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12. ISHS Symposium Rubus und Ribes in Deutschland und der Schweiz

Verleihung der ISHS Urkunden und Medaillen durch Vertreter des ISHS an die drei Veranstalter der Tagung; von links nach rechts: C. Finn, USA, K. Hummer, USA, P. Oliveira, Portugal, G. Muster, Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg, E. Krüger, Hochschule Geisenheim, und C. Carlen, Agroscope Schweiz © Ludger Linnemanntöns

Das 12. Internationale Symposium der ISHS Arbeitsgruppe Rubus und Ribes (Himbeeren und Brombeeren sowie Johannisbeeren und Stachelbeeren) in Deutschland und der Schweiz Ende Juni 2019 wurde unter anderem von Dr. Erika Krüger vom Institut für Obstbau der Hochschule Geisenheim organisiert.

Gut 200 Wissenschaftler, Züchter, Berater und einigen Anbauer aus 37 Ländern trafen sich vom 22. Juni bis 28. Juni 2019 zum 12. Internationalen Symposium der ISHS Arbeitsgruppe Rubus und Ribes (Himbeeren und Brombeeren sowie Johannisbeeren und Stachelbeeren) in Deutschland und der Schweiz. Organisiert wurde die Veranstaltung durch E. Krüger, Institut für Obstbau der Hochschule Geisenheim, Dipl. Ing. G. Muster, Referat Obstbau der Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, sowie C. Carlen, Leiter des Strategischen Forschungsbereichs Produktionssysteme Pflanzen, Agroscope Schweiz. Das Symposium begann mit einer dreitägigen Pre-Symposiums-Exkursion, bei der die 100 Teilnehmenden acht Betriebe mit Anbau von Himbeeren, Brombeeren, Roten Johannisbeeren und Stachelbeeren entlang der Rheinschiene und der schweizerischen Seite des Bodensees anschauten. Besichtigt wurden Himbeeren, die ausschließlich im Tunnel angebaut wurden, bei den Brombeeren sowohl Freiland- als auch Tunnelanbau. Beeindruckend hierbei war, wie die Betriebe insbesondere bei Himbeeren unterschiedliche Sorten, unterschiedliches Pflanzmaterial und verschiedene Kulturtechniken nutzen, um von Mitte April bis November möglichst gleichmäßige Erntemengen heimischer Früchte vermarkten zu können. Trotz der hohen Temperaturen war die Stimmung unter den Teilnehmenden gut und das Interesse an den besichtigten Betrieben auch am späten Nachmittag ungebrochen.

Die anschließende Vortragsveranstaltung mit zusätzlichen 100 Personen, 45 Vorträgen und rund 70 Postern fand an der ETH Zürich statt. Die Schwerpunkte hierbei waren Genetik und Züchtung, Kulturführung, Pflanzenphysiologie, Pflanzenschutz sowie Qualität und Nachernteverfahren. In exzellenten Keynote-Vorträgen wurden die Bedeutung moderner Techniken bei der Züchtung, die verschiedenen Kulturtechniken und die enormen Investitionskosten bei der fast ganzjährigen Himbeerkultur sowie die Relevanz des Geschmacks der Früchte beim Kaufverhalten hervorgehoben. Außerdem wurden mögliche Probleme bei Blütenbildung und Dormanz von Himbeeren und Brombeeren sowie Johannisbeeren im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufgezeigt und die Bedeutung sowie heutige und zukünftige Bekämpfungsstrategien der Kirschessigfliege, die den Beerenanbau massiv bedroht, aufgezeigt.

Das weltweite Netz der Beerenfachleute erlebte eine sehr interessante Woche bei guter Stimmung. Alte Kontakte wurden gefestigt und neue geknüpft.

Ein Beitrag von Dr. Erika Krüger

Kategorien: International, FORSCHUNG, Obstbau, Nachrichten

Bilderreihe

Anbau von herbstragenden Himbeeren im Tunnel, erste diesjährige Ernte am linke Schenkel, zweite diesjährige Ernte an heranwachsenden Ruten am rechten Schenkel des Erziehungsgerüsts © Ludger Linnemanntöns
Anbau von Stachelbeeren als Hecke mit Sonnenschutz an der Westseite, Betrieb Huber © Ludger Linnemanntöns

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