05-2013 - EU-Projekt „INNOVINE“

Die Hochschule Geisenheim ist einer der Partner des im 7. EU Rahmenprogramm geförderten Verbundprojektes INNOVINE. Hier werden „Innovationen weinbaulicher Bewirt­schaftungspraktiken sowie züchterische Aspekte zum Erhalt der Nachhaltigkeit des euro­päischen Weinbaus“ untersucht.

Im Projekt kooperieren 27 Partner aus sieben Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Ungarn, Bulgarien und Deutschland). Neben 15 Forschungseinrichtungen gehören auch zwölf mittelständische Unternehmen zum Konsortium.

Einer der Themenschwerpunkte bezieht sich auf die Verbesserung der Bewirtschaftung in den europäischen Weinanbaugebieten. So sollen verschiedene Formen des Laubwand­managements vor dem Hintergrund veränderter klimatischer Bedingungen untersucht werden. Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit Möglichkeiten zur Reduzierung des Fungizideinsatzes, unter anderem durch Ausschöpfung des genetischen Potentials verschie­dener pilzwiderstandsfähiger Rebsorten. Hierfür werden Messtechnologien weiterentwickelt und validiert, Modelle und Prognoseverfahren der beteiligten Partner verglichen und ausge­tauscht und in Weingütern bei unterschiedlichen Rebsorten angewendet. Die Einbeziehung mittelständischer Unternehmen, der Wissenstransfer in die Praxis sowie das Etablieren einfacher Beobachtungsmethoden spielen dabei eine wichtige Rolle.

Seitens der Hochschule Geisenheim arbeiten im INNOVINE-Projekt das Institut für allgemeinen und ökologischen Weinbau sowie das Institut für Phytomedizin mit. Als Pilotbetrieb des Rheingaus gehört das Weingut Schloss Vollrads zum Konsortium. Insgesamt umfasst das Projekt ein Volumen von ca. sechs Millionen Euro, hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird von der INRA-Versailles koordiniert.

 Kontakt: Dr. Manfred Stoll