Forschungsstipendien der OIV zur Unterstützung prioritärer Programme 2021

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Forschungsstipendien der OIV zur Unterstützung prioritärer Programme 2021

Bildquelle: OIV

Im Rahmen der Entwicklung ihres Strategieplans vergibt die OIV (Internationale Organisation für Rebe und Wein) zur Unterstützung prioritärer Programme jedes Jahr Forschungsstipendien. Die im Rahmen dieses Programms vorgeschlagenen Stipendien werden für eine kurze Dauer erteilt (sechs bis maximal fünfzehn Monate) und sind für spezifische postuniversitäre Ausbildungen vorgesehen. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen qualifiziert und bestrebt sein, ihre Forschungen voranzutreiben, ihre Kompetenzen zu erhöhen und über die jüngsten Fortschritte in ihrem Studien- oder Arbeitsbereich informiert sein.

Das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular ist an folgende OIV-Adresse zurückzusenden - OIV – Bourses de recherche – 35, rue de Monceau – 75008 Paris – oder job(at)oiv.int

Frist für die Einreichung der Anträge: 13. September 2021

http://www.oiv.int/de/die-internationale-organisation-fur-rebe-und-wein/forschungsstipendien-der-oiv-2021

 

Vorrangige Themen für die Forschungsstipendien 2021

Weinbau

  • Tafeltrauben, Traubensaft und Verbraucherwahrnehmung in Bezug auf gesundheitliche, ernährungsphysiologische und phytosanitäre Aspekte. Vergleich mit anderen Getränken und Auswirkung verschiedener Trocknungsbedingungen von Trauben auf Veränderungen der Sekundärmetaboliten
  • Klimawandel: Innovative Strategien zur Anpassung der Widerstandsfähigkeit von Trauben an neue Anbaubedingungen und eine sich verändernde Umwelt 
  • Methoden und Schlüsselindikatoren der CO2-Speicherkapazität von Weinbergsböden zur Verbesserung der Emissionsbilanz
  • Verringerung des Einsatzes von Pestiziden: Suche nach neuen Ansätzen oder Alternativen zur Reduzierung der traditionellen Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln (Kupfer, Biostimulanzien, sonstige)
  • Nachhaltige Wassernutzung im Weinbau: Sortenanpassung im Hinblick auf den Wasserverbrauch (Effizienz der Wassernutzung und Klimawandel)
  • Entwicklung, Prüfung und Bewertung relevanter Biodiversitätsindikatoren für die Anwendung im Weinbau und die Landschaftspflege in Weinbauregionen
  • Anwendung physikalischer oder nicht-chemischer Verfahren (Wärme, UV, usw.) zur Verringerung des Schädlings- und Krankheitsdrucks im Weinbau
  • Genetische Grundlagen der weinbaulichen Merkmale
  • Hochauflösende Boden- und Wasserkartierung zur Handhabung von Erosions- und Erdrutschrisiken im Steillagenweinbau
  • Probenahme von Beeren im Weinbau:  Ansätze und Methoden der Probenahme, die an die unterschiedlichen Produktionssituationen im Weinbau angepasst und entsprechend optimiert wurden

 

Oenologie

  • Neue Techniken zur Rückgewinnung und Verwertung von weinbaulichen Nebenprodukten
  • Handhabung der Calcium-Instabilität von Wein
  • Chemische und sensorische Charakterisierung von „Minimalinterventionsweinen“ (Weine, die durch Spontangärung und/oder ohne Zusatz von SO2 hergestellt werden)
  • Metagenomische Analyse der Auswirkungen von Kupfer auf die mikrobielle Diversität von Weinbergsböden, Trauben und Reben
  • Entwicklung und Validierung von Analysemethoden zur quantitativen Bestimmung des Zusatzes von Wasser zu Traubensaft, Most oder Wein - Einfluss neuer Technologien auf diese Analysen
  • Verbesserung der Kenntnisse über önologische Tannine: chemische Charakterisierung, Funktionen und Analysemethoden für ihre Charakterisierung

 

Wirtschaft

  • Strukturelle Veränderungen und Strategien zur Anpassung an die Covid-19-Pandemie im Weinsektor
  • Analyse und Perspektiven des Weintourismus in verschiedenen territorialen und sozio-ökonomischen Kontexten
  • Herausforderungen der Logistik und des Supply Chain Management im globalen Handel mit Wein
  • Untersuchung der Vertriebskanäle des Weinsektors
  • Nachhaltigkeit im Weinbausektor:
  • Erwartungen der Verbraucher in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden und Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Wein
  • Anwendung der Nachhaltigkeitsgrundsätze im Weinsektor (soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Aspekte)
  • Klimawandel:
  • Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinsektor
  • Regulatorische Instrumente für die Widerstandsfähigkeit des Weinsektors gegenüber dem Klimawandel

 

Sicherheit und Gesundheit

  • Auswirkungen des Weinkonsums auf Krankheiten (insbesondere Gesamtmortalität und Weinkonsum, Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen auf Autoimmunerkrankungen)
  • Kontaminanten, Toxine und Zusatzstoffe (Zink, Cadmium, Aluminium, usw.)
  • Bewertung der Gesundheitsrisiken durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
  • Biologische Auswirkungen des Weinkonsums (insbesondere Weinkonsum und Altern, physiologische Wirkungen von Resveratrol)
  • Langzeitveränderungen der Konsumgewohnheiten
  • Literaturübersicht über die gesundheitlichen Auswirkungen von Wein (im Unterschied zu Alkohol)
  • Verbraucherwahrnehmung von Bio-Wein
  • Sozialer und kultureller Kontext des Weinkonsums

 

Weitere Informationen:

Forschungsstipendien der OIV zur Unterstützung prioritärer Programme 
Bewerbungsantrag 

 

Kategorien: STUDIUM, Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft (M.Sc.), VITIS-VINUM (M.Sc.), Vinifera EuroMaster (M.Sc.), Weinwirtschaft (M.Sc.), Oenologie (M.Sc.), Getränketechnologie (M.Sc.), International Wine Business (B.Sc.), Internationale Weinwirtschaft (B.Sc.), Getränketechnologie (B.Sc.), Weinbau und Oenologie (B.Sc.), Deutsch-Italienischer Doppel-Bachelor, Presse und Kommunikation, Alumni, FORSCHUNG, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Wein- und Getränkewirtschaft, Professur für Marktforschung, Rebenzüchtung, Phytomedizin, Oenologie, Mikrobiologie und Biochemie, Lebensmittelsicherheit, Getränkeforschung, Bodenkunde und Pflanzenernährung, Angewandte Ökologie, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Nachrichten