Der „Grüne Fleck“: Summer School der Karl-Foerster-Stiftung an der Hochschule Geisenheim

Ein Bericht von Landschaftsarchitektur-Studentin Luise Bohl

Vom 30. Juli bis 03. August 2018 fand die Summer School „Entwerfen mit Pflanzen“ der Karl-Foerster-Stiftung in der Villa Monrepos der Hochschule Geisenheim statt. Die Veranstaltung, an der Studierende aus ganz Deutschland sowie aus Südkorea teilnahmen, stand unter dem Motto „Zwischen Rhein und Reben“. Der Schwerpunkt lag auf Aspekten, Verwendung und gestalterischen Möglichkeiten von Stauden, Gehölzen und Co. Dazu kamen ein fröhliches Miteinander und der Erfahrungsaustausch zwischen den unterschiedlichsten Studentinnen und Studenten.

Tag eins begann mit einem Rundgang durch den Park der Hochschule Geisenheim und endete mit einem gemeinsamen Grillen am Abend sowie der Bekanntgabe unserer Arbeitsgruppen. Tag zwei startete mit Vorträgen – für die Studierenden noch relativ gemütlich. Dort referierte beispielsweise Jonas Reif über das „Coppicing“, eine Technik, wie man Gehölze so zurückschneidet, dass sie das Erscheinungsbild von Sträuchern aufweisen. Nach den Vorträgen folgte die Ortsbegehung des Planungsgebietes: ein recht lauschiger „Grüner Fleck“ entlang des Geisenheimer Blaubachs. Allerdings kannten diesen, aufgrund des verborgenen Zugangs, selbst die ortsansässigen Studierenden nicht. Versteckt hinter einem kleinen Vorplatz mit anschließender Häuserfassade vermuteten wir nicht, etwas Grünes zu finden. Und genau das galt es in der Planung zu ändern: Die Lesbarkeit der Zugänge und eine ansprechende Bepflanzung mussten her.

Und nun kam vor allem eins: Viel Arbeit. Und wir hatten Spaß daran! Denn jetzt hieß es, das Planungsgebiet zu bewerten. Sichtbeziehungen, Wegebeziehungen sowie Licht- und Schattenbereiche flossen in die Analyse ein. Unsere Vorentwurfs-Ideen brachten wir wild-kreativ zu Papier, bis sich schließlich der erste, feste Entwurf etablierte. Juhu! Die Bepflanzungskonzepte konnten ausgeklügelt werden. Staudenkataloge wurden gewälzt, Listen erstellt, alles nur Mögliche gesammelt und wieder verworfen, bis das Grundgerüst der Pflanzenliste stand. Dabei wurden wir von unseren Betreuerinnen und Betreuern natürlich immer wieder tatkräftig mit Tipps und Ratschlägen unterstützt, sodass die Konzepte zügig weiterentwickelt werden konnten.

Tag drei startete mit Vorträgen über Stauden- und Gehölzverwendung sowie „Pflanzenverwendung in Korea“ und endete mit Projektarbeit. An Tag vier wurde durchgängig am Bepflanzungsplan des Planungsgebietes „Grüner Fleck“ gearbeitet. Im ganzen Gebäude herrschte emsiges Treiben: Pausen wollte keine(r) einlegen, überall wurde fleißig gearbeitet. Auch die Abendstunden geboten dem keinen Einhalt, denn alle wussten: Morgen ist Präsentation. Trotzdem blieb Zeit, beim Beinevertreten mit anderen Gruppen mal dieses oder jenes Problem zu diskutieren.

Nun war es Freitag und damit Ende: Die Entwürfe wurden präsentiert. Ich denke, ich kann sagen, dass wir sowie unsere Dozierenden und Gäste mit den Ergebnissen und den Projekttagen sehr zufrieden waren. Es hat allen viel Spaß gemacht. Einzig schade: zu schnell waren unsere fünf lehrreichen Tage Summer School zu Ende …

Kategorien: STUDIUM, UMSB (M.Eng.), Landschaftsarchitektur (M.Sc.), Landschaftsarchitektur (B.Eng.), Freiraumplanung, International, Weiterbildung und Career Service, Urbanen Gartenbau, Grünes Geisenheim, Nachrichten

Bilderreihe