Hochschulpakt 2021 bis 2025: Hochschule Geisenheim profitiert von höherem Sockel- und Sanierungsbudget

© Hessische Staatskanzlei / Thomas Lohnes

Am 11. März 2020 unterzeichnete die Landesregierung mit den Präsidentinnen und Präsidenten der 14 hessischen Hochschulen den Pakt, der unter anderem die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre, duale Studienangebote, ökologische Nachhaltigkeit und die Vernetzung in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in den Fokus rückt.

„Die Wettbewerbsstärke unseres Landes hängt maßgeblich auch von der Innovationsfähigkeit unserer Hochschulen ab. Sie sind die Motoren für Innovationen“, betonte Ministerpräsident Volker Bouffier anlässlich der Unterzeichnung des Hessischen Hochschulpakts für die Jahre 2021 bis 2025 am 11. März 2020 in Wiesbaden. Insgesamt 11,2 Milliarden Euro stellt das Land ihren 14 Hochschulen in diesem Zeitraum zur Verfügung. Bouffier weiter: „Jeder Cent, der hier investiert wird, ist wichtig für die Zukunft unseres Landes. Denn die Forschungsergebnisse von heute lösen die Herausforderungen der Zukunft.“

Auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim adressieren in ihren Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten zentrale Herausforderungen: den Klimawandel, eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und -logistik sowie die Wahrung von Biodiversität und Kulturlandschaften. „Vor diesem Hintergrund ist der starke Anstieg des sogenannten Sockelbudgets, also des erfolgsunabhängigen Grundbudgets, im aktuellen Hochschulpakt eine der wichtigsten Neuerungen. Er bringt eine hohe Planbarkeit und Verlässlichkeit mit sich“, so Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim.

Mit Blick auf die zentralen Ziele des Pakts verwies Schultz auf den bereits sehr guten Status Quo der Hochschule, speziell in der Lehre und der Vernetzung mit der Praxis. „Die Hochschule Geisenheim hat im deutschlandweiten Vergleich seit jeher eine überdurchschnittlich gute Betreuungsrelation mit Blick auf das Verhältnis der Anzahl Professuren zur Anzahl Studierender. Die stetige Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre sowie die Etablierung innovativer Formen wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Partnern aus Forschung und Praxis sind Teil unseres Selbstverständnisses“, so der Präsident. Ebenso sei die Praxisnähe wesentlicher Baustein der Geisenheimer Studiengänge rund um Lebensmittel, Getränke mit dem Schwerpunkt Wein, Pflanzen und Natur. Die Hochschule Geisenheim stärkt in den kommenden Monaten ihre Bemühungen bei der Einführung neuer dualer Studienmodelle. Daneben will sie den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter, also junger Menschen mit mittlerem Schulabschluss und erfolgreicher Berufsausbildung, weiter fördern.

Profitieren wird die Hochschule Geisenheim dank des neuen Pakts in den kommenden Jahren in besonderem Maße von den finanziellen Mitteln, die das Land für die Sanierung von Gebäuden und die Verbesserung der Energieeffizienz zur Verfügung stellt. Zentrales Anliegen der Landesregierung ist die Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit; hier sind die Hochschulen und Universitäten gefordert, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Hessen bis 2050 klimaneutral wird. Sie haben sich verpflichtet, bis zum Ende der Laufzeit des Hochschulpaktes die Treibhausgas- und CO2-Emissionen allein durch betriebliche und organisatorische Maßnahmen um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. Um die Nachhaltigkeitsziele auch inhaltlich stärker in Lehre und Studium zu verankern, etabliert die Hochschule Geisenheim eine Tenure-Track-Professur im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaften.

Kategorien: HOCHSCHULE, Kommunikation und Hochschulbeziehungen, Nachrichten