Praxis trotz Pandemie: Modul „Tierische Lebensmittel“ findet in Kooperation mit dem BTZ Weiterstadt statt

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Praxis trotz Pandemie: Modul „Tierische Lebensmittel“ findet in Kooperation mit dem BTZ Weiterstadt statt

Die Studierenden im Technikum des BTZ Weiterstadt © Dr. Eva Spindler-Raffel

Die Bachelor-Studierenden der Lebensmittelsicherheit an der Hochschule Geisenheim absolvierten die praktischen Übungen im Modul „Tierische Lebensmittel“ aufgrund der aktuell geltenden Beschränkungen in diesem Wintersemester erstmals im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. In bereits bewährter Form wurden sie dabei von den Lehrbeauftragten Horst Brauer und Rolf Häußler von der Firma VAN HEES angeleitet.

„Tierische Lebensmittel“ stehen im 3. Semester des Bachelor-Studiengangs Lebensmittelsicherheit an der Hochschule Geisenheim auf dem Stundenplan. Die praktischen Übungen führen die Studierenden seit jeher im Technikum der Firma VAN HEES in Walluf durch. Angeleitet werden sie dabei von Horst Brauer und Rolf Häußler, die als VAN-HEES-Mitarbeiter auch Lehrbeauftragte an der Hochschule Geisenheim sind. Im aktuellen Wintersemester machte die Corona-Pandemie dem aber einen Strich durch die Rechnung: Aufgrund der Pandemiebeschränkungen sind Besuche in einem Produktionsbetrieb der Lebensmittelbranche nicht gestattet.

Die Modulverantwortliche seitens der Hochschule, Dr. Eva Spindler-Raffel vom Institut für Lebensmittelsicherheit, bemühte sich deshalb im engen Austausch mit den Lehrbeauftragten um eine Alternative. Denn: Die praktische Beschäftigung mit der Herstellung von Lebensmitteln ist wesentlicher Bestandteil des Studiengangs. Horst Brauer, der auch an der Frankfurter Fleischer- und Bäcker-Fachschule J.A. Heyne unterrichtet, stellte den Kontakt zum BTZ Weiterstadt her. Dieses verfügt über ein hervorragend ausgestattetes Technikum zur Fleischverarbeitung – und dies stellte das Fachzentrum der Hochschule zur Nutzung zur Verfügung.

Die Studierenden führten dort fast wie gewohnt ihre praktischen Übungen zur Herstellung von Brüh- und Rohwurst durch. Dabei konnten sie nicht nur auf die fachkundige Anleitung der Dozenten Brauer und Häußler bauen, erstmals unterstützte ein Fleischsommelier die Veranstaltung: der Weiterstädter Dozent und Metzgermeister Jannis Kullmann. Er demonstrierte den Studierenden das Zerlegen einer Schweinekeule, Ausgangsmaterial zur Herstellung von Brühwurst, sowie die Zubereitung und Abfüllung der Rohwürste.

Die Leiterin des BTZ Weiterstadt, Britta Sickenberger-Schwing, sieht die aus der Not heraus geborene Kooperation mit der Hochschule Geisenheim als vielversprechend für die Zukunft. Bietet doch der Studiengang Lebensmittelsicherheit Perspektiven sowohl für Absolventinnen und Absolventen der Meisterschule als auch für Interessierte, die zum Beispiel über einen dualen Studieneinstieg in den einschlägigen Branchen nachdenken.

Auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön, auch im Namen der Studierenden, an alle Beteiligten – vor allem am BTZ Weiterstadt – für die Möglichkeit, die Verarbeitung tierischer Lebensmittel trotz Pandemie praktisch begleiten zu dürfen.

Kategorien: Lebensmittelsicherheit M.Sc., Lebensmittelsicherheit (B.Sc.), Lebensmittelsicherheit, Nachrichten

Bilderreihe

Jetzt noch trocknen: Die Rohwurst der Studierenden. © Dr. Eva Spindler-Raffel
Vor der Praxis steht die Theorie: Horst Brauer führt die Studierenden in die Thematik ein. © Dr. Eva Spindler-Raffel
Fleischsommelier Jannis Kullmann demonstriert das Zerlegen einer Schweinekeule. © Dr. Eva Spindler-Raffel
Anhand der verschiedenen Fleischstücke lernen die Studierenden mehr über deren Verwendung. © Dr. Eva Spindler-Raffel
An den Cutter, fertig los: Jannis Kullmann erklärt die Funktionsweise. © Dr. Eva Spindler-Raffel
Füllung der Minisalami © Dr. Eva Spindler-Raffel
Füllung der Rohwürste © Dr. Eva Spindler-Raffel
Dozent Rolf Häußler erläutert die weitere Verarbeitung und Reifung der Minisalami. © Dr. Eva Spindler-Raffel