Geisenheimer Doktorandinnen beim 2nd Wine Graduates‘ Forum ausgezeichnet

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Geisenheimer Doktorandinnen beim 2nd Wine Graduates‘ Forum ausgezeichnet

Die Präsentation von Barbara Richter © DWV / J. Hartwig

Für ihre herausragenden Präsentationen anlässlich des 2nd Wine Graduates’ Forum des Deutschen Weinbaubauverbandes (DWV) wurden die Geisenheimer Doktorandinnen Barbara Richter, M.Sc., und Meike Strobach, M.Sc., Mitte April ausgezeichnet und mit einem Preisgeld in Höhe von je 250 Euro belohnt.

Barbara Richter, die bei Prof. Dr. Jon Hanf, Professor für International Marketing Management, provomiert, setzte sich in der Kategorie „Strategic Marketing and Management“ durch. Ihre Kurzpräsentation drehte sich um die Frage, „Which competitive strategies can wine cooperatives pursue on the German wine market“. In Deutschland bewirtschaften Winzergenossenschaften etwa ein Viertel der Gesamtrebfläche. Die abnehmende Zahl der Winzergenossenschaften und ihrer Mitglieder deutet aber darauf hin, dass sie Schwierigkeiten haben, sich an die Veränderungen auf dem Markt anzupassen. Eine marktorientierte Produktion und die Umsetzung einer Wettbewerbsstrategie sind unabdingbar. Eine Analyse der Wettbewerbsintensität aus der Perspektive von Winzergenossenschaften wurde bisher nicht durchgeführt. Ziel ihrer Untersuchung war es, diese Lücke zu schließen und Wettbewerbsstrategien für deutsche Winzergenossenschaften abzuleiten. Während die Strategie der Kostenführerschaft laut ihrer Ergebnisse nur schwer erfolgreich umzusetzen ist, kann die Strategie der Differenzierung angewendet werden. Dabei stellte sie fest, dass die meisten Qualitätsmerkmale nicht der Differenzierung dienen. So ist es beispielsweise bei „biologisch produzierten“, „veganen“ oder „nachhaltig erzeugten“ Weinen wichtig, Wettbewerbsgleichheit zu erreichen und langfristig sicherzustellen, um einen Wettbewerbsnachteil zu vermeiden.

Meike Strobach vom Institut für Oenologie der Hochschule Geisenheim konnte in der Kategorie „Analytics, Sensory, and Data Processing Methods“ überzeugen. Sie referierte zum „Impact of real and virtual reality (VR) tasting environments on the sensory evaluation of test samples and wine“. Im Rahmen ihrer Dissertation untersucht sie den Einfluss von realen und virtuellen Verkostungsumgebungen auf die sensorische Bewertung von Testproben und Wein. Die Forschung besteht aus zwei Teilen: (a) Vorverkostungen in den realen Umgebungen – Farb-, Geruchs- und Geschmacksproben – und (b) sensorische Verkostungen in den VR-Umgebungen. Die realen Umgebungen werden für die VR-Verkostungen realistisch nachgebildet und den Probandinnen und Probanden als dreidimensionale 360-Grad-VR-Erfahrung über ein Head-Mounted Display präsentiert.

Die Hochschule Geisenheim gratuliert ihren Doktorandinnen herzlich zu diesem Erfolg.

Kategorien: FORSCHUNG, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Wein- und Getränkewirtschaft, Oenologie, Nachrichten

Bilderreihe

Meike Strobach bei ihrer Präsentation © selbst aufgenommenes Bild