Professor Müller-Thurgau-Preis

Der Professor Müller-Thurgau-Preis

Der Professor Müller-Thurgau-Preis wird von der VEG-Geisenheim Alumni Association e.V. als Dank und Anerkennung an Persönlichkeiten verliehen, die sich in vielen Jahren um die Hessische Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst und Gartenbau (Ingenieurschule, Fachhochschule/Forschungsanstalt - heutige Hochschule Geisenheim University) in Geisenheim, insbesondere durch die Erhaltung und Förderung von Lehre oder Forschung bzw. um die Belange ihrer Studierenden außergewöhnlich verdient gemacht haben.

Dr. Hermann Müller - sein Leben und Wirken

"Der Botaniker, Biologe, Phytopatologe, Züchter und Lehrer Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Müller (Thurgau)  war erster Leiter der pflanzenphysiologischen Versuchsstation in Geisenheim. Er hat in dieser Zeit und während seiner späteren Tätigkeit als Gründer und Leiter der Eidgenössischen Versuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Wädenswil (Schweiz) menschliche Impulse gegeben und wissenschaftliche Leistungen vollbracht, die weit über seine Zeit hinauszeichnen. "

Verleihung des Professor Müller-Thurgau-Preises 2018 - "coole Hochschule"

Foto: Winfried Schönbach, Hochschule Geisenheim

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Robert Lönarz zeichnen Dr. Franz Josef Jung und seinen Neffen Ingmar Jung für Verdienste um „coole Hochschule“ aus.

 

Als Dank und Anerkennung wird der Professor Müller-Thurgau-Preis von der VEG-Geisenheim Alumni Association e. V. an Persönlichkeiten verliehen, die sich in vielen Jahren um die heutige Hochschule Geisenheim verdient gemacht haben. Am 10. November 2018 ist dieser Preis „zum ersten Mal in der Geschichte ein Familienpreis“, wie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei ihrer Laudatio im Spätlesereiter-Saal auf Schloss Johannisberg erwähnte. Denn es ist das erste Mal, das Onkel und Neffe den Preis bekommen. „Ich habe mich gefragt, warum sie den Preis noch nicht haben“, so Klöckner. „Beide haben eine besondere Bindung zum Wein und sind mit der Flasche großgeworden“, scherzte sie. Dr. Franz Josef Jung, der zugleich der Patenonkel Ingmar Jungs ist, habe „tiefe Spuren in der politischen Geschichte hinterlassen und ein exzellentes Weinwissen“. Seine Zeit als Bundesminister spielte dieses Mal nur eine kleinere Rolle, denn seine Jahre davor als Staatssekretär im hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst waren für die Preisverleihung ausschlaggebend. 

Klöckner ging in ihrer Rede auch auf die Kündigung des Staatsvertrages durch Rheinland-Pfalz im Jahr 2010 ein. Diese markierte die Gründung der heutigen Hochschule Geisenheim University, einem bundesweiten Vorreiter-Projekt, an dem beide Preisträger maßgeblich beteiligt waren. „Die Kündigung war eine politisch nicht nachvollziehbare Entscheidung, aber eine Chance, alles auf den Kopf zu stellen. Ohne den Spirit und das Engagement der Hochschule Geisenheim sei dies nicht möglich gewesen“, so Ingmar Jung, der in seiner Rede dem VEG und der „coolen Hochschule“ dankte. 

Sein Onkel Franz Josef, dessen Engagement in Geisenheim gar bis 1991 zurückreicht, als er den Vorsitz des dortigen Fördervereins übernahm, betonte in seiner Dankesrede die Entwicklung, die die damalige Forschungsanstalt und er durchgemacht haben und sagte zu, „auch weiterhin in verschiedener Art und Weise seinen Beitrag in Geisenheim zu leisten“. 

„Heute ist das `Bundesweinministerium` zusammengekommen“, spaßte Ingmar Jung. Denn alle drei, Julia Klöckner und die „beiden Jungs“ verbindet nicht nur die Zugehörigkeit zur CDU, sondern auch der Wein. Dr. Franz Josef und Ingmar Jung stammen beide aus Weingütern, ebenso wie Klöckner, deren Bruder auch in Geisenheim sein Diplom absolvierte. 

„Es hat die Richtigen getroffen“, so der Vizepräsident Lehre der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Otmar Löhnertz. Und auch der Alumni-Präsident, Robert Lönarz, der auf die besondere Verbundenheit der beiden Preisträger zur Hochschule hinwies, betonte, dass ohne die Verdienste der beiden die Hochschule in der heutigen Form nicht entstanden wäre. Für eine sportliche Überraschung sorgte er bei der Übergabe eines eigens angefertigten „Klöckner-Weinelf-Trikots  _jk12“, welches er der Bundesministerin überreichte. Ein gemeinsamer Rundgang über die „Rheingau Open“ im Fürst von Metternich-Saal mit dem VDP.Rheingau Vorsitzenden Wilhelm Weil rundete die Veranstaltung ab.  

Fotostrecke: https://bilddb-srv.hs-geisenheim.de/publications/OpenContent/?list_id=185288

Bericht Wiesbadener Kurier, 12.11.2018: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/geisenheim/verdienste-um-coole-hochschule_19177961 

Kategorien: Professor Müller-Thurgau-Preis, Presse und Kommunikation, Alumni, Nachrichten

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Von-Lade-Str.1
65366 Geisenheim 
praesident(at)geisenheimer.de

Preisträger

Paul Meuer (2017)
ehem. Vorstandsvorsitzender Rheingauer Volksbank eG

"GEISENHEIM - Mit dem Müller-Thurgau-Preis hat die Alumni-Vereinigung der Hochschule Geisenheim Paul Meuer im Rahmen von Open Campus ausgezeichnet. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Rheingauer Volksbank habe als „Bindeglied zwischen der wissenschaftlichen Einrichtung und den Winzern vor Ort“ agiert, so die Hochschule. Zudem hat Meuer den Rheingauer-Volksbank-Preis für Bachelor-Arbeiten aus dem Fach Weinbau und Oenologie ins Leben gerufen.

Der erste, der in einem Müller-Thurgau-Weg wohnt

Seit 1972 zeichnet die Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer (VEG) Persönlichkeiten mit dem Professor-Müller-Thurgau-Preis aus, die sich um die Hochschule besonders verdient gemacht haben. Der 28. Preisträger ist der erste, der in einem Müller-Thurgau-Weg wohnt und nicht aus der Branche kommt: Diplom-Bankbetriebswirt Paul Meuer. Von 2007 bis zu seinem Ruhestand im Sommer 2017 leitete er die Rheingauer Volksbank als Vorstandsvorsitzender. Preisurkunde und Kristallkaraffe übergab ihm VEG-Präsident Robert Lönarz bei der Jahreshauptversammlung im Müller-Thurgau-Haus auf dem Campus. Zuvor würdigte Klaus Schaller, ehemaliger Direktor der Forschungsanstalt, Meuers Verdienste.

Im Haus des Professors Hermann Müller-Thurgau, der in Geisenheim 1882 die nach ihm benannte Rebe züchtete und mit dem Ausbau der kaiserlichen Lehranstalt das Fundament der Hochschule legte, betonte Professor Schaller die gute Wahl der VEG. 1952 in Rüdesheim geboren, schloss Paul Meuer 1974 die Ausbildung zum Bankkaufmann nach dem Abitur in Geisenheim und Wehrdienst in Lorch „exzellent“ ab. Vor und nach dem Studium übernahm er im Wechsel bei der Wiesbadener und Rheingauer Volksbank verantwortungsvolle Funktionen. Dabei habe Meuer die Hochschule vielfältig gefördert, an der zuvor „das Interesse der Bankenwelt nie hoch“ war, sagte Schaller. Der „Wahrer der Region und Identität“ habe erst Forschung und Lehre gefördert, indem er „unprätenziös in Geldangelegenheiten“ beriet und sich dann „mutig“ mit dem „Bankenableger Winzerbedarf“ für den regionalen Handel eingesetzt habe. Zudem habe er den seit 2007 verliehenen und mit 1000 Euro dotierten Preis der Rheingauer Volksbank für herausragend Abschlussarbeiten der Studenten initiiert. Schaller erklärte an Beispielen, wie sie die Weinbau-Praxis von der Züchtung bis zur Betriebsplanung vorantreiben. Der Preis zwinge Dozenten, bei der Sichtung der Arbeiten „Schätze zu heben“ und öffne den ausgezeichneten Absolventen international Türen. Schaller dankte Meuer, wie er über den Ruhestand hinaus den Preis garantierte: „Die Volksbank hat zugesichert, dass er dauerhaft im Spendenportfolio verankert bleibt.“ Schallers und Lönarz’ Lob gab Meuer zurück.

„Den Preis haben wir ja zusammen initiiert“, sagte Meuer und betonte: „Die Hochschule trägt den Namen Rheingau in die ganze Welt.“ Die Leistung in Forschung und Lehre sorge für „herausragende Ergebnisse in der Praxis“. Davon profitierte wiederum nicht nur, aber vor allem der Wein, „von dem unsere Region maßgeblich lebt“, erklärte Meuer die Wechselbeziehung. Er dankte umgekehrt für die „gute, angenehme und intensive Zusammenarbeit“ mit der Hochschule. Den Preis nehme er „stellvertretend für unsere vielen Mitarbeiter an“.Auszug aus Wiesbadener Kurier, 5.9.2017 von Christine Dressler
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/geisenheim/paul-meuer-von-geisenheimer-alumni-mit-mueller-thurgau-preis-ausgezeichnet_18157440.htm