Studierende der Hochschule Geisenheim erarbeiten Empfehlungen zur „Verjüngung des Images von Bordeaux“

Im Rahmen eines Marketingprojekts im Studiengang Internationale Weinwirtschaft (B.Sc.) befragten die Studierenden Konsumenten, Händler und Gastronomen und leiteten aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen für eine zielgruppengerechte Kommunikation ab. Diese präsentierten sie im Januar vor Vertreterinnen des Fachverbands für Bordeaux-Weine.

Bordeaux gehört zu den traditionsreichsten Weinanbaugebieten Europas – doch ist diese Tradition auch das, was den Winzerinnen und Winzern der Region Zugang zu neuen, jüngeren Zielgruppen eröffnet? Studierende des 3. Semesters im Studiengang Internationale Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim setzten sich im Wintersemester 2019/20 mit genau dieser Frage auseinander. Im Rahmen des Marketingprojekts Frankreich analysierten sie den Status Quo und entwickelten für den Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux, den Weinbauverband Bordeaux, Handlungs- und Kommunikationsempfehlungen, die darauf zielen, das Image der Weinbauregion im Südwesten Frankreichs zu verjüngen.

Das Projekt, das unter der Leitung von Dr. Sophie Ghvanidze, Dozentin der Hochschule Geisenheim, durchgeführt wurde, umfasste im ersten Schritt eine Vorstellung der Region und der Marketingaktivitäten des Verbands inklusive einer Verkostung der unterschiedlichen Weinstile mit einer Tutorin der bordelaiser Weinschule Ecole du Vin de Bordeaux und der deutschen Repräsentantin des Verbands. Daraufhin führten die Studierenden eine Umfrage unter Konsumenten, Händlern und Gastronomen durch, auf deren Basis sie Handlungsempfehlungen entwickelten, mit welchen Inhalten und über welche Kanäle die Weine aus Bordeaux den drei Zielgruppen nähergebracht werden können. „Der Marktforschungsteil war sehr umfangreich und deckte alle für den Verband relevanten Themenbereiche ab. Erfreulich war die Größe der Stichprobe, die die Studierenden erreicht haben. Ihre Empfehlungen fußen auf einer qualitativ und quantitativ sehr guten Basis“, so die verantwortliche Dozentin.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Studierenden am 15. und 22. Januar 2020 zum Abschluss des Projekts. Ihre Handlungsempfehlungen bezogen sich einerseits auf aktuelle Ansätze, die der Verband bereits verfolgt, um die Weinbauregion Bordeaux unter jüngeren Kundinnen und Kunden bekannter zu machen, umfassten andererseits aber auch Vorschläge für gänzlich neue Maßnahmen wie beispielsweise By-the-Glass Blindverkostungen in der Gastronomie.

Mit ihren teils unkonventionellen Ideen überzeugten die Studierenden. „Wir sind begeistert von der Herangehensweise der Studierenden, der Qualität der Marktforschung und der vorgestellten Lösungsansätze. Die Ergebnisse und die Vielzahl wirklich kreativer, marktrelevanter Ideen werden wir sicher in unsere Planungen einfließen lassen. Die Kooperation hat uns viel Freude gemacht“, betonte Christine Berthold, Market Advisor Germany des Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux. „Wir danken den engagierten Studierenden herzlich für ihre Analysen und Ausblicke, wie Bordeaux sich erfolgreich eine jüngere Zielgruppe im deutschen Markt erschließen kann.“

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