischen Geschäftsidee befinden. Für ein halbes Jahr erhalten die Stipendiaten eine monatliche Förderung in Höhe von 2.000 Euro pro Person.

Die Gründungsideen stammen aus allen Bereichen. Darunter sind technische Innovationen wie ein Virtual Reality Programm für den Einsatz in Pflege und Therapie, eine Internetplattform für IT-Dienstleistungen oder die Entwicklung von Hochleistungsbatteriesystemen für die Luftfahrt von morgen. Das Portfolio der Hessen Ideen Stipendiaten bietet darüber hinaus soziale und ökologische Unternehmensideen, z. B. aus dem Bereich Windkraft, Ernährung und Kosmetik sowie Produktentwicklungen. Die kreativen Ideen zeigen, welches innovative Know-how und Potenzial in den hessischen Hochschulen stecken.

Die Stipendienübergabe fand im feierlichen Rahmen auf dem Hessen Ideen Sommerfest Ende Juni an der Hochschule Geisenheim statt. Zum Auftakt des Abends hielt die Schirmherrin des Stipendienprogramms, die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, ein Grußwort: „Um die komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen, sind gute Ideen nötig. Sie entstehen unter anderem an unseren Hochschulen, ob es um Grundlagenforschung geht oder um angewandte Wissenschaft. Und auch Geschäftsideen keimen an unseren Hochschulen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, solche Ideen zu fördern, überregional bekannt zu machen und Hessen als Innovationsstandort zu stärken. Deshalb haben wir das „Hessen Ideen Stipendium“ ins Leben gerufen. Damit unterstützen wir Hochschulangehörige sowie Absolventinnen und Absolventen auf ihrem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit, nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-how bei der inhaltlichen Ausarbeitung ihrer Geschäftsidee“, erklärte Dorn. Aus dem Etat ihres Ministeriums werden die Stipendien finanziert. Bislang sind mit der neuen Förderrunde durch das Hessen Ideen Stipendium bereits über 40 Gründungsideen von 87 hessischen Hochschulangehörigen bzw. -absolventen gefördert worden. 

Neben der Stipendienübergabe präsentierten aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Ideen in einem Gründerslam. Eine Jury stimmte ab, welches Team seine Idee am besten auf unterhaltsame und ebenso verständliche Weise im Slam vorstellte. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich mit Akteurinnen und Akteuren der hessischen Gründerszene bei Grillbüffet und Getränken auszutauschen.

Aus der Hochschule Geisenheim wird das Gründerteam Nachhaltige Weinbar in der Rhein-Main Metropole Frankfurt gefördert.

“Wie kann man mit einer Weinbar eine Geschäftsidee im Angesicht des Klimawandels umsetzen?” Diese Frage stellte sich das Team, bestehend aus: Markella Samartzidou, B. Sc. International Wine Business, Philipp Neveling, B. Sc. Weinbau und Oenologie und Deandra Anderson, aus den USA stammend, B. A. International Relations und Spanish in New York und B. Sc. International Wine Business, Ende letzten Jahres, nachdem es beschloss, zwei Dinge miteinander zu verbinden: Eine Weinbar und Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell. Beide Themenbereiche weckten vor und während des Studiums in Geisenheim ihr Interesse. Sei es durch die Vorlesungen in Geisenheim, u. a. die zum biologischen Weinbau oder die zahlreichen Praktika auf verschiedenen Weingütern in den USA, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Kolumbien und Deutschland, bei denen sie das Kulturgut Wein aus immer wieder neuen Blickwinkeln kennenlernen durften. „Dabei fiel uns natürlich nicht nur auf, was für eine gute Reputation das Produkt Wein auf der ganzen Welt genießt. Missstände in der Weinbranche und Missverständnisse gegenüber dem Produkt Wein, vor allen Dingen in Bezug auf biologisch hergestellten Wein, waren teilweise eklatant. Das nehmen wir uns als Aufgabe für unsere Weinbar an“, so Neveling. Fragen über die Weinproduktion, Ökologie im Weinbau aber auch die sozialen Probleme in der Weinwelt möchten sie bei sich beantworten. Dazu laden sie Winzer, Landwirte und soziale Verbände für Veranstaltungen ein, die über ihre Arbeiten und Erfahrungen sprechen, um den Gästen einen Einblick in die faszinierende Weinbranche zu geben.

Neben der Mission des Wissentransfers steht natürlich der Weingenuss im Vordergrund. „Dafür werden wir unser System des “Wine on tap”, also Wein direkt aus dem Fass zu zapfen, implementieren. Die enge Zusammenarbeit mit Winzern aus der Region, die uns biologisch hergestellten Wein zu Verfügung stellen, bietet uns die Möglichkeit die Lieferkette so kurz wie möglich zu halten, einen engen Kontakt zu unseren Lieferanten zu pflegen und Ressourcen (Flaschen, Verpackung usw.) einzusparen. Komplementiert werden unsere Weine durch kleine Speisen, dessen Bestandteile von regionalen Bauern stammen. Weiter sind Kollaborationen mit ortsansässigen Institutionen geplant“, ergänzt Neveling.

In Zukunft möchte das Team das Modell der nachhaltigen Weinbar nicht nur in Hessen etablieren, sondern kann sich gut vorstellen, es auch auf andere Regionen in Deutschland auszuweiten. „Wir denken, dass wir so einen kleinen Beitrag dazu leisten können den Konsumenten auf die Dringlichkeit und Vielfältigkeit des Klimawandels im Rahmen des Produktes Wein auf eine genussbezogene Art und Weise zu sensibilisieren. Frei nach dem Motto “Think global, act local!”“.

Begleitend zur Stipendienlaufzeit erhalten die Gründerteams neben dem finanziellen Zuschuss auch inhaltliche Unterstützung im Rahmen eines Akzeleratorprogramms.

Das Hessen Ideen Stipendium wird finanziert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Angela Dorn. Das Programm wird koordiniert und durchgeführt von der Universität Kassel in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hessen-ideen.de

Die Hochschule Geisenheim sagt herzlichen Glückwunsch zum Hessen Ideen Stipendium und wünscht allen viel Erfolg bei der Umsetzung der Projekte!

 

Um mehr über das Hessen Ideen Stipendium oder den Hessen Ideen Wettbewerb zu erfahren, wenden sich interessierte Hochschulmitglieder direkt an die Gründungsberatung an ihrer Hochschule.

 

Ansprechpartnerin an der Hochschule Geisenheim: 

Dr. Elena Siebrecht, Tel.: 06722 502 635, Elena.Siebrecht@hs-gm.de

 

Ansprechpartnerin Hessen Ideen:

Katja Walther, Tel.: 0561 95379 606, info@hessen-ideen.de

 

 

 

Kategorien: Veranstaltungen, STUDIUM, Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft (M.Sc.), VITIS-VINUM (M.Sc.), Vinifera EuroMaster (M.Sc.), Weinwirtschaft (M.Sc.), Oenologie (M.Sc.), International Wine Business (B.Sc.), Internationale Weinwirtschaft (B.Sc.), Weinbau und Oenologie (B.Sc.), Deutsch-Italienischer Doppel-Bachelor, HOCHSCHULE, Stiftungen und Preise, Presse und Kommunikation, FORSCHUNG, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Nachrichten

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