Geisenheim erhält Förderbescheid für das Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“

Bildquelle: Ulrike Eschweiler, Geisenheim

Die Hochschulstadt Geisenheim wurde in das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen. Am 05. September 2018 nahm Bürgermeister Christian Aßmann, in Begleitung von Stephanie Braun-Fischer von der Hochschule Geisenheim, das Aufnahmeschreiben durch die hessische Umweltministerin Priska Hinz in Frankfurt entgegen.

Bei der Bewerbung um die Fördermittel agiert die Hochschule Geisenheim als lokaler Partner, wodurch sie am geplanten Grünentwicklungsprozess beratend und initiierend mitwirkt. Durch die bereits bestehende Kooperation zwischen Stadt und Hochschule im Rahmen des Projekts „Grünes Geisenheim“ wurde bereits der Grundstein für die gemeinsame Entwicklung und Qualifizierung der städtischen und hochschuleigenen Grünflächen gelegt. Das Projekt Grünes Geisenheim sieht neben der Entwicklung von Stadtgrün aber auch eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der Projektpartner vor.

Das neue Bund-Länderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ wurde durch die Städtebauförderung im Jahr 2017 erstmals aufgelegt, um Maßnahmen zur Stärkung der grünen Infrastruktur zu unterstützen. Den zweiten Förderaufruf in 2018 nutzte die Hochschulstadt Geisenheim erfolgreich und wurde gemeinsam mit drei weiteren Kommunen in das Programm aufgenommen. Die bewilligte Fördersumme beläuft sich auf 565.000 Euro. Anlässlich der Übergabe des Aufnahmeschreibens stellte Ministerin Priska Hinz die bestehende Zusammenarbeit von Stadt und Hochschule als Erfolgsgarant explizit heraus.  

Die Finanzhilfen werden den Kommunen zur Entwicklung oder Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur bereitgestellt. Hierzu zählt insbesondere die Herstellung, Weiterentwicklung und Qualifizierung von Grünflächen und begrünten Freiflächen sowie die Grünvernetzung und die Umweltgerechtigkeit. Weitere Schwerpunkte des Förderprogramms bildet der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Begrünung von Bauwerken und grauer Infrastruktur sowie die Einbindung und Nutzung urbaner Gärten.

Der Stellenwert von Stadtgrün nimmt in Zeiten, in denen die Folgen des Klimawandels immer stärker zu spüren sind, wesentlich zu. Die Zunahme von Hitzetagen und langen Trockenperioden waren insbesondere in diesem Jahr deutlich spürbar und nehmen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlempfinden. Aber auch lokale Starkregenereignisse nehmen immer weiter zu und verursachen große Schäden in Siedlungsflächen aber auch in der Natur. Vor diesem Hintergrund ist es eine wichtige Aufgabe der Städte und Kommunen den Folgen des Klimawandels zu begegnen und diese durch den Ausbau der grünen Infrastruktur abzumildern.

Doch auch hinsichtlich der Fragestellung, wie wir in unseren Städten leben möchten, spielt das Stadtgrün eine entscheidende Rolle. Grün- und Parkanlagen, Wasserflächen, die Begrünung von Plätzen, Straßen, Fassaden und Dächern - all dies macht unsere Städte attraktiv und lebenswert und stellt zudem einen wesentlichen Beitrag zur Erholung und zur Gesunderhaltung dar.

Durch die Finanzhilfe von Bund und Ländern besitzt die Hochschulstadt Geisenheim nun die Möglichkeit im Förderzeitraum Maßnahmen zur Qualifizierung des Stadtgrüns zeitnah umzusetzen, wobei die Hochschule als Kooperationspartner unterstützend agiert. Durch die Förderung werden Maßnahmen umgesetzt, um die Hochschulstadt Geisenheim als Ort zum Studieren, Wohnen und Arbeiten attraktiver und lebenswerter zu gestalten und gleichzeitig einen Beitrag zum lokalen Klimaschutz zu leisten.

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